Die amerikanische Familie: Wo wir heute sind Essay

Words: 730
Topic: Familie, Leben und Erlebnisse

Einführung

Das Familienleben und die Organisation der Familie sind ein wichtiger Faktor für die soziale und moralische Zufriedenheit der Gesellschaft. Im Laufe der Jahre hat sich das familiäre Lebensumfeld dank der sich verändernden zeitgenössischen Umweltaspekte in sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereichen stark gewandelt. Die amerikanischen Familienformen und -werte der vergangenen Jahre unterscheiden sich erheblich von den heutigen, was auf den Einfluss von Klasse (Bildungsniveau und Einkommen), ethnischer Zugehörigkeit, Rasse und der Beziehung zwischen Frauen und Männern, Kindern und Eltern und Verwandten zurückzuführen ist.

Die Vielfalt der Familienorganisation im Hinblick auf Religion, Rassen- und Ethnizitätsaspekte, sozioökonomischen Status und Beschäftigungsmuster ist in der heutigen Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Zwei Autoren, Stephanie Coontz und Benokratis, haben ihre wertvollen Ansichten über die zeitgenössische amerikanische Familie auf der Grundlage von Untersuchungen über die Veränderungen, die im Laufe der Jahre in der Familie stattgefunden haben, dargelegt.

Gender-Rollen

Die Rolle, die einer der beiden Partner spielt, wirkt sich entweder positiv oder negativ auf das Familienleben aus. Traditionell wurde der Mann als alleiniger Ernährer der Familie angesehen, während sich die Frau auf die Aufgaben im Haushalt und die Kinderbetreuung konzentrierte. Sowohl Coontz als auch Benokratis sind sich jedoch einig, dass dieser Trend in der heutigen amerikanischen Familie rückläufig ist. Coontz (1999) weist darauf hin, dass bei den meisten Paaren heute beide Partner berufstätig sind, die Ehe zufriedener ist und die Kinder ein stärkeres soziales Bewusstsein entwickeln.

Die Paare tendieren auch zu mehr Gleichberechtigung und teilen sich die Hausarbeit mehr als früher. Benokratis (2001) behauptet, dass sich Doppelverdiener-Ehen entweder positiv oder negativ auf die Familie auswirken können, was sich auf die Qualität und Dauer der Ehe und das Wohlergehen der Kinder auswirken kann. Außerdem sind die meisten Frauen nach wie vor unterwürfig und neigen weniger dazu, ihre Familienarbeit zu reduzieren, obwohl sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Männer beschränken sich auf Aufgaben wie Reparaturen, Rasenmähen und Spielen mit den Kindern, nicht aber auf die Hausarbeit.

Ehe und Kindererziehung

Anders als in der Vergangenheit ziehen es die meisten Frauen heute vor, Heirat und Kindererziehung aufzuschieben, um sich weiterzubilden – eine Ansicht, die sowohl von Coontz als auch von Benokratis vertreten wird. Coontz vertritt jedoch die Ansicht, dass gebildete Karrierefrauen letztendlich bessere Chancen haben, zu heiraten, als weniger gebildete Frauen, die eine glückliche Ehe führen; Benokratis vertritt die Ansicht, dass die meisten hoch gebildeten und erfolgreichen Frauen zwar heiraten, die meisten Ehen jedoch zu Konflikten neigen, da gebildete Frauen gerne die Kontrolle über ihr Leben haben.

Jonglieren zwischen Familie und Beruf

Sowohl Coontz als auch Benokratis stimmen darin überein, dass die meisten Frauen heute ins Berufsleben eintreten, um sich persönlich zu verwirklichen und ihr Leben in sozialer Freiheit zu gestalten. Coontz sagt, dass Paare heute weniger Kinder haben als früher, wodurch sich die durchschnittliche Zeit, die sie mit jedem Kind verbringen, erhöht und sich beide Elternteile die Verantwortung für die Kindererziehung teilen. Außerdem ziehen es viele Männer vor, berufstätige und gebildete Frauen zu heiraten, anstatt Hausfrauen. Benokrati ist jedoch der Ansicht, dass viele Frauen es vorziehen, zu arbeiten, um für sich und ihre Angehörigen zu sorgen, während viele Männer lieber Hausfrauen heiraten, die ausschließlich für die Kinderbetreuung und die Familienarbeit zuständig sind.

Ehekonflikte und Scheidung

Was das Einkommensniveau betrifft, so sagt Coontz, dass es keinen Einfluss auf die Familie hat, ob einer der beiden Partner mehr verdient als der andere. Außerdem verbessert sich die Qualität der Ehe, wenn die Frau mehr verdient und noch härter arbeitet, da die Verantwortung geteilt wird. Benokratis ist jedoch anderer Meinung und sagt, dass die Familie eher zerfällt oder in Schwierigkeiten gerät, wenn die Frau mehr verdient als der Mann.

Lebenserwartung, Alterung und ethnische Unterschiede

Beide Autoren sind sich einig, dass die Lebenserwartung gestiegen ist und sich die Kluft zwischen weißen und schwarzen Familien deutlich verringert hat. Laut Coontz überschreiten die meisten alten Menschen das Alter von 65 Jahren, und die meisten Familien nehmen sich Zeit für die Pflege ihrer alten Angehörigen. Benokratis weist auch darauf hin, dass ältere Menschen über 65 Jahre trotz restriktiver Arbeitsbedingungen mehr Pflege erhalten und dass sich der Anteil weißer Familien im Vergleich zu schwarzen Familien verringert hat.

Zitierte Arbeit

Benokraitis, Nijole Vaicaitis. Zeitgenössische ethnische Familien in den Vereinigten Staaten: Merkmale, Variationen und Dynamik. 2001. NJ: Prentice Hall.

Coontz, Stephanie. Amerikanische Familien: ein multikulturelles Lesebuch. 1999. NY: Routledge.

Coontz, Stephanie. Die amerikanische Familie: Wo wir heute stehen. U.S. Society and Values, elektronische Zeitschrift des U.S. Außenministeriums. Vol. 6. 2001. Web.