Bio- und Anthropozentrismus in der Umweltethik Essay

Words: 385
Topic: Menschlicher Einfluss

Umweltschützer aus aller Welt versuchen, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Probleme des Planeten zu lenken, indem sie behaupten, dass die von den Menschen verursachten Schäden in einigen Jahren unumkehrbar sein werden. Es gibt jedoch auch eine andere Sichtweise der Dinge, da einige der Meinung sind, dass Umweltfragen für die Menschen nicht vorrangig sind, da Probleme wie Hungersnöte, militärische Konflikte und Wirtschaftskrisen zuerst gelöst werden müssen (Baxter 423). Die Umweltethik kann bei der Wahl des am besten geeigneten Ansatzes helfen.

Die anthropozentrische Perspektive erscheint recht logisch und vernünftig. Baxter erklärt, dass der Mensch eine angemessene und günstige Umwelt anstreben sollte und kann, die auch für Tiere und Pflanzen gut ist (422). Ähnlich wie die Tiere brauchen auch die Menschen saubere Luft und sauberes Wasser, so dass die Menschen in gewisser Weise “Stellvertreter” für Tiere und Pflanzen sind (Baxter 422). Gleichzeitig ist es der Mensch, der entscheidet, was saubere Luft bedeutet und was eine angemessene Umwelt ist.

Dennoch sollten sich die Menschen nicht darauf konzentrieren, was gut für sie ist. Sie müssen sich daran erinnern, dass sie Teil des Systems sind, und dass es falsch ist, die bestehenden Regeln zu ändern (Palmer 101). Die Menschen haben kein moralisches Recht, sich selbst an die erste Stelle zu setzen und anderen Arten Schaden zuzufügen. Ganz zu schweigen davon, dass die Schädigung des derzeitigen Ökosystems gefährlich ist und bereits zu unerwünschten Folgen führt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Biozentrismus eine praktikablere Perspektive für Umweltfragen zu sein scheint. Baxter stellt fest, dass die Umweltethik im Allgemeinen als ein Produkt der Zivilisation angesehen werden sollte, so dass die Menschen das Recht haben, Regeln aufzustellen und zu entscheiden, was gut und schlecht ist (422). Die Zivilisation ist jedoch ein Produkt der natürlichen Entwicklung der Menschheit, die sich unter Nutzung der auf dem Planeten vorhandenen Ressourcen entwickelt hat. Daher muss sichergestellt werden, dass sich der biozentrische Ansatz durchsetzt und die Menschen in der Lage sind, den Planeten so zu erhalten, wie er ist.

Zitierte Werke

Baxter, William F. “People or Penguins: Der Fall einer optimalen Umweltverschmutzung”. Ethics: Theory and Contemporary Issues, herausgegeben von Barbara MacKinnon und Andrew Fiala, Cengage Learning, 2014, S. 420-423.

Palmer, Clare. “Lebende Individuen: Biocentrism in Environmental Ethics.” The Oxford Handbook of Environmental Ethics, herausgegeben von Stephen Mark Gardiner und Allen Thompson, Oxford University Press, 2017, S. 101-112.