Kartellgesetzgebung und Wettbewerbsgesetze Forschungspapier

Words: 416
Topic: Recht

Kartellgesetze sind als “Wettbewerbsgesetze” bekannt; sie werden von der Regierung geschaffen, um die Verbraucher vor schädlichen und unlauteren Geschäftspraktiken zu schützen und einen ehrlichen Wettbewerb zwischen Unternehmen herzustellen (Bynum, 2017). Kartellgesetze bekämpfen Marktzutrittsschranken wie Preisabsprachen und die Monopolisierung von Ressourcen, die den Wettbewerb in den Branchen abwürgen, indem sie neue Unternehmen daran hindern, in die Bereiche einzutreten, und den Wettbewerb diversifizieren, was den Respekt für die Verbraucher fördert.

Einige der bekannten Kartellgesetze in den Vereinigten Staaten sind das Sherman-Kartellgesetz und das Clayton-Kartellgesetz. Letzteres war das erste Gesetz in der Geschichte der USA, das monopolistische und räuberische Geschäftspraktiken verbot; es wurde 1890 unterzeichnet und konzentrierte sich auf die Verhinderung von Kartellpraktiken, die den Wettbewerb in mehreren Branchen ausschalteten und es den Kartellanten ermöglichten, Ressourcen und Einnahmen zu monopolisieren (“Sherman Anti-Trust Act (1890)”, n.d.). Das Clayton-Gesetz wurde einige Jahrzehnte später als Änderung des Sherman-Gesetzes unterzeichnet; es richtete sich speziell gegen Praktiken wie Preisdiskriminierung und Preisfestsetzung (“Clayton Antitrust Act”, 2017).

Die letztgenannten Marktzutrittsschranken gehören zu den bedeutendsten, und es gibt in der modernen Wirtschaft immer noch Fälle, in denen gegen sie verstoßen wird. Ein Beispiel ist der Fall von AT&T, dem vorgeworfen wurde, die Telekommunikationsbranche zu monopolisieren, indem es die Ressourcen übernahm und sich auf Standorte ausbreitete, an denen sein Markenimage und seine Größenvorteile als Hindernisse für neue Marktteilnehmer dienten; das Unternehmen behauptete, das sogenannte “natürliche Monopol” zu sein – der einzige Eigentümer von Ressourcen in der Branche; das Gericht entschied jedoch, dass AT&T in mehrere kleinere Unternehmen aufgeteilt werden sollte, die in separaten geografischen Märkten tätig sind (“Infamous antitrust cases”, 2017).

Auf der Grundlage des Sherman Act hat der Oberste Gerichtshof viele Fälle entschieden. In der Rechtssache Leegin Creative Leather Products, Inc. gegen PSKS, Inc. entschied der Oberste Gerichtshof, dass es nicht per se rechtswidrig ist, wenn Hersteller einen Mindestwiederverkaufspreis festlegen, den die Händler für ihre Produkte ändern müssen (“Supreme Court antitrust rulings”, 2017). Dieser Fall war ein überholter Präzedenzfall aus dem Jahr 1911 (Dr. Miles Medical Co. gegen John D. Park & Sons Co.), in dem eine solche Praxis als per se rechtswidrig eingestuft wurde (“Supreme Court Antitrust Rulings”, 2017). Dem jüngsten Urteil zufolge könnte die Preisfestsetzung für Wiederverkäufer jedoch den Wettbewerb fördern und den Händlern helfen, ihre Gewinnspannen zu schützen. Auf diese Weise werden Preisabsprachen nur dann als illegal angesehen, wenn sie wettbewerbswidrig sind.

Referenzen

Bynum, J. (2017). Was ist ein Kartellgesetz?

Clayton-Kartellgesetz. (2017).

Berühmte Kartellrechtsfälle. (2017).

Sherman-Kartellgesetz (1890). (n.d.).

Urteile des Obersten Gerichtshofs zum Kartellrecht. (2017).