Fallstudie zur organisierten Kriminalität auf dem Balkan

Words: 598
Topic: Kriminologie

Problemdefinition

Die organisierte Kriminalität wird nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt zu einem wichtigen Thema. Abadinsky (2016) definiert das organisierte Verbrechen als “eine Kategorie transnationaler, nationaler oder lokaler Gruppierungen von stark zentralisierten Unternehmen, die von Kriminellen geführt werden, die illegale Aktivitäten, meist mit dem Ziel von Geld und Profit, durchführen” (56). Diese Unternehmen werden oft als Syndikate geführt, die mit brutaler Gewalt gegen alle Personen oder Behörden vorgehen, die sie als Bedrohung für ihre Geschäfte ansehen.

Der Balkan umfasst Länder in Mitteleuropa, die zum Mittelmeer hin verlaufen (Benedek, 2010). Dazu gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Mazedonien, Montenegro, Rumänien, Serbien und Slowenien. Bei der organisierten Kriminalität auf dem Balkan handelt es sich um stark zentralisierte illegale Wirtschaftsunternehmen, die auf lokaler, nationaler oder internationaler Ebene von Kriminellen betrieben werden, deren Hauptinteresse darin besteht, mit illegalen Mitteln schnelle wirtschaftliche Gewinne zu erzielen (Arsovska, 2015).

Die organisierte Kriminalität auf dem Balkan lässt sich in verschiedene Kategorien einteilen. Im Folgenden sind die wichtigsten Kategorien der organisierten Kriminalität auf dem Balkan aufgeführt, die viele Länder, darunter auch die Vereinigten Staaten, betreffen.

Der Drogenhandel ist nach wie vor eine der wichtigsten Formen der organisierten Kriminalität in den Balkanländern. Laut Arsovska (2015) schmuggeln diese syndizierten Gruppen häufig Drogen aus Südamerika, Mitteleuropa und Teilen Afrikas nach Nordamerika und Westeuropa. Die Effizienz und das Maß an Koordination, mit dem das Drogengeschäft betrieben wird, machen es schwierig, diese Unternehmen aufzuspüren und von den multinationalen Behörden zu zerschlagen, was das Land verwundbar macht.

Diese Drogenhändler haben das Sicherheitsgefüge vieler Länder auf der ganzen Welt infiltriert, was es fast unmöglich macht, ihre Aktivitäten zu verfolgen. Abadinsky (2016) sagt, dass diese Drogenhändler ihre Agenten in den wichtigsten Sicherheitsbehörden in Europa, Asien, Afrika und Amerika haben. Sie wissen, wann sie verfolgt werden und wie sie den von den Behörden eingerichteten Schleppnetzen entkommen können. In den Vereinigten Staaten versucht die Regierung immer noch, wirksame Wege zu finden, um mit diesem Problem umzugehen.

Der Menschenhandel wird in vielen Ländern der Welt zu einem großen Problem. Frauen aus Asien, Südamerika und weniger entwickelten europäischen Ländern werden oft entführt und in die Vereinigten Staaten und nach Westeuropa verschleppt, wo sie als Sexsklaven arbeiten. Die meisten von ihnen werden in diese Form der Sklaverei gelockt, indem ihnen lukrative Beschäftigungsmöglichkeiten versprochen werden, und merken erst, wenn es zu spät ist, dass sie in die Sklaverei geschickt wurden. Die Bekämpfung dieser Form der Kriminalität ist ein Problem, weil die Opfer oft nicht wissen, dass sie in die Sklaverei geschickt werden.

Der Handel mit Schmuggelware ist ebenfalls eine Form der Balkankriminalität, gegen die die Regierung der Vereinigten Staaten in jüngster Zeit vorzugehen versucht. Diese Kriminellen nutzen die durchlässigen Grenzen und Sicherheitslücken aus, um minderwertige Waren ins Land zu schmuggeln. Manchmal gelingt es diesen Kriminellen, ihre Waren ins Land zu schmuggeln, ohne die erforderlichen Abgaben zu entrichten.

Diese organisierten Straftaten schaden oft direkt der Wirtschaft des Landes. Wenn beispielsweise keine Steuern gezahlt werden, entgehen dem Land die Einnahmen, die es braucht, um seine Geschäfte normal abwickeln zu können. Andere Straftaten wie Drogen- und Menschenhandel schaden den einzelnen Bürgern des Landes, insbesondere wenn die Einheimischen diesen kriminellen Banden zum Opfer fallen. Die Regierung sollte daher einen Weg finden, mit anderen Nationen zusammenzuarbeiten, um dieses Verbrechen zu bekämpfen. Sie kann Unternehmen sanktionieren, deren Einnahmequelle nicht klar ist.

Referenzen

Benedek, W. (2010). Transnationaler Terrorismus, organisierte Kriminalität und Friedenskonsolidierung: Menschliche Sicherheit auf dem westlichen Balkan. Basingstoke, U.K.: Palgrave Macmillan.

Abadinsky, H. (2016). Organisierte Kriminalität. Basingstoke, England: Palgrave Macmillan Publishers.

Arsovska, J. (2015). Decoding Albanian organized crime: Culture, Politics, and Globalization. Hoboken, NJ: Wiley & Sons.