Automatismus in der Psychologie und im persönlichen Leben Essay

Words: 547
Topic: Psychologie

Das Konzept der Automatik ist in der Psychologie weit verbreitet und wird mit Themen wie Gedächtnis, Wahrnehmung, Kognition, Emotionen, Lernen und Motivation in Verbindung gebracht (Moors und Houwer 297). Die Ansätze zur Automatik sind vielfältig und unterschiedlich. Insgesamt ist Automatismus der Begriff für unbewusstes Verhalten. Es handelt sich dabei um ein recht häufiges Phänomen, und durchschnittliche Personen führen täglich viele automatische Handlungen aus.

Einige Beispiele für Automatismus sind das Fahren eines Autos zu einem bestimmten Ort, ohne sich auf den eigentlichen Vorgang des Fahrens zu konzentrieren, oder das Ablegen von Gegenständen an einem bestimmten Ort, ohne sich dessen bewusst zu sein, und dann Schwierigkeiten zu haben, sie wiederzufinden. Nicht nur physische Handlungen können automatisch ablaufen. Das Phänomen der Automatik wird zum Beispiel beim Lesen und Verstehen erkannt. Moderne Wissenschaftler erforschen auch die Fähigkeit, die Prozesse, die Individuen automatisch ausführen, zu nutzen, um ihr Verhalten zu konditionieren oder zu kontrollieren (Bargh und Chartrand 462; Bargh, Chen, und Burrows 230).

Die Impulse, die die automatischen Verhaltensweisen des Einzelnen steuern, werden untersucht, und die Wissenschaftler unterscheiden zwischen denjenigen, die von den inneren Bedingungen und den Umweltfaktoren beeinflusst werden (Bargh und Chartrand 463). Eine der Erklärungen, warum die unbewussten Verhaltensweisen im Alltag der Menschen auftreten, ist, dass sie unserem Verstand dazu dienen, eine Überlastung des kognitiven Systems zu vermeiden (Moors und Houwer 297). Mit anderen Worten, wenn zu viele Vorgänge verarbeitet werden müssen, lagert unser Verstand einige davon aus, und auf diese Weise wird der Fokus entfernt, und die Handlungen werden ohne die Konzentration der Aufmerksamkeit durchgeführt und somit oft unbewusst vollzogen.

Einer der häufigsten Belege für Automatismen in meinem persönlichen Leben sind die Handlungen, die ich regelmäßig mehrfach ausführe. Wenn ich zum Beispiel meine Wohnung verlasse, gehe ich oft zur Tür zurück, um zu prüfen, ob ich sie abgeschlossen habe. Offensichtlich ist das Abschließen der Tür für mich ein automatischer Vorgang, den ich unbewusst ausführe. Einige Male habe ich jedoch festgestellt, dass meine Tür nicht verschlossen war. Dieser Vorfall bedeutet, dass mein automatisches Verhalten durch innere (extreme Müdigkeit) und äußere (zwei große Taschen in meinen Händen) Faktoren beeinflusst wurde.

Im Berufsleben zeigt sich der Automatismus in den Lese- und Schreibfähigkeiten der Schüler. Wenn die Kinder zum Beispiel gerade erst mit dem Lesen und Schreiben beginnen, sind sie sehr aufmerksam und tun alles bewusst.

Je mehr Übung sie haben, desto automatischer werden ihre Handlungen. Auf diese Weise müssen die Kinder im Laufe der Zeit die Wörter nicht mehr in Teile und Silben zerlegen, um sie zu lesen, sondern ein kurzer Blick genügt, um das Wort zu erkennen. Die Automatik erleichtert die Geschwindigkeit, aber sie lenkt die Aufmerksamkeit von den Aktivitäten ab, so dass es vorkommen kann, dass ein Leiter beim Lesen die Konzentration verliert und die Informationen nicht versteht oder sich einprägt. Das Gleiche passiert beim Schreiben: Wenn es zu schnell geht, machen die Lernenden aufgrund der Automatik des Schreibens mechanische Fehler.

Zitierte Werke

Bargh, John A., und Tanya L. Chartrand. “Die unerträgliche Automatik des Seins”. American Psychologist 54.7 (2009): 462-479. Drucken.

Bargh, John A., Mark Chen, und Lara Burrows. “Automatismus des Sozialverhaltens: Direkte Auswirkungen von Eigenschaftskonstrukten und Stereotypaktivierung auf Handlungen”. Zeitschrift für Persönlichkeits- und Sozialpsychologie 71.2 (2006): 230-244. Drucken.

Moors, Agnes, und Jan De Houwer. “Automatismus: Eine theoretische und konzeptionelle Analyse”. Psychological Bulletin 132.2 (2006): 297-326. Drucken.