Das Gedicht “Ein vergifteter Baum” von William Blake Essay

Words: 624
Topic: Amerikanische Literatur

In dem Gedicht geht es darum, wie fatal es ist, Wut zu unterdrücken, da sie schließlich zu Missgunst in einer Gesellschaft führt. Wie das Gedicht beginnt, verschwindet der Zorn, wenn die Person ihrem Freund offenbart, dass sie wütend ist, aber wenn die Persona es versäumt, den Mund aufzumachen, wenn sie vom Feind verärgert ist, wächst der Zorn. Der Dichter betont, dass das Verschweigen des Zorns, anstatt ihn offen auszusprechen, wie eine Saat desselben in den eigenen Geist gepflanzt wird.

Der Dichter vergleicht das Bemühen, den Zorn durch übertriebenes Lächeln und betrügerische List zu unterdrücken, mit dem Gießen des Zornbaums, wodurch der Groll entsteht (Hagstrom 1964). Mit der Zeit wird der kultivierte Zorn zu einer Tugend, die nicht gemieden werden will. Schließlich wird sich jeder Einzelne in der Gesellschaft des stark entwickelten Zorns bewusst.

Später spricht der Dichter von “My foe outstretched beneath the tree” (Mein Feind unter dem Baum ausgestreckt) und meint damit das Ende der freundschaftlichen Beziehung, die zwischen der Persona und anderen Mitgliedern der Gesellschaft bestand. Am Ende rechtfertigt die Persona in dem Gedicht den Titel des Gedichts, dass der Versuch, den Zorn zu verbergen, wie die Kultivierung eines giftigen Baumes ist (Hagstrom 1964).

Der Dichter hat eine Reihe von poetischen Stilmitteln eingesetzt, um den Rhythmus im Gedicht zu erzeugen. Zum Beispiel gibt es in jeder der beiden aufeinanderfolgenden Zeilen jeder Strophe einen Endreim. Dies schafft einen Rhythmus und hilft, die Struktur des Gedichts aufzubauen. “Freund und Ende” und auch “vor und wachsen” sind die Beispiele in der zweiten Strophe.

Das Reimschema des Gedichts sieht vor, dass sich jeder Reimbuchstabe zweimal wiederholt, also regelmäßig. Das Reimschema für dieses Gedicht ist zum Beispiel aa, bb, cc, dd, ff, gg. Dies verleiht dem Gedicht schließlich Musikalität und macht es leicht rezitierbar. Das Metrum des Gedichts wurde durch den Reim und die Diktion erreicht. Die Diktion ist offensichtlich, da der Dichter gereimte Wörter gewählt hat, um das Thema zu vermitteln (Blake 1994).

Dem Dichter ist es gelungen, in dem Gedicht verschiedene Aspekte der figurativen Sprache zu verwenden. Metaphern wurden verwendet, um das Thema des Gedichts zu unterstreichen. So ist im Titel des Gedichts von einem giftigen Baum die Rede, um den Zorn im realen Sinne darzustellen. Der Dichter spricht auch von einer unter dem Baum ausgestreckten Stirn, um eine zerbrochene Beziehung zu einem Freund anzudeuten.

Im gesamten Gedicht spricht die Persona von einem Feind und meint damit die Wahrnehmung des Zorns durch die gesamte Gesellschaft. Der Zorn richtet sich jedoch nicht gegen ein bestimmtes Individuum, der Feind steht in diesem Fall für alle, die mit der Persona interagieren könnten.

In dem Gedicht gibt es einige Fälle von Personifikation. In der ersten Strophe sagt die Persona “Ich sagte meinen Zorn”. Dem Zorn wird das menschliche Attribut der Fähigkeit verliehen, zu hören, wenn er angesprochen wird. Damit wird die Notwendigkeit der Offenheit und der Konfrontation mit dem Zorn unterstrichen, wann immer er auftritt.

Auch die Assonanz, die Wiederholung von Vokallauten, ist in jeder Strophe des Gedichtes zu finden (Blake 1994). Die “o”-Laute in told and grow (erste Strophe), das “I” in “in” und “it” (zweite Strophe) sind nur einige Beispiele dafür. Diese machen das Gedicht noch einfacher (Blake 1994).

Die Gesamtstruktur des Gedichts lässt sich also aus der Sprache und den poetischen Stilmitteln ableiten, die im Gedicht verwendet werden. Es ist ganz klar, dass der Gesamtrhythmus des Gedichts durch Alliterationen und Wiederholungen erreicht wird. Außerdem gelingt es dem Dichter, das Thema durch die Verwendung von Metaphern und Diktion zu unterstreichen. Den Zorn zu verbergen ist nicht anders als einen giftigen Baum zu züchten.

Zitierte Werke

Blake, William. A Poison Tree, New York: McGraw Hill, 1994. Drucken.

Hagstrom, Jean. William Blake: Poet and Painter. Eine Einführung in die illuminierten Verse, Chicago: Universität von Chicago, 1964. Drucken.