Avildsens “Rocky I” und Scorseses “Raging Bull” und ihr Sportthema Essay

Words: 606
Topic: Filme im Vergleich

Einführung

Die beiden Filme “Raging Bull” (1980) und “Rocky I” (1976) gehören zu den besten Filmen des vergangenen Jahrhunderts, denn sie erzählen vom Schicksal weißer Boxer und davon, wie sie Schwierigkeiten überwinden. Es ist klar, dass beide Filme sehenswert sind; sie zeigen das Leben im Sport aus verschiedenen Blickwinkeln und seine Auswirkungen auf die menschliche Entwicklung. Raging Bull steht jedoch in starkem Kontrast zu Rock I, da der erste Film eine reine Geschichte der Zerstörung des Menschen ist, während der zweite Film den Sport als eine Chance für die Entwicklung des Menschen betrachtet.

Hauptteil

Raging Bull ist die Geschichte eines Boxers, Jake La Motta, für den die Boxkarriere ein Mittel war, seine wilde Natur und seine Lust am Töten zu offenbaren. Er war besessen von seinem Wunsch, zu gewinnen und Champion zu werden, ungeachtet aller Hindernisse. Allmählich kann der Zuschauer die Regression des Boxers als Persönlichkeit und seine Unfähigkeit, normale menschliche Beziehungen aufrechtzuerhalten, verfolgen. Im Gegensatz dazu ist Rocky I ein Beispiel für einen Film, in dem man den Aufstieg des menschlichen Geistes verfolgen kann. Der Sport dient Rocky Balboa als Inspiration, um seine Schwäche zu überwinden und das Ziel zu erreichen. Boxen helfen dem Helden, seine Möglichkeiten zu erkennen und die Essenz des Lebens zu finden.

Bei der Betrachtung beider Filme können wir feststellen, dass das Boxen für beide Helden eine unterschiedliche Bedeutung hat. Für Jake hilft ihm das Boxen, seine Gewalt und Wut loszuwerden. Sein Leben verlagert sich allmählich in den Ring, wo La Motta zu einem Schrecken wird, dessen Handlungen unmöglich zu kontrollieren sind. Außerhalb des Rings kann der Held seine Gefühle nicht kontrollieren, so dass die Unfähigkeit, seine Wut zu zügeln, durch die Möglichkeit kompensiert wird, im Ring zu gewinnen.

Daher verliert Jake die Wahrnehmung der Grenzen zwischen der realen Welt und der Welt des Boxens. Im Gegensatz zu Jake gewinnt Rocky Balboa in seiner Boxkarriere den Sinn für das wirkliche Leben. In diesem Film wird das Boxen zur edlen Kategorie des Sports erhoben. Der Hauptheld sieht im Sport die beste Möglichkeit, moralische und körperliche Ausdauer zu kultivieren. Das Boxen hilft Rocky also, das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist zu finden; es ermöglicht ihm, normale menschliche Beziehungen zu gestalten.

Es ist erwähnenswert, dass die Regisseure des Films dem Boxen unterschiedliche Bedeutung beimessen. So wird in Raging Bull das Boxen als eine gewalttätige Handlung beschrieben, als Mittel zur Befriedigung des animalischen Appetits. Scorsese versucht, die negativen Auswirkungen des Boxens durch die Dekonstruktion der Persönlichkeit zu zeigen, indem er die dunkle, grausame und gierige Innenwelt von Jake darstellt. Der zweite Film ist die Kehrseite der Medaille: Boxen ist ein edler Sport mit romantischen Anklängen. Hier ist Boxen mehr als nur ein Sport, es ist die Entschlossenheit des menschlichen Geistes und die Erkenntnis der verborgenen Möglichkeiten. Für Rocky wurde das Boxen zu einer Lebenshilfe, die ihn zu guten Taten inspirierte und sein Leben zum Besseren wendete. Im Gegensatz zu Raging Bull stellt Rocky I den Sport als eine Art von Unterhaltung dar, die ohne grausame Szenen auskommt.

Schlussfolgerung

Wenn man diese beiden Filme vergleicht, kann man feststellen, dass die Regisseure unterschiedliche Seiten des Boxens und seiner Auswirkungen auf die Sportler darstellen. Die Ähnlichkeit der beiden Filme besteht darin, dass der Boxsport dazu beiträgt, die verborgenen Beweggründe der Helden zu enthüllen. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass es Jake nicht gelang, seine dunkle Seite zu überwinden, während Balboa es schaffte, seinen animalischen Instinkt zu besiegen. Dennoch weisen beide Filme eine tiefgründige und komplizierte Handlung mit einer ausgeklügelten Idee auf.

Zitierte Werke

Raging Bull. Drehbuch von Martin Scorsese. Perf. Robert De Niro. Culver Studios, 1980.

Rocky I. Drehbuch von John Avidson Perf. Sylvester Stallone, Columbia Pictures, 1976.