Die Analyse der Gemälde “Kraniche” in der Edo-Zeit Essay

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Topic: Gemälde

Die untersuchten Gemälde, Kraniche, stammen aus der Edo-Periode, der Zeit der humanistischen und rationalen Entwicklung. In dieser Zeit war eine deutliche Verlagerung von religiösen Themen zu weltlichen Motiven zu beobachten. Elemente der Natur und der klassischen Bilddarstellung gehörten ebenfalls zu den herausragenden Merkmalen dieser Zeit.

Trotz des Säkularismus und der Vorherrschaft weltlicher Elemente enthalten die Gemälde auch einige religiöse Tendenzen, insbesondere den philosophischen Unterbau des Neokonfuzianismus, einer der führenden Bewegungen der Edo-Zeit. In dieser Hinsicht sind die Kraniche mit einer spirituellen Atmosphäre und einer natürlichen Vitalität ausgestattet, die durch eine ideale Kombination von Flora und Fauna zum Ausdruck kommt. Alles – von der Textur, dem Stoff und dem Ton bis hin zu Farbe, Formen und Linien – spiegelt die gemeinsamen Merkmale der künstlerischen Edo-Bewegung wider.

Die mit Tusche auf Seide und Papier gemalten Kraniche werden mit äußerster Zartheit dargestellt, die durch die verwendeten Materialien erreicht wird. Die vorsichtigen Linien des Malers erfordern äußerste Aufmerksamkeit, denn schon eine falsche Bewegung oder ein falscher Pinselstrich kann das gesamte Werk verderben.

Die Verfeinerung der verwendeten Materialien trägt auch zu einer besseren Darstellung der künstlerischen Motive und Themen bei. Demnach ist der Künstler bestrebt, diese Materialien zu verwenden, um die Wirkung von Schwerelosigkeit, Leichtigkeit und Einfachheit zu erzielen. Darüber hinaus gelten Tusche, Papier und Seide als eines der wichtigsten Attribute der japanischen Malkultur.

Sie spiegelt das kulturelle und historische Erbe Japans wider. Neben der Genauigkeit und Feinheit der Bilddarstellung ist die Malerei auch eng mit Spontaneität, subjektiver Sensibilität und Anmut verbunden. Die Einbeziehung all dieser Merkmale ergibt ein vollständiges Bild dessen, was Tuschemalerei ausmacht.

Zu den thematischen Aspekten der untersuchten Gemälde lässt sich sagen, dass sie voll und ganz der natürlichen Sicht der Welt verpflichtet sind, mit einem leichten Akzent auf der Illusion. Auf den ersten Blick sind die Kraniche und die sie umgebenden natürlichen Elemente realistisch dargestellt. Wir können sie leicht mit realen Objekten vergleichen.

Eine realistische Betrachtung des Gemäldes erlaubt es jedoch nicht, das Wesen und die Ideen zu erkennen, die der Autor zu vermitteln beabsichtigt. Um die Hauptmotive und -themen der Werke zu verstehen, muss man nämlich die Wahrnehmung des Künstlers und seine emotionale Verfassung verstehen.

Was das Licht, die Verwendung von Farben und die Komposition betrifft, so geht es hier in erster Linie darum, nicht das Objekt selbst, sondern sein Wesen, die Landschaft und die Interaktion zwischen den abgebildeten Objekten zu erfassen. Neben akkuraten Formen, Minimalismus und raffinierter Linienführung bemüht sich der Autor auch um die Wiedergabe der traditionellen Ästhetik der Einfachheit in Verbindung mit intuitivem Ausdruck. Offensichtlich ist dies das Hauptmerkmal der japanischen Kunstrichtung im siebzehnten Jahrhundert.

Besondere Aufmerksamkeit sollte der Verwendung von Farben gewidmet werden, die ebenfalls zum Konzept der Einfachheit und des zarten Ausdrucks beitragen. Schwarze und weiße Farbtöne, Schatten und Töne verleihen den beschriebenen Szenen eine außergewöhnliche Harmonie. So sind die Körperhaltungen in dunkleren Farben gehalten, die das thematische Zentrum der Gemälde darstellen; ihre Bewegungen und Positionen geben ihre Anmut und Schönheit wieder, die durch den virtuos dargestellten Hintergrund ergänzt werden.

Obwohl die Kompositionszentren identisch sind, unterscheiden sich die Hintergründe dieses Bildes von den anderen. Auf der linken Seite wirkt der Kranich überlegener und stolzer, weil alle seine Bewegungen und Positionen diese Vorstellung vermitteln. Stärke und Würde werden auch durch gerade Linien dargestellt. Im Gegensatz dazu wirkt der Kranich auf dem rechten Bild anmutiger und nachgiebiger. Ein leicht angehobenes Bein und ein halb geöffneter Schnabel vermitteln Offenheit, Leichtigkeit und Anmut.

Seine metaphorische Bedeutung kann durch den künstlerischen Wunsch, seine Weltoffenheit zum Ausdruck zu bringen, dargestellt werden. Vergleicht man diese beiden Vögel, so stehen sich die Kraniche in Bezug auf ihren Charakter, ihre Position und den Ausdruck des Malers gegenüber. Darüber hinaus sind die Vögel von unterschiedlichen Umgebungen umgeben. So zeigt das linke Bild einige blühende Bäume, die schließlich den Frühling oder Sommer darstellen, während das rechte Bild Herbstmotive zeigt.

Bei näherer Betrachtung der betreffenden Gemälde lassen sich einige Worte über den dynamischen Charakter der Szenen und Objekte sagen. Bei der Untersuchung der Hauptelemente, Linien und Formen ist es notwendig, auf die emotionale Wahrnehmung der im Bild dargestellten Welt durch die Künstler zurückzugreifen.

In dieser Hinsicht können diese Linien, Themen und zarten Schattierungen in eine kraftvolle Energie umgewandelt werden, die den Betrachter mit den wichtigsten Konzepten und Ideen der japanischen Kunst und Philosophie vertraut machen kann. Darüber hinaus verleiht die Pinselführung auf der Leinwand dem gesamten Werk eine größere Bandbreite an Ausdruck und Gefühlen. All diese Besonderheiten und Techniken sind die Hauptmerkmale der Edo-Malerei, deren Hauptzweck sich auf die ästhetische und kulturelle Darstellung von Bildern beschränkt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die künstlerische Darstellung, die Verwendung filigraner Techniken und besonderer Materialien dazu beitragen, die Wahrnehmung des Künstlers von der ihn umgebenden Welt zu vermitteln.

Kraniche stellen nicht nur die natürliche Welt dar, sie geben auch den emotionalen und psychologischen Zustand des Künstlers wieder. Besonderer Wert wird auf Pinselführung, Farben und Techniken gelegt, die die kulturelle und historische Zugehörigkeit der Gemälde zur Edo-Periode, der Epoche der humanistischen Bewegung, verdeutlichen. Schließlich spiegeln die Bilder auch Spiritualität und Vitalität durch die Offenlegung von Motiven aus der Natur wider.