Pathophysiologie des anaphylaktischen Schocks Essay

Words: 777
Topic: Gesundheit und Medizin

Ein anaphylaktischer Schock oder eine Anaphylaxie sind schwer zu erkennen, da sie eine Vielzahl von Symptomen aufweisen und schnell fortschreiten. Diese Zustände können jedoch als eine gefährliche allergische Reaktion beschrieben werden, die eine sofortige Behandlung erfordert. Der Verlauf der Anaphylaxie basiert auf einer Vasodilatation, bei der die Haut warm wird und die Person Atemnot, niedrigen Blutdruck oder Nesselsucht verspürt (Hammer & McPhee, 2014; Kim et al., 2014). Wird der Schock nicht rechtzeitig behandelt, kann dies zum Tod des Patienten führen. Manche Menschen können ihre allergischen Reaktionen jedoch ambulant behandeln. Außerdem können bestimmte Patientenfaktoren wie Alter und ethnische Zugehörigkeit den Verlauf der Reaktion beeinflussen. Ein anaphylaktischer Schock erfordert eine schnelle Reaktion, und Patienten mit schnell fortschreitenden Symptomen oder ohne allergische Reaktionen in der Vorgeschichte sollten in die Notaufnahme überwiesen werden.

Physiologische Progression mehrerer Systeme

Ein anaphylaktischer Schock entwickelt sich schnell und setzt mehrere Systeme des Körpers in Gang. Zunächst löst die allergische Reaktion auf bestimmte Fremdkörper oder Objekte die Freisetzung von Histaminen aus, indem die Antikörper, nämlich Immunglobulin E (IgE), an die Antigene gebunden werden (Huether & McCance, 2017). Die erhöhten Histaminwerte führen zu einer Vasodilatation, einer Verengung der glatten Muskulatur und einer erhöhten Kapillardurchlässigkeit. Unter der Wirkung von Histaminen leiden die Atemwege unter zahlreichen Krämpfen, und die Person leidet unter Kurzatmigkeit. Die Verengung des Magen-Darm-Trakts führt ebenfalls zu Krämpfen. Vasodilatation und Gefäßpermeabilität senken den Blutdruck, verursachen Ödeme und senken den SVR (Huether & McCance, 2017). Es können auch andere Symptome auftreten, die sich jedoch von Person zu Person unterscheiden. Das Einsetzen des Schocks und sein Fortschreiten können aufgrund der hohen Blutpermeabilität und der erweiterten Blutgefäße schnell erfolgen. Die Geschwindigkeit der Reaktion wird durch Histamine ausgelöst, die über das Blut in jeden Teil des Körpers gelangen.

Überweisung und Behandlung

Die Behandlung eines anaphylaktischen Schocks ist Standard, wobei die meisten Fälle durch die Verabreichung von Epinephrin gelöst werden können (Jacobsen & Gratton, 2011). Die Diagnose kann jedoch aufgrund des schnellen Verlaufs und der Vielfalt der Symptome schwierig sein. Patienten, die sich ihrer allergischen Reaktionen bewusst sind, können eine solch intensive Reaktion vermeiden, indem sie die verschriebenen Medikamente einnehmen und keinen Kontakt mit Reizstoffen haben. Ihre Allergien können unter ambulanten Bedingungen behandelt werden, wenn sie oder die Einrichtung Zugang zu Epinephrin haben. Wenn die Person keine Allergien in der Anamnese hat und schwere Symptome wie Gefäßerweiterung, Kurzatmigkeit, Hypoperfusion oder Nesselsucht aufweist, sollte sie an den Notdienst überwiesen werden. Die Reaktion dieser Personen ist nicht gut genug dokumentiert, um sie mit Nicht-Notfalllösungen zu behandeln. Daher sollten alle Anzeichen von Anaphylaxie sofort von Spezialisten behandelt werden.

Patienten-Faktoren

Der Verlauf eines anaphylaktischen Schocks ist bei jedem Menschen anders. So können Kinder zum Beispiel stärkere allergische Reaktionen auf Lebensmittel zeigen als Erwachsene, wie Nocerino, Leone, Cosenza und Canani (2015) erwähnen. Ein weiterer Grund für die Entwicklung eines Schocks ist der niedrige Vitamin-D-Spiegel (Nocerino et al., 2015). Der Körper von Kindern kann akuter auf Reizstoffe reagieren, die mit Lebensmitteln in Verbindung stehen, auch wenn sie diese Produkte nicht verzehren, sondern deren Dämpfe einatmen. Darüber hinaus besteht bei bestimmten ethnischen Gruppen, wie z. B. Indern und Mittelmeervölkern, ein höheres Risiko, eine Allergie gegen jodhaltige Radiokontrastmittel zu entwickeln (Kim et al., 2014). In dieser Studie wird auch ein höheres Alter als Risikofaktor angesehen, der den Schweregrad des anaphylaktischen Schocks erhöht.

Schlussfolgerung

Ein anaphylaktischer Schock kann sich auf unterschiedliche Weise äußern, ist aber ein ernster Zustand, der schnell behandelt werden sollte. Er wirkt sich auf mehrere Systeme aus, schränkt die Atmung ein, erhöht die Blutdurchlässigkeit und senkt den Blutdruck. Kinder, ältere Menschen und Menschen verschiedener Ethnien können stark auf Reizstoffe reagieren. Patienten, bei denen in der Vergangenheit keine allergischen Reaktionen aufgetreten sind oder bei denen die Symptome schnell fortschreiten, sollten in die Notaufnahme überwiesen werden. Wenn eine Person darauf vorbereitet ist, eine Anaphylaxie mit Medikamenten zu behandeln, kann sie ambulant behandelt werden.

Referenzen

Hammer, G. G., & McPhee, S. (2014). Pathophysiology of disease: An introduction to clinical medicine (7th ed.) New York, NY: McGraw-Hill Education.

Huether, S. E., & McCance, K. L. (2017). Pathophysiologie verstehen (6. Aufl.). St. Louis, MO: Mosby.

Jacobsen, R. C., & Gratton, M. C. (2011). Ein Fall von unerkanntem prähospitalem anaphylaktischem Schock. Prehospital Emergency Care, 15(1), 61-66.

Kim, M. H., Lee, S. Y., Lee, S. E., Yang, M. S., Jung, J. W., Park, C. M.,… Kang, H. R. (2014). Anaphylaxie auf jodhaltige Kontrastmittel: Clinical characteristics related with development of anaphylactic shock. PLoS One, 9(6), e100154.

Nocerino, R., Leone, L., Cosenza, L., & Canani, R. B. (2015). Steigende Rate von Krankenhauseinweisungen wegen lebensmittelbedingter Anaphylaxie bei italienischen Kindern: An analysis of the Italian Ministry of Health database. Journal of Allergy and Clinical Immunology, 135(3), 833-835.