Das Gedicht “Ante-Bellum Sermon” von Paul Lawrence Dunbar Essay

Words: 706
Topic: Gedichte

Einführung

Die Schwarzen im Süden waren nach dem Bürgerkrieg als Freie nicht unbedingt besser dran als als Sklaven. Obwohl sie durch die Bundesregierung Rechte erlangt hatten, wurden sie von den lokalen Regierungen und der täglichen Realität unterdrückt und lebten in bitterer Armut. Während der Rest der Welt sie als frei bezeichnete, erfuhren sie, dass sie innerhalb einer Sklavenklasse stark eingeschränkt blieben.

Paul Lawrence Dunbars Gedicht “Ante-bellum Sermon” versucht, ihnen Hoffnung zu geben: logisch, indem er ein biblisches Beispiel für historische Ereignisse anführt, um einen Führer zu fordern, physisch, indem er den Worten einen leichten Rhythmus gibt, der ein angenehmes inneres Schaukeln hervorruft, und emotional, indem er sie in ihrem eigenen Dialekt anspricht und so eine innere Verbindung herstellt.

Hauptteil

Ein großer Teil des Gedichts ist darauf ausgerichtet, zu zeigen, dass die Gemeinschaft einen großen Führer braucht und auch haben wird, der ihr ein besseres Leben ermöglicht, da die biblische Geschichte ein Beispiel für Gottes Absichten liefert. “Dey kin fo’ge yo’ chains and’ shackles / F’om de mountains to de sea; / But de Lawd will sen’ some Moses / Fu’ to set his chillun free” (29-32).

In den ersten beiden Zeilen wird deutlich, dass der Redner erkennt, dass das Volk immer noch durch Ketten und Fesseln gebunden ist, die nur eine etwas andere und weniger physische Form angenommen haben, da sie durch die Gesetzgebung auf lokaler, regionaler und staatlicher Ebene geändert wurden. Aber er schließt daran sowohl die historische Verheißung an, dass Mose die Hebräer aus Ägypten befreit hat, als auch die Andeutung, dass sich jemand erheben muss, um diese Position auszufüllen.

Während er seine Zeilen vorträgt, behält der Sprecher des Gedichts einen regelmäßigen, pulsierenden Rhythmus bei, der zugleich energisch und beruhigend ist. Dies wird am besten durch ein langes Beispiel deutlich, in dem der Sprecher versucht, sich gegen den Vorwurf zu schützen, er verursache Ärger: “Now don’t run an’ tell yo’ mastahs / Dat I’s preachin’ discontent. / ‘Cause I isn’t; I’se a judgin’ / Bible people by deir ac’s; / I’se a-givin’ you de fac’s. / Cose ole Pher’oh b’lieved in slav’ry, / But de Lawd he let him see / dat de people he put bref in, – / Evah mothah’s son was free” (47-56).

Das Gedicht ist mit fünf betonten Schlägen in jeder Zeile geschrieben. Wenn es mündlich vorgetragen wird, nimmt diese Art von Rhythmus eine Sing-Song-Qualität an, die ein Gefühl von energetischer Bewegung im Kopf erzeugt. Gleichzeitig reimt sich jede Zeile auf die vorhergehende, was ein Gefühl von Kontinuität und beruhigender Erwartung vermittelt. Auf der gedruckten Seite wird jede Zeile nach dem dritten Takt geteilt, um diesen angenehmen und schnellen Rhythmus beizubehalten und gleichzeitig den erschreckenden Eindruck langer Textzeilen zu verringern.

Indem er die Menschen in ihrem eigenen Dialekt anspricht, schafft der Sprecher eine unmittelbare emotionale Verbindung zwischen seinen Zuhörern/Lesern. Zu keinem Zeitpunkt versucht er, eine anglisierte Version der Ereignisse zu liefern, sondern spricht weiterhin mit Wörtern wie “wif” und “Dat” anstelle von “mit” und “dass”.

Er zählt sich selbst zu den Versklavten, da er immer wieder betont, dass er lediglich die Bibel predigt, und schließt mit Nachdruck, indem er seinen Zuhörern/Lesern sagt: “We will praise de gracious Mastah / Dat has gin us liberty” (83-84), womit er sich fest mit ihnen als Teil der Bruderschaft der nicht anerkannten Bürger verbindet, die eines Tages gezählt werden.

Indem das Gedicht den Intellekt des Zuhörers/Lesers durch die Logik, seinen Körper durch den Rhythmus und den Reim des Gedichts und seine Emotionen anspricht, indem es sich mit seiner inneren Sprache und seinem Gefühl des Leidens verbindet, behält das Gedicht eine starke Macht über die Menschen, die es erleben. Durch das logische Argument versucht der Sprecher, den Leser zu beruhigen und zum Handeln zu bewegen, indem er versucht, die Rolle des Moses zu übernehmen. Die durch Rhythmus und Reim hervorgerufenen körperlichen Empfindungen suggerieren dem Körper, dass etwas getan werden muss, auch wenn die Bewegung ein beruhigendes inneres Schaukeln bleibt.

Schlussfolgerung

Die emotionale Verbundenheit mit dem Leiden und der Gemeinschaft, die durch das Beispiel Gottes selbst unterstützt wird, stärkt schließlich die Gefühle von Hoffnung und Trost.

Zitierte Werke

Dunbar, Paul Lawrence. “Ante-bellum Sermon”. Name des Buches. Ort der Veröffentlichung: Name des Verlegers, Datum der Veröffentlichung: Seitenzahl, auf der das Gedicht erscheint.