Big Pharma Industry’s Big Bucks Exposure Essay

Words: 728
Topic: Fallstudie

Einführung

Alle primären und sekundären Interessengruppen von Big Pharma sind hauptsächlich durch die enormen Gewinne in dieser Branche motiviert. Zu den primären Interessenvertretern von Big Pharma gehören Investoren, Unternehmensvorstände und Aktionäre. Der Kreis dieser Interessengruppen erstreckt sich auch auf andere große Industriezweige wie Ölgesellschaften, Agrarchemiegiganten und Regierungen. Das Geld, das in Big Pharma investiert wird, stammt aus der globalen Finanzindustrie, die auch an der Spitze der Fortune 500-Unternehmen steht. Zu den sekundären Interessengruppen von Big Pharma gehören Lobbyisten und Politiker (Greider 34). Die meisten großen Pharmakonzerne geben beträchtliche Summen aus, um die Regierungspolitik zu beeinflussen. Ärzte und andere Mediziner sind ebenfalls sekundäre Interessenvertreter von Big Pharma.

Hauptteil

Die wirtschaftliche Hauptverantwortung der Pharmaunternehmen liegt bei ihren Eigentümern und Geldgebern. Letztendlich wird von diesen Unternehmen erwartet, dass sie eine Gewinnspanne erwirtschaften, und das bestimmt ihr Überleben (Hirsch 607). Auf der anderen Seite ist Big Pharma gesetzlich verpflichtet, sich an eine Reihe von Richtlinien zu halten, die meist von Gesetzgebern und Lobbyisten beeinflusst werden. Diese Regeln sind hauptsächlich in der Verfassung verankert und werden von Einrichtungen wie der FDA (Food and Drug Administration) überwacht. Die ethische Hauptverantwortung der Unternehmen liegt bei den Arzneimittelanwendern, die durch die Medikamente möglicherweise geschädigt werden können.

In diesen Videos werden verschiedene ethische Fragen angesprochen, die meisten davon fallen jedoch unter den Begriff Werbung. Erstens beeinflusst die Werbung potenzielle Arzneimittelkonsumenten in einer voreingenommenen Weise. So wird in den meisten Werbespots für Arzneimittel suggeriert, dass nur Ärzte den Verbrauchern Medikamente empfehlen sollten, nachdem sie die Mentalität der Kunden bereits beeinflusst haben (Rod, Ashill und Carruthers 175). Ein weiteres ethisches Problem, das in den Videos behandelt wird, betrifft die Art und Weise, wie Unternehmen “Kopien” bestehender Arzneimittel entwickeln und diese dann so vermarkten, als seien sie neu. Diese Praxis schafft einen unnötigen Wettbewerb in der Branche, bei dem am Ende der Verbraucher der Verlierer ist. Es wäre klug, wenn die zuständigen Behörden die Vorteile neuer Medikamente gegenüber bestehenden herausfinden würden, bevor sie auf den Markt gebracht werden.

Die Unternehmen setzen verschiedene Marketingtaktiken ein, um ihre Konkurrenz auszustechen, von denen einige subtil, andere direkt sind. Erstens haben die Arzneimittelhersteller ihre Aufmerksamkeit auf Ärzte und Medizinstudenten gerichtet, indem sie ihnen Markengeschenke und andere greifbare Zugeständnisse angeboten haben. Eine andere Taktik besteht darin, neue Medikamente mit früheren Marken in Verbindung zu bringen, um Kunden zu beeinflussen, wie im Fall der neuen lila Pille” (Big Pharma Big Bucks Exposure 1). Eine weitere Taktik besteht darin, explizit gegen bestehende Richtlinien zu verstoßen, in der Hoffnung, dass die Werbung, wenn sie geschaltet wird, die Psyche der Verbraucher bereits beeinflusst hat.

Die meisten dieser Marketingtaktiken sind ungerechtfertigt, weil sie dazu neigen, Profitinteressen über bestehende ethische Grundsätze zu stellen. Die Unternehmen rechtfertigen ihre Taktik mit der Behauptung, dass die Werbung Informationszwecken dient. Außerdem wird der Einfluss der Unternehmen auf die Ärzte manipuliert, um die Bedürfnisse von Big Pharma zu erfüllen (Connors 243). Werbetaktiken, die nur die Hälfte der Fakten wiedergeben, sind nicht zu rechtfertigen, da Arzneimittel keine reinen Verbrauchsgüter sind.

Schlussfolgerung

Am Anfang war der Einsatz von viel Geld für die Forschung durch Pharmaunternehmen gerechtfertigt. Im Laufe der Geschichte änderte sich diese edle Absicht jedoch zugunsten der Notwendigkeit für die Unternehmen, Gewinne zu erzielen (Resnik 13). Auch wenn die Unternehmen die hohen Ausgaben immer noch damit rechtfertigen, dass es sich dabei um ein ehrenwertes Ziel handelt, so sind doch die Gewinnspannen das Wichtigste. Es ist wichtig, die Systeme zur Herstellung von Arzneimitteln in verschiedenen Regionen zu vergleichen, um herauszufinden, wie Forschung und Entwicklung am effektivsten betrieben werden können. Dabei wird deutlich, dass der Zweck nicht die Mittel heiligt, denn die Big-Pharma-Regelungen können geändert werden.

Zitierte Werke

“Big Pharma Big Bucks Exposure”, Youtube, Web.

Connors, Amanda. “Big Bad Pharma: An Ethical Analysis of Physician-directed and Consumer-directed Marketing Tactics”. Albion Law Review, Bd. 73, Nr. 1, 2009, S. 243-244.

Greider, Katharine. The Big Fix: How the Pharmaceutical Industry Rips off American Consumers. Öffentliche Angelegenheiten, 2008.

Hirsch, Martin. “Side Effects of Corporate Greed: Pharmaceutical Companies Need a Dose of Corporate Social Responsibility”. Wissenschaft & Technik, Bd. 9, Nr. 1, 2008, S. 607-608.

Resnik, David. “Die Entwicklung von Medikamenten für die Dritte Welt: Ein wirtschaftliches, rechtliches, moralisches und politisches Dilemma”. Developing World Bioethics, Bd. 1, Nr. 1, 2001, S. 11-32.

Rod, Michel, Nicholas Ashill, und Janet Carruthers. “Return-on-Investment im Pharma-Marketing: A European Perspective”. International Journal of Pharmaceutical and Healthcare Marketing, Bd. 1, Nr. 2, 2007, S. 174-189.