Essay über antisoziale Persönlichkeitsstörung

Words: 607
Topic: Kriminologie

Diese Störung wird als Achse-II-Störung eingestuft. Es handelt sich um eine häufige Persönlichkeitsstörung, die die Betroffenen manchmal zu kriminellen Handlungen verleitet (Davison, 2002). Diese Störung führt zu ständiger Missachtung und Verletzung der Rechte anderer Menschen. Diese Störung entwickelt sich in der Kindheit oder Jugend und manifestiert sich mit zunehmender Intensität, wenn eine Person erwachsen wird.

Personen, die unter dieser Störung leiden, haben kein Bewusstsein. Darüber hinaus kommt es gelegentlich zu aggressivem und impulsivem Verhalten, das schließlich zu einer Vorgeschichte mit rechtlichen Problemen und kriminellen Aktivitäten führen kann. Die Störung wird manchmal auch als dissoziale Persönlichkeitsstörung bezeichnet (Blair, 2001).

Personen, bei denen diese Störung diagnostiziert wird, weisen oft eine ganze Reihe von Merkmalen auf. Eine Person kann alle oder einige dieser Merkmale aufweisen. Zu den gemeinsamen Merkmalen gehören mangelnde Rücksichtnahme darauf, wie andere von den negativen Verhaltensmustern betroffen sind, vermehrte Fälle von Verantwortungslosigkeit und die Nichteinhaltung sozialer Normen, Verpflichtungen und Regeln (Blair, 2001).

Außerdem sind solche Menschen nicht in der Lage, eine Beziehung aufrechtzuerhalten, sie können Ärger und Gewalt nicht ertragen. Sie lernen auch nicht aus den Erfahrungen der Vergangenheit. Außerdem geben solche Menschen anderen die Schuld für die Probleme, die ihnen im Leben begegnen.

Die Diagnose dieser Störung kann gestellt werden, wenn eine Person über 18 Jahre alt ist. Dies geschieht, weil die meisten dieser Personen die Symptome der Krankheit bereits im Alter von über 15 Jahren zeigen (Blair, 2003).

Das Merkmal dieser Störung wird manchmal mit anderen Persönlichkeitsstörungen wie Angst-, Depressions-, Somatisierungs- und histrionischen Persönlichkeitsstörungen verwechselt (Blair, 2001). Es wird jedoch angenommen, dass diese Störung familiär bedingt ist und daher die Genetik eine wichtige Rolle bei der Prävalenz der Störung spielt (Blair, 2003).

Das Umfeld ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, der bestimmt, wie sich die antisoziale Persönlichkeitsstörung auf das Leben einer Person auswirkt. Die familiären Beziehungen werden als ein wichtiger Auslöser für das Auftreten der Störung angesehen. In diesem Fall ahmen Kinder antisoziale Verhaltensweisen ihrer Eltern nach.

Darüber hinaus sind traumatische Erfahrungen in den frühen Stadien der menschlichen Entwicklung ebenfalls ein wichtiger Auslöser für diese Störung. Wissenschaftliche Studien bringen die Auslösung einer abnormalen Entwicklung mit einem Kindheitstrauma in Verbindung (Blair, 2003).

Die antisoziale Persönlichkeitsstörung (ASPD) ist eine der kompliziertesten Störungen, wenn es um Behandlung und Management geht. In den meisten Fällen stimmen solche Personen zwar zu oder verpflichten sich, sich zu ändern, ändern sich dann aber doch nicht, da es sehr schwierig ist, solche Personen zu motivieren (Blair, 2003).

Es wurden mehrere Einrichtungen geschaffen, um diesen Personen ein günstiges Umfeld für die erforderliche Verhaltensänderung zu bieten. Auch eine stationäre Therapie hat sich als wirksames Mittel zur Bekämpfung von ASPD erwiesen.

Da Persönlichkeitsstörungen einfach psychische Störungen sind, wird diese Störung klinisch als psychische Störung diagnostiziert. Daher werden die üblichen Medikamente, die für die Behandlung von psychischen Störungen zur Verfügung stehen, bei der Behandlung dieser Störungen eingesetzt (Davison, 2002).

Menschen, die unter ASPD leiden, gehen in den meisten Fällen kriminellen Aktivitäten nach (Blair, 2001). Kriminelle Handlungen werden bei Personen beobachtet, die dieses Problem im Jugendalter oder in der frühen Kindheit entwickeln. Solche Personen interagieren oft nur minimal mit anderen.

Das treibt sie dazu, sich nur mit dem zu beschäftigen, was sie selbst betrifft. Diese Menschen sind auch gewalttätig und kümmern sich nicht darum, ob ihre Handlungen andere beeinträchtigen. Drogenmissbrauch neigt dazu, diese Störung zu verstärken und macht diese Menschen daher potenziell gefährlich.

Referenzen

Blair, R. J. R. (2001). Neurokognitive Modelle der Aggression, der antisozialen Persönlichkeitsstörungen und der Psychopathie. J Neurol Neurosurg Psychiatry 71(6), 727-73.

Blair, R. J. R. (2003). Neurobiologische Grundlagen der Psychopathie. The British Journal of Psychiatry 182, 5-7.

Davison, S. E. (2002). Grundsätze für den Umgang mit Patienten mit Persönlichkeitsstörungen. Advances in Psychiatric Treatment 8(3), 1-9.