Nahoststudien in Fromkins Ein Frieden, der allen Frieden beendet Essay

Words: 578
Topic: Geschichte

Der Autor des Buches “a peace to end all peace” (Ein Frieden, um allen Frieden zu beenden) legt den Beitrag der europäischen Nationen zu den Unruhen und der Unbeständigkeit im Nahen Osten dar. Der Autor bewertet die Entscheidungen der europäischen Nationen, insbesondere Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands, nach dem Ersten Weltkrieg und ihre Auswirkungen auf die Situation im Nahen Osten.

Er ist der Meinung, dass diese Entscheidungen voller Fehler, Fehlkalkulationen, Missverständnisse und Unzulänglichkeiten waren. Die Konsequenz dieser Entscheidungen ist der Nahe Osten zu seiner Zeit, der sich offensichtlich nicht wesentlich von dem der Gegenwart unterscheidet. Zu diesen Entscheidungen gehörten die Beiträge der Politiker, die Gründung des Arabischen Büros, die Versprechungen an die Araber und die Verbündeten. Er bewertet auch die Auswirkungen der britischen Niederlage auf die Zukunft der Region.

Während des Krieges oblag die Urteilsfindung den verschiedenen Offizieren mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Dazu gehörten auch Zivilisten, die sich durch die Politik das Vertrauen erworben hatten, solche Entscheidungen zu treffen, wie Churchill. Andere hatten ihre Position durch lange Militärdienstzeiten erlangt.

Diese Personengruppen hatten unterschiedliche Anreize, um zu Entscheidungen zu gelangen. Als sich beispielsweise der Krieg in Gallipoli als gescheitert erwies, weigerte sich der Politiker Churchill, diese Tatsache anzuerkennen, weil er sich die Niederlage nicht eingestehen konnte, und der Offizier Kitchener weigerte sich, die Niederlage zu akzeptieren, weil sie eine Katastrophe für den Ruf der britischen Armee darstellte (Fromkin 159 & 165). Diese unterschiedlichen Motive der verschiedenen Personen, die an den Entscheidungen beteiligt waren, trugen zu deren Unwirksamkeit bei.

Außerdem blieben nach dem Rücktritt von Fisher, dem obersten Befehlshaber, die Absichten der anderen Mitglieder des Admiralitätsrates im Verborgenen, was zu einer Zeit der Spekulationen führte (160). Nachdem es den Oppositionsparteien gelungen war, Churchill aus der Regierung zu drängen, waren ihre Absichten ungenau, da sie keine klare Vorstellung von der Situation auf den Schlachtfeldern hatten (163).

In seiner Beschreibung des Krieges betrachtet der Autor den Gallipoli-Krieg als entscheidend für den Fortgang der Ereignisse im Nahen Osten. Der Krieg war für beide Parteien, insbesondere für die Briten, von Bedeutung, weil er die Pattsituation beendet hätte. Die Niederlage einer modernen europäischen Armee gegen eine rückständige asiatische Armee bedeutete jedoch eine fehlende Lösung und eine Verschlimmerung der Situation (Fromkin 166).

Sykes war für die Überwachung der Aufnahme von Arabern in den Pool der britischen Verbündeten zuständig. Die besagte Person beriet sich mit einer Vielzahl von Personen über Angelegenheiten, die Araber betrafen. Diese Personen hatten unterschiedliche Motive, und Sykes ließ bei der Entscheidung, was wahr und echt und was unwahr war, kein Ermessen walten.

Es fehlte an einer zentralen Politik in diesen Fragen: Unterschiedliche Beamte arbeiteten in Unkenntnis dessen, was andere taten, und vertraten sich oft gegenseitig (170). Die den Arabern gemachten Versprechungen waren nicht kohärent und konnten leicht missverstanden werden. So führten beispielsweise die Versprechen an Emir Hussein dazu, dass dieser in einem Brief das Königreich forderte; solche Verwirrungen hätten nicht zu sinnvollen Lösungen für die Probleme im Osten geführt (174).

Der letzte Faktor, der in diesem Teil des Buches den Beitrag des Westens zur Situation im Nahen Osten zeigt, ist die Niederlage der Briten in der Schlacht am Tigris. Die Briten hatten bereits in Gallipoli verloren, und weitere Verluste machten die Sache nicht besser. Die Armee sah sich einem unwegsamen Gelände ohne Infrastruktur gegenüber. Ihre Vorräte gingen zur Neige, und sie erlitten eine Niederlage. Ihre Stellung und ihr Einfluss im Osten wurden erneut in Frage gestellt (202).

Zitierte Werke

Fromkin, David. A Peace to end all peace. New York: Henry Holt and Company, 2001. Drucken.