Wut, Stress und Aggression bei Gewalttätern Essay

Words: 787
Topic: Management von Verhaltensweisen

Wut ist eine Emotion, die jeder Mensch von Natur aus hat. Es handelt sich um eine angeborene Eigenschaft, die in ihrem Auftreten variiert und von leichten bis zu extremen Ausprägungen reicht. Eine interessante Eigenschaft der Wut ist, dass sie sowohl ein positives als auch ein negatives Potenzial hat. Der positive Teil hat einen psychologischen Einfluss auf die Selbstverbesserung, während der negative Teil zur Schädigung einer Person oder anderer führt. Wut als Konzept kann aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht werden, nämlich aus kognitiver, umweltbezogener und psychologischer Sicht (Gates, Fitzwater und Succop 779).

Andererseits wird Stress als ein Faktor angesehen, der zum Auftreten von Ärger beiträgt. Genau wie Wut hat Stress zwei Auswirkungen, die entweder positiv oder negativ sind. Die positive Seite ist ein gesunder Stress, der eine Person produktiv macht, im Gegensatz zu ungesundem Stress, der eine Person wütend macht (DeLisi und Conis 31).

Aggression wird als schädlich für die eigene Person und für andere empfunden. Es wurden verschiedene Arten von Aggression dokumentiert, aber die häufigsten sind proaktiv und reaktiv. Die Intentionen des Aggressors und die Art der Aggression geben Aufschluss über die jeweilige Form der Aggression. Der Grundgedanke ist, dass Aggression eine Form des Ausdrucks von Ärger und Stress ist (Gunn und Taylor 54).

Das Zusammenspiel der drei Konzepte kann Menschen zu unangemessenen Handlungen bei sozialen Interaktionen verleiten. Dies kann der Grund sein, der die Handlungen von Gewalttätern beeinflusst. Gewalt als Phänomen nimmt verschiedene Formen an, die je nach den Ursachen und Gründen, die zur Aufrechterhaltung eines solchen Verhaltens führen, variieren. Die meisten Gewalttäter geben Wut und Stress als Gründe für Schlägereien, Bandenaktivitäten und Raubüberfälle an (Ware, Cieplucha und Matsuo 3).

Zusammenhang zwischen Wut, Stress und Aggression

Studien haben gezeigt, dass es einen erheblichen Zusammenhang zwischen Wut, Stress und Aggression gibt. Diese Beziehung besteht darin, dass die ersten beiden Konzepte einen Großteil des aggressiven und gewalttätigen Verhaltens erklären können (DeLisi und Conis 47).

Daher ist das Verständnis der Beziehung zwischen Wut, Stress und Aggression für die an der Behandlung von Gewalttätern beteiligten Fachleute wichtig (Townsend 12). Ein wichtiger Aspekt, der sich bei der Analyse dieser Beziehung ergibt, ist die Impulsivität des Einzelnen. Sie tritt auf, wenn eine Person, die unter Stress steht und voller Wut ist, nicht die nötige Kontrolle aufbringt, um dem schädlichen Verhalten zu widerstehen (Gunn und Taylor 63).

Das Konzept der Impulsivität entwickelt sich aufgrund von Wut und Aggression. Impulsivität ist eine Manifestation des gleichzeitigen Auftretens von Wut, Stress und Aggression bei einer Person. Wenn ein solcher Vorfall eintritt, kommt es zu einer gewalttätigen Reaktion, was die Handlungen oder das Verhalten verschiedener Gewalttäter erklärt (Townsend 12).

Auswirkungen dieser Beziehung auf die Behandlung von Gewalttätern

Es ist wichtig, die Konzepte von Wut, Stress und Aggression im Zusammenhang mit Gewalttätern zu verstehen, um die erforderliche Behandlung zu entwickeln. Für die Praktiker ist es von entscheidender Bedeutung, bei der Untersuchung der Ursachen für gewalttätiges Verhalten ins Detail zu gehen, was bei der Entwicklung wirksamerer Behandlungen helfen kann (Gates, Fitzwater und Succop 779).

Die Überlegung hängt davon ab, wie das Zusammentreffen von Ärger, Stress und Aggression das Verhalten von Gewalttätern erklären kann. Die Art der Manifestation der drei Phänomene ist auch für Praktiker, die mit Gewalttätern zu tun haben, wesentlich. In einem Interview über die Erfahrungen im Umgang mit Gewalttätern weist James Gillian darauf hin, dass die meisten Behandlungen von Gewalttätern in kognitive und interpersonelle Behandlungen unterteilt werden können (Carlson und Korman 62).

Solche Behandlungen werden in Form von Programmen durchgeführt, wobei sich kognitive Programme auf die antisozialen kognitiven Aspekte eines Straftäters konzentrieren. Sie versuchen, neue Denkweisen einzuführen, die gewalttätiges Verhalten zurückdrängen. Programme zur Wutbewältigung konzentrieren sich darauf, die Verbindung zwischen Wut und gewalttätigem Verhalten zu begreifen und zu durchtrennen.

Die Programme für Gewalt in der Partnerschaft werden für Täter durchgeführt, die ihre Partner angegriffen haben. Andererseits sind die multimodalen Programme eher individuell ausgerichtet, wobei der Schwerpunkt auf dem Verständnis der Situation eines einzelnen Täters liegt (Ware, Cieplucha und Matsuo 7).

Zitierte Werke

Carlson, Jon, und Lorne Korman. Arbeiten mit Wut. Washington: Amerikanische Psychologische Vereinigung, 2009. Drucken.

DeLisi, Matt, und Peter J. Conis. Gewalttätige Straftäter: Theory, Research, Policy, and Practice. Burlington: Jones & Bartlett Learning, 2012. Drucken.

Gates, Donna, Evelyn Fitzwater, und Paul Succop. “Beziehungen zwischen Stressoren, Belastung und Ärger und Übergriffen durch Pflegekräfte”. Issues in Mental Health Nursing 24.8 (2003): 775-793. Print.

Gunn, John C., und Pamela J. Taylor. Forensische Psychiatrie: Clinical, Legal and Ethical Issues. 2. Auflage. Boca Raton: Taylor & Francis, 2014. Drucken.

Townsend, Mary C. Psychiatric Mental Health Nursing: Konzepte der Pflege in der evidenzbasierten Praxis. 8. Auflage. Philadelphia: Davis Company, 2015. Drucken.

Ware, Jayson, Cherice Cieplucha, und Danielle Matsuo. “Das therapeutische Programm für Gewalttäter (VOTP) – Begründung und Wirksamkeit 6 (2011): 1-12.” Australasian Journal of Correctional Staff Development 6.2 (2011): 1-12. Print.