Die Überbelegung der amerikanischen Gefängnisse und ihre Zukunft Dissertation

Words: 613
Topic: Recht

Das Problem der Überbelegung von Gefängnissen wurde vor nicht allzu
langer Zeit aufgrund der steigenden Zahl von Straftaten und Straftätern relevant. Dennoch sieht die derzeitige Regierungsstrategie nicht die vollen Grenzen der überfüllten Gefängnisse vor und sieht sich erhöhten Kosten und einem Mangel an Gefängnispersonal ausgesetzt (Gaines, 2014). Perspektivisch gesehen ist die Frage einer erhöhten Zahl von Insassen ein landesweites Moment der Reflexion.

Auch wenn die Komplexität des Problems zu groß ist, könnten mehrere Dinge gegen die Überfüllung der Gefängnisse unternommen werden. Erstens könnten weniger Personen wegen Straftaten im Zusammenhang mit Drogen in Gefängnisse eingewiesen werden. Außerdem könnte man Straftätern im Zusammenhang mit Drogen kürzere Haftstrafen gewähren (Goodstein & MacKenzie, 2012). Über diese Entscheidung lässt sich streiten, aber in der Theorie sehen die Perspektiven vielversprechend aus. Dieser Ansatz würde es der Regierung ermöglichen, die Gefängniskosten um etwa 2,5 Milliarden Dollar zu senken und die Überbelegung in den nächsten zehn Jahren zu reduzieren. Eine weitere Möglichkeit, die Überfüllung der Gefängnisse zu bekämpfen, besteht darin, den Richtern mehr Möglichkeiten bei der Strafzumessung zu geben. Mit anderen Worten: Die Richter können ihre Urteile flexibel gestalten (Goodstein & MacKenzie, 2012). Theoretisch könnte die Regierung auf diese Weise die Zahl der Insassen um etwa 100.000 verringern.

Was die Zukunft der Gefängnisse in den Vereinigten Staaten angeht, so tendieren sie eher zu einer Mischung aus Gefängnis und Problemlösungszentrum. Dies spiegelt sich in der Organisation spezieller Bewährungsdienste wider. In Zukunft werden sich die Gefängnisse in Bewährungszentren verwandeln. Das Hauptziel hinter dieser Entscheidung könnte der Wunsch der Regierung sein, die US-Bürger zu schützen und den Rückfall der Kriminalitätsrate zu unterstützen (Raphael & Stoll, 2013). Die Gefängnisse werden zu einer Art Rehabilitationsprogramm und nicht zu einer Strafvollzugseinrichtung. Natürlich werden die Insassen weiterhin inhaftiert und überwacht, aber die Einstellung der Regierung zu diesem Problem wird sich ändern. Künftig werden die Gefängnisse “Dienstleistungen” anbieten, die sich an den persönlichen Merkmalen der Insassen und ihrem Fallfortschritt orientieren. Diese Veränderungen in der Wahrnehmung des Gefängnisses und seiner Gestaltung werden von der Gemeinschaft mit Spannung erwartet und sollen das Wohlbefinden der Insassen verbessern und die Kriminalitätsrate senken (Raphael & Stoll, 2013). Daher ist es logisch anzunehmen, dass der Schwerpunkt eines solchen Programms nicht auf Bestrafung, sondern auf Behandlung liegt. Die Insassen werden unterstützt, und von der Regierung wird erwartet, dass sie alle notwendige Hilfe leistet. Dieser Ansatz kann als Strategie zur Strafmilderung betrachtet werden, seine Wirksamkeit muss jedoch noch nachgewiesen werden.

In Anbetracht der oben erwähnten Informationen wäre es ziemlich vernünftig anzunehmen, dass der Staat dafür verantwortlich ist, den Insassen eine spezielle Ausbildung zukommen zu lassen (Goodstein & MacKenzie, 2012). Diese Annahme basiert auf der Perspektive, die Gefängnisse in Rehabilitationseinrichtungen umzugestalten, anstatt sie als Orte für die Inhaftierung von Straftätern zu belassen. Trotz der Einführung von Resozialisierungstechniken und -praktiken scheint dieser Ansatz für beide Parteien (die Regierung und die Insassen) profitabel zu sein und wird die Kosten erheblich senken (Raphael & Stoll, 2013). Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Regierung die Häftlingsarbeit als gewinnbringende Industrie zulassen sollte, da sie ein effektiver Weg ist, um den Häftlingen wichtige berufliche Fähigkeiten zu vermitteln und ihnen zu helfen, sich an das soziale Leben anzupassen, wenn sie aus dem Gefängnis entlassen werden.

Referenzen

Gaines, L. K. (2014). Innere Sicherheit: A new criminal justice mandate. In S. L. Mallicoat & C. L. Gardiner (Eds.), Criminal justice policy (pp. 67-87). Thousand Oaks, CA: Sage Publications.

Goodstein, L., & MacKenzie, D. (2012). The American prison issues in research and policy. New York, NY: Springer.

Marion, N. E., & Oliver, W. M. (2012). The public policy of crime and criminal justice (2nd ed.). Upper Saddle River, NJ: Prentice Hall.

Raphael, S., & Stoll, M. A. (2013). Warum sind so viele Amerikaner im Gefängnis? Thousand Oaks, CA: Sage Publications.