Die Macht der Werbespots oder Anzeigen im amerikanischen Rundfunkbericht (Bewertung)

Words: 592
Topic: Unterhaltung und Medien

Es ist eine äußerst frustrierende Tatsache, dass einige Werbespots oder Anzeigen im amerikanischen Rundfunk die Menschen dazu bringen, sich betören zu lassen und einfach alles zu kaufen. Die Kampagne “America Runs on Dunkin” kann mit Fug und Recht als nationale Beleidigung bezeichnet werden, wenn man die wahre Bedeutung dahinter versteht. In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es Dunkin Donuts’ Produkte seit Mitte des letzten Jahrhunderts. Obwohl das Unternehmen seit langem als amerikanisches Merkmal bekannt ist, rühmt es sich heute der äußerst unerhörten Tatsache, Anti-Werbung zu betreiben. Die Anti-Werbung charakterisiert nämlich das amerikanische Volk – mit all seiner Vielfalt – als eine ignorante Nation.

Es ist schwer zu glauben, dass ein durchschnittlicher Amerikaner, der seit Jahren in diesem Staat lebt und früher die guten alten Werbespots des Unternehmens gesehen hat, wie z. B. “Time to make the donuts” (Zeit, die Donuts zu machen), sich der Verschwendung seines Geldes hingeben wird, nur weil das Unternehmen vermittelt, dass ganz Amerika das tut, und dies zu einer allgemeinen amerikanischen Gewohnheit wurde. Um genauer zu sein, muss man hier das Beispiel der “Autopilot”-Kampagne anführen. Sie schlägt vor, zu Beginn des Tages zunächst einen Kaffee zu kaufen oder in den Laden zu gehen, bevor man etwas anderes tut. Warum also gilt es als das Beste, was man am Morgen tun kann? Wer sagt denn, dass man ein stolzer Amerikaner ist, wenn man sich ins Auto setzt und zur nächsten Dunkin-Filiale fährt? Es ist eindeutig so, dass die Amerikaner nicht viel Wert darauf legen, was sie mit ihren Ersparnissen und darüber hinaus mit ihrem Leben machen. Dies zwingt leider zu der Schlussfolgerung, dass die USA von Unternehmen regiert werden.

Ein weiterer Werbespot, der kontroverse Gefühle in Bezug auf die Vielfalt und die geistigen Fähigkeiten der Amerikaner auslöste, ist die Kampagne über “Fritalian”. Ist es nicht die traurigste Sache der Welt, wenn das führende Fast-Food-Unternehmen auf dem amerikanischen Markt behauptet, dass Amerikaner nicht in der Lage sind, “Worte zu bilden”? Dabei ist zu bedenken, dass die USA das reichste Land sind, was die Vielfalt der Bevölkerung angeht. Dies ist ein echter Anti-Werbespot für diejenigen, die daran festhalten und es für selbstverständlich halten. Außerdem wird diese Tatsache noch peinlicher, wenn wir uns klarmachen, dass “Unternehmen die USA regieren”, denn auf diese Weise wird das Ausmaß der schrecklichen Unwissenheit noch größer und es entsteht ein neues Bild von den Amerikanern – ein falsches.

In der Anti-Werbung heißt es, dass hochkalorische Produkte wie “White Hot Chocolate” – eine neue Geschmacksrichtung – uns stolz machen, Amerikaner zu sein. Ist das wirklich so? Was verbirgt sich dahinter? Vielleicht sind es die Fettleibigkeit Amerikas und die damit zusammenhängenden Krankheiten, die uns wirklich dazu zwingen sollten, die Augen zu öffnen, während die Unternehmen uns anbieten, per Autopilot zum nächsten Dunkin’ Donut Store zu fahren, wo weder Grammatik noch Kultur eine Rolle spielen. Daher ist es notwendig zu erwähnen, dass die Unternehmen die Nation respektieren müssen, anstatt Anti-Werbung zu veröffentlichen, in der Hoffnung, dass die Menschen nicht in der Lage sind, die versteckten Motive zu verstehen.

Abschließend ist es wichtig, dass die Amerikaner sich nicht von dem Slogan “America runs on Dunkin” täuschen lassen, denn es ist genau andersherum: Dunkin läuft auf Amerika, in der Tat. Der richtige Weg, mit dem Problem umzugehen, besteht darin, entweder zu den alten Slogans zurückzukehren oder neue zu erfinden, die weniger beleidigend sind, da die Käufer, auf die das Unternehmen abzielt, die Arbeiterklasse sind. Es ist also wichtig, die Nation nicht zu demütigen, denn sie ist es, die Dunkin’ Donuts hilft, zu sagen: “America runs on Dunkin'”.