Kartellrechtliche Ansprüche von Netscape Communication gegen Microsoft im Jahr 2002 im Namen von AOL Opinion Essay

Words: 732
Topic: Fallstudie

Einführung

Wenn ein Unternehmen eine Monopolstellung auf dem Markt innehat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass gleichwertige Konkurrenten in der Branche Kartellklagen erheben. Bei monopolistischen Verhaltensweisen kaufen die Kunden trotz der hohen Preise weiterhin Produkte des Unternehmens. Die Verkäufer nutzen in einem solchen Fall das Monopol aus, um ihre Gewinne und Marktanteile zu erhöhen.

In der Geschäftswelt ist Wettbewerb nur dann erlaubt, wenn es darum geht, dem Unternehmen Erfolg zu bringen, und wenn er dem Wettbewerber einen Vorteil verschafft (Mallor, Barnes, Bowers, & Langvardt, 2010, S. 214). Das Unternehmen Microsoft ist für seine wettbewerbsfeindlichen Praktiken bekannt (Economides, 2001, S. 11).

In diesem Beitrag werden meine Meinung sowie Fakten zu den kartellrechtlichen Klagen dargelegt, die Netscape Communication 2002 im Namen von AOL gegen Microsoft eingereicht hat. Ich behaupte, dass die Klagen berechtigt waren und nicht, wie manche glauben, eine reine Wettbewerbsstrategie für den Erfolg waren.

Diskussion

In der von Netscape Communication für AOL, einer amerikanischen Online-Internet-Abteilung, gegen Microsoft eingereichten Klage wurde behauptet, dass Microsoft der Netscape Communications Corporation erheblichen Schaden zugefügt habe. Die wettbewerbsfeindlichen Praktiken von Microsoft hätten den Wettbewerb auf dem Markt für Webbrowser beeinträchtigt. Dies veranlasste das US-Bezirksgericht, sich einzuschalten, damit Microsoft die Schäden ausgleicht und somit den Wettbewerb auf dem Markt für Betriebssysteme fördert (Economides, 2001, S. 4-7).

Aus den kartellrechtlichen Klagen gegen Microsoft schließe ich, dass Microsoft wettbewerbswidrige Praktiken angewandt hat, um den Markt für Browser zu kontrollieren. Die Bündelung der Webbrowser-Software (Internet Explorer) mit dem Betriebssystem (Microsoft Windows) zeigt, dass Microsoft seine Monopolmacht ausnutzte, um den Verkauf des Betriebssystems und des Webbrowsers zu kontrollieren. Es wird behauptet, dass Microsoft die beiden Programme zusammen bündelt, um auf dem Browsermarkt Vorteile zu erlangen.

Auf diese Weise würde jeder Windows-Benutzer auch den Internet Explorer auf sein Windows kopieren. Dies geht aus den Urteilen der US-Richter hervor, die feststellten, dass diese Praxis den Markt stark beeinträchtigen und damit konkurrierende Webbrowser – wie den Netscape Communicator – benachteiligen würde.

Als Microsoft der Zusammenarbeit mit AOL zustimmte, bestand das Ziel vielmehr darin, seinen Marktanteil zu vergrößern, so dass die kartellrechtliche Klage berechtigt war. Die Analyse des Falles zeigt, dass Microsoft mit seiner Zustimmung zu einer Zusammenarbeit mit AOL in das Marktsegment von AOL eindringen wollte. Der Grund dafür ist, dass AOL weltweit über 32 Millionen Abonnenten hat. Die Zusammenarbeit würde daher eine Plattform für den Zugang von Microsoft zu den Zielgruppen bilden.

Abgesehen von den Zahlungen für kartellrechtliche Ansprüche, die AOL von Microsoft erhielt, erhielt es auch eine nicht exklusive Lizenz für die Windows Media Software von Microsoft (Economides, 2001, S. 4-6). Dies bedeutete auch eine Zusammenarbeit beim Softwarevertrieb und bei den digitalen Medien zwischen den beiden Branchenriesen.

Microsoft hat wettbewerbswidrige Praktiken angewandt, um sein Softwaremonopol auszuweiten. Obwohl Microsoft behauptete, der Internet Explorer und Microsoft Windows seien untrennbar miteinander verbunden, handelte es sich bei den beiden Browsern um separate Produkte, die nicht zusammen funktionieren mussten. Andere Versionen des Internet Explorers wären alternativ auch unter Mac OS zu finden.

Mit anderen Worten: Microsoft versuchte, den Markt für Webbrowser auszuschalten. Mehr noch, die Vermarktung und Entwicklung von Windows würde aus den Gewinnen anderer, nicht miteinander verbundener Sektoren stammen, was zu unlauterem Wettbewerb und Missbrauch von Monopolmacht führen würde (Mallor, Barnes, Bowers, & Langvardt, 2010, S. 214-216).

Durch solche wettbewerbswidrigen Praktiken würde Microsoft auf Kosten seiner Konkurrenten auf dem Markt viel Geld verdienen. Wettbewerbswidrige Praktiken treten meist dann auf, wenn ein Unternehmen über eine erhebliche Marktmacht verfügt (Mallor, Barnes, Bowers, & Langvardt, 2010, S. 214), wie es bei Microsoft der Fall ist.

Aus diesem Fall geht klar hervor, dass die Unternehmen begannen, sich über andere Softwareanwendungen wie Suchmaschinen und Lesezeichen im Internet Explorer ein großes Publikum zu erschließen (Mallor, Barnes, Bowers, & Langvardt, 2010, S. 214), so dass die Interoperabilität bei Instant Messaging als bloße Diskussion und nicht als technologischer Fahrplan kritisiert werden kann.

Schlussfolgerung

Amerikanische Unternehmen müssen darauf hinarbeiten, monopolistische Praktiken, wie sie in der jüngsten Vergangenheit zu beobachten waren, zu vermeiden. Dies liegt daran, dass ein gesunder Wettbewerb auf dem Markt dem Wohl der Verbraucher dient. Wettbewerbsfeindliche Praktiken kommen einzelnen Unternehmen zugute und wirken sich negativ auf die Gesamtwirtschaft aus (Economides, 2001, S. 13-14). Das Eingreifen der US-Regierung sollte den “unfairen” Vorteil des freien Marktes durch Zwang beenden.

Referenzliste

Economides, N. (2001). Der Kartellrechtsfall Microsoft. Web.

Mallor, J.P., Barnes, A.J., Bowers, T., & Langvardt, A.W. (2010). Business Law: The ethical, global, and ecommerce environment (14th Ed.). New York: Irwin/McGraw Hill. Web.