Titel, Klasse und Identität als Eigenheiten des Lösegelds von David Malouf Essay

Words: 532
Topic: Literatur

Der australische Autor David Malouf stützt sich in seinem Roman Ransom auf die Mythen der Ilias von Homer, darunter der Tod des Patroklos (Buch 16), die Episode, in der Achilles Hektor tötet (Buch 22), das Begräbnis des Patroklos (Buch 23) und der Besuch von Priamos bei Achilles (Buch 24). Obwohl der Autor die antiken Geschichten verwendet, konzentriert sich seine Aufmerksamkeit auf die Darstellung der geistigen Entwicklung der Helden und der Art ihrer Beziehungen.

Bei Homer ist die wichtigste Erklärung für alle Ereignisse die Macht der Götter und des Schicksals, während Malouf die menschliche Seite betont. In diesem Fall spielt das Wesen von Titel, Klasse und Identität eine wichtige Rolle in der Erzählung als Erklärung für das menschliche Verhalten und die Gründe für die sozialen Konflikte.

Für Malouf ist die übergeordnete Position des Vermittlers ein Schlüsselmoment des Krieges. Während viele Menschen in die Konflikte verwickelt sind, während sie leiden und sterben, ist es möglich, eine friedliche Lösung zu finden. Der Autor betont die Rolle der Verhandlungen und die Bedeutung des Führers, der mit seiner Autorität und Macht den Krieg beginnen oder beenden kann.

So beschreibt der Autor die Beziehungen zwischen König Priamos und dem einfachen Somax und zeigt, dass der soziale Status nicht der Hauptgrund ist, um Anführer zu sein oder den Krieg zu beginnen. Obwohl Priamos ein König ist, ist er zu jung, um Anführer zu sein. In dieser Situation wird Somas als der fähigere, erfahrenere und sachkundigere und damit autoritärere Mann angesehen. Im antiken Griechenland waren jedoch Titel das wichtigste Element, und das Königtum wurde als überlegen und sogar mystifiziert angesehen.

Malouf beschreibt die persönliche Suche von drei Männern nach der Selbstbestimmung. Sie spüren die Grenzen ihrer sozialen Rollen und wollen in die Annalen der Geschichte eingehen. Achilles zum Beispiel, der einen göttlichen Ursprung hat und an der Grenze zwischen der sterblichen und der göttlichen Welt lebt, identifiziert sich als Mensch und will sein Volk beschützen. Er ist ein großer Krieger und gleichzeitig ein menschliches Wesen mit seinen Stärken und Schwächen.

Im Fall von Priamos hebt sogar sein Name seine königliche Herkunft und seine Bestimmung als Großkönig hervor. Er zeigt sich als Beschützer seines Landes.

Malouf weist auf das Fehlen von Unterschieden zwischen den persönlichen und sozialen und politischen Interessen der Könige hin. Die königliche Klasse in dieser Geschichte wird als die großen Herrscher, Beschützer der Bevölkerung, die nicht teilen die persönlichen und öffentlichen gezeigt.

Für die Helden wird das Persönliche nur gemeinsam mit der Öffentlichkeit betrachtet und für den Herrscher ist nur das Ereignis gut, das für die ganze Nation gut ist. Das ist die Natur des Heldentums in der Ära der Kriege und der Gewalt. Priamos versucht zu verstehen, wann für ihn die Zeit gekommen ist, seine Menschlichkeit zu offenbaren.

Die Analyse des Romans Ransom lässt den Schluss zu, dass der Autor die Titel als Schlüsselelement der Autorität und der führenden Position im antiken Griechenland betrachtet. Gleichzeitig sind alle Vertreter der königlichen Klasse in diesem Roman mutig und selbstlos, in gewissem Maße sind sie sogar besser als die einfachen Bürger.

Sie identifizieren sich als Verteidiger und sind bereit, für den Schutz des Landes zu sterben. Es liegt auf der Hand, dass solche humanistischen Gedanken den Legendenbildungscharakter der Geschichte unterstreichen.