Bericht über Alkoholindustrie und Wirtschaftsethik (Bewertung)

Words: 718
Topic: Geschäftlich

Einführung

Eine der größten Herausforderungen für ethisches Verhalten in vielen Branchen ist die Kontroverse, die mit einigen dieser Sphären verbunden ist. So kann beispielsweise die Alkoholindustrie als eine Branche betrachtet werden, die zahlreiche Gefahren für die öffentliche Gesundheit birgt, wie auch jedes andere Unternehmen, das Produkte anbietet, die bei Missbrauch potenziell schädlich sein können. Yoon und Lam (2013) stellen fest, dass Alkoholunternehmen streng reguliert werden sollten und dass Standards für die soziale Verantwortung von Unternehmen eingeführt werden sollten. Grant (2013) betont, dass viele Unternehmen versucht sind, verschiedene Marketingstrategien anzuwenden, die auf die anfälligsten Kundengruppen abzielen. Gleichzeitig stellen Crane und Matten (2010) fest, dass Alkoholunternehmen ethische Bürger sein können, da sie zahlreiche Methoden anwenden, um die Menschen auf die mit dem Alkoholkonsum verbundenen Schäden aufmerksam zu machen.

Ist das ethisch vertretbar?

Natürlich scheint es ein einfaches Problem zu sein, da man nur wissen muss, ob die Herstellung und der Verkauf von Alkohol ethisch vertretbar sind. Einerseits ist Alkohol wie jedes andere Produkt, das Vor- und Nachteile haben kann. Eine der wichtigsten Eigenschaften, die von den Kunden geschätzt werden, ist die Atmosphäre, die mit dem Konsum von Alkohol verbunden ist. Das Produkt wird mit Spaß und Vergnügen, Entspannung und neuen Erfahrungen in Verbindung gebracht. Andererseits birgt der potenzielle Schaden eine Reihe von Gesundheitsproblemen.

Es kann jedoch festgestellt werden, dass alle Produkte potenziell gefährlich sein können. Sogar die Laptops, mit denen akademische und wissenschaftliche Arbeiten über die Verwendung von Alkohol verfasst werden, haben negative Auswirkungen auf Wissenschaftler und Forscher. Milch, die als eines der gesündesten Produkte gilt, ist für Menschen, die allergisch auf sie reagieren, gefährlich. Wenn man täglich literweise Milch trinkt, wird man dadurch natürlich nicht gesünder, sondern bekommt bestimmte gesundheitliche Probleme. Der Schaden von Alkohol ist viel größer als der von anderen Produkten. Manche mögen denken, dass nichts anderes als ein Verbot eine gute Lösung sein kann.

Was kann getan werden?

Das Verbot wurde als Mittel zur Lösung vieler Probleme angesehen, aber es hat sich gezeigt, dass dies bei Alkohol nicht der Fall ist. Das Verbot wird (wie in der Vergangenheit) zu einer unkontrollierten Produktion und zum Verkauf minderwertiger Produkte führen, die verschiedene Gefahren für die öffentliche Gesundheit (einschließlich Vergiftungen) mit sich bringen (Orley, 2005). Es ist daher klar, dass der Versuch, die Menschen am Konsum dieses Produkts zu hindern, unweigerlich scheitern wird.

Viele Alkoholunternehmen haben verschiedene Strategien angewandt, um ein ethischer Bürger zu werden (oder zu erscheinen). Babor (2009) stellt fest, dass viele Unternehmen in die Forschung über die Schädlichkeit von Alkohol, das Verhalten der Menschen und die besonderen Auswirkungen investieren. Viele Unternehmen investieren aber auch in die Forschung, um Steuererleichterungen zu erhalten oder die öffentliche Diskussion über die geringen Schäden ihrer Produkte anzustoßen. Einige Unternehmen haben sich verpflichtet, verantwortungsbewusst zu handeln. So haben beispielsweise Drinkaware Trust und die Portman Group eine Werbekampagne entwickelt, in der die Schäden eines unverantwortlichen Alkoholkonsums aufgezeigt werden (Crane & Matten, 2010). Rich und Riley (2015) sind der Ansicht, dass Unternehmen Informationen über Vorsichtsmaßnahmen und die beste Art und Weise des Produktkonsums (z. B. nach einer reichhaltigen Mahlzeit) bereitstellen können und sogar sollten.

Schlussfolgerung

Alles in allem kann man feststellen, dass viele der unternommenen Schritte zeigen, dass die Alkoholindustrie verantwortungsbewusster wird und versucht, die Verantwortung zu teilen. Der Verbraucher ist jedoch derjenige, der die Entscheidungen trifft. Natürlich sollten die Alkoholunternehmen umfassende Informationen bereitstellen und unethische Marketingstrategien vermeiden.

Referenzen

Babor, T.F. (2009). Alkoholforschung und die alkoholische Getränkeindustrie: Fragen, Bedenken und Interessenkonflikte. Addiction, 104(1), 34-47.

Kranich, A., & Matten, D. (2010). Unternehmensethik: Management von Corporate Citizenship und Nachhaltigkeit im Zeitalter der Globalisierung. New York, NY: OUP Oxford.

Grant, M. (2013). Alkohol und Schwellenländer: Patterns, problems, and responses. Philadelphia, PA: Routledge.

Orley, J. (2005). Die soziale Verantwortung der Unternehmen in der Praxis der Alkoholindustrie. In M. Grant & J. O’Connor (Eds.), Soziale Verantwortung der Unternehmen und Alkohol: Die Notwendigkeit und das Potenzial einer Partnerschaft (S. 103-115). New York, NY: Routledge.

Rich, S.D., & Riley, L.J. (2015). Neuroentwicklungsstörung in Verbindung mit pränataler Alkoholexposition: Consumer protection and the industry’s duty to warn. In M. Nelson & M. Trussler (Eds.), Fetal alcohol spectrum disorders in adults: Ethische und rechtliche Perspektiven: Ein Überblick über FASD für Fachleute (S. 39-49). New York, NY: Springer.

Yoon, S., & Lam, T.H. (2013). The illusion of righteousness: Die Praktiken der sozialen Verantwortung von Unternehmen in der Alkoholindustrie. BMC Public Health, 13(1). Web.