Automatisiertes Fahren aus verschiedenen Blickwinkeln Essay

Words: 1015
Topic: Landverkehr

Einführung

Die Rolle des Straßenverkehrs in der Gesellschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden, aber Umweltverschmutzung, eine wachsende Zahl von Unfällen und andere Probleme lassen die Menschen nach Alternativen suchen. Ein modernes automatisiertes Fahrsystem kann diese Probleme lösen, die Sicherheit auf den Straßen erhöhen, den Kraftstoffverbrauch und die Gasemissionen senken und Verkehrsstaus vermeiden (Anderson et al., 2014). Die Menschen sind sich jedoch nicht einig über diese Innovation, weshalb alle möglichen Vor- und Nachteile der Technologie berücksichtigt werden müssen.

In dem Artikel “Public Opinion on Automated Driving: Results of an International Questionnaire among 5000 Respondents” (Ergebnisse einer internationalen Umfrage unter 5000 Befragten) analysieren Kyriakidis, Happee und de Winter (2015) die Bereitschaft, die Bedenken und die Akzeptanz der Nutzer zum Kauf automatisierter Fahrzeuge. Mit 5000 Personen aus 109 Ländern, die an der Umfrage teilgenommen haben, ist es den Autoren gelungen, Rückschlüsse auf verschiedene Standpunkte zu ziehen, die von länderübergreifenden Unterschieden und persönlichen Faktoren abhängen (Kyriakidis, Happee und de Winter, 2015). Zweck dieser Zusammenfassung ist es, die Ergebnisse der Umfrage zum automatisierten Fahren, ihre Methoden und Erkenntnisse zu diskutieren.

Hauptteil

Im Allgemeinen gehen die Meinungen der Experten über das automatisierte Fahren auseinander, da sie verschiedene Gründe sehen, um den positiven Einfluss des revolutionären Fahrsystems zu beweisen oder zu verneinen. Es ist jedoch wichtig zu berücksichtigen, dass das automatisierte Fahrsystem verschiedene Automatisierungsgrade aufweisen kann, die von der Beteiligung des Menschen und den Fähigkeiten der Technologie abhängen. Laut Howard und Dai (2014) ist das vollautomatisierte Fahrsystem die beste Option, wenn es um Emissionen, Staus und Sicherheit geht.

Andererseits gibt es trotz des Potenzials, die Effizienz des Transports und die Sicherheit der Fahrer zu verbessern, mehrere Herausforderungen zu bewältigen, darunter die rechtliche Haftung, die öffentliche Akzeptanz und die Kontrolle des Systems (Begg, 2014). Nach Ansicht von Kyriakidis (2015) müssen diese Fragen berücksichtigt werden, da sie darüber entscheiden, ob die Menschen solche Systeme kaufen werden. Darüber hinaus bestimmen sie auch die weitere Entwicklung und den Wohlstand des Marktes für automatisierte Fahrzeuge. In jedem Fall kann das automatisierte Fahrsystem als einziges wirksames Mittel zur Verbesserung der verkehrsbezogenen Probleme eingesetzt werden.

Die Nutzung teilautomatisierter und hochautomatisierter Fahrsysteme wird zu einer allgemeinen Tendenz. Daher zielt die Studie darauf ab, die Bereitschaft, Akzeptanz und Bedenken der Nutzer beim Kauf von Fahrzeugen mit unterschiedlichen Automatisierungsgraden zu untersuchen. Im Gegensatz zur regionalen Untersuchung von Schoettle und Sivak (2014a) konzentriert sich diese Studie auf länderübergreifende Ansichten und unterschiedliche Meinungen. Außerdem ist zu beachten, dass Kyriakidis, Happee und de Winter (2015) persönliche Charaktereigenschaften mit den Gedanken über automatisiertes Fahren in Verbindung bringen.

Dies kann ein wichtiger Beitrag zu anderen Studien sein, die die individuellen Merkmale und die Persönlichkeit des Fahrers bei der Untersuchung nicht berücksichtigen (Schoettle und Sivak, 2014b). Darüber hinaus können die Ergebnisse der Studie von Akteuren genutzt werden, die an der Entwicklung des Marktes für automatisierte Fahrzeuge beteiligt sind.

Die Umfrage wurde zur Methode der Studie, da sie nicht nur eindeutige Informationen über die Meinung des Befragten, sondern auch über sein Alter, Geschlecht, seine Nationalität, seinen Beruf und ähnliche Fakten liefert. Laut Kyriakidis, Happee und de Winter (2015) füllten 5000 Personen eine Online-Umfrage mit 63 Fragen aus, in der sie ihre Einstellung zu automatisierten Fahrzeugen darlegten. Die Umfrage war vollständig anonym, und jeder Befragte erhielt Anweisungen mit den notwendigen Definitionen und anderen Erklärungen. Außerdem musste der Befragte sein Alter, sein Geschlecht, seine Fahrleistung, seine Fahrhäufigkeit und seine Unfallbeteiligung angeben. Die Auswertung der Antworten erfolgte auf zwei Ebenen: auf individueller und internationaler Ebene, was eine Analyse der Situation und Schlussfolgerungen ermöglichte.

Die Ergebnisse der Studie zeigen die vorherrschende, länderübergreifende Einstellung gegenüber dem automatisierten Fahrsystem. Wie Kyriakidis, Happee und de Winter (2015) andeuten, hält die überwältigende Mehrheit der Befragten den manuellen Fahrmodus für am angenehmsten und sichersten. Die Antworten unterschieden sich erheblich, wobei 22 % der Befragten nicht bereit waren, für das automatisierte Fahren zu bezahlen. Allerdings würden 5 % der Befragten mehr als 30.000 US-Dollar für das innovative System ausgeben, und 33 % sind von der Idee des automatisierten Fahrens begeistert (Kyriakidis, Happee und de Winter, 2015). Die Studie bestätigt die früheren Erkenntnisse von de Winter et al. (2015) über die Möglichkeit, bis zum Jahr 2030 vollautomatisierte Fahrzeuge auf der Mehrheit der öffentlichen Straßen zu fahren.

Es gibt auch zahlreiche Bedenken gegen das neue Fahrsystem, darunter Software-Missbrauch/Hacking, Sicherheits- und Rechtsfragen. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, dass Menschen aus entwickelten Ländern (in Bezug auf höhere Bildung, geringere Unfallrate und höheres Einkommen) sich mit der Datenübermittlung durch das Auto nicht wohlfühlen.

Schlussfolgerung

Abschließend betonen die Ergebnisse der Studie den robustesten Korrelationskoeffizienten zwischen Fahrleistung, Einkommen, aktueller ACC-Nutzung und Fahrhäufigkeit einerseits und dem Wunsch, Geld auszugeben, andererseits. Der Autor führt aus, dass die Befragten bereit sind, für automatisierte Fahrsysteme zu zahlen, aber nur diejenigen, die mehr fahren (Kyriakidis, Happee, und de Winter, 2015). Die vorgestellten Ergebnisse zeigen die wichtigsten Problembereiche sowie die Präferenzen der internationalen Öffentlichkeit. Die mit der Online-Umfrage gesammelten Informationen halfen bei der Analyse der Bereitschaft der Menschen, automatisierte Fahrzeuge zu kaufen, und ihrer Einstellung zu möglichen Problemen.

Referenzliste

Anderson, J. M. et al. (2014) Autonomous vehicle technology: A guide for policymakers. Santa Monica: Rand Corporation.

Begg, D. (2014) A 2050 vision for London: Was sind die Auswirkungen des fahrerlosen Verkehrs. Web.

De Winter, J. C. F. et al. (2015) Using CrowdFlower to study the relationship between self-reported violations and traffic accidents. In Proceedings of the 6th applied human factors and ergonomics (AHFE) international conference, Las Vegas, Nevada.

Howard, D. und Dai, D. (2014). Public perceptions of self-driving cars: The case of Berkeley, California’. Transportation Research Board 93rd annual meeting, Washington, DC.

Kyriakidis, M., Happee, R. und de Winter, J. C. (2015). Die öffentliche Meinung zum automatisierten Fahren: Results of an international questionnaire among 5000 respondents’. Transportation research part F: traffic psychology and behavior, 32(8), S. 127-140.

Schoettle, B. und Sivak, M. (2014a). Eine Umfrage zur öffentlichen Meinung über autonome und selbstfahrende Fahrzeuge in den USA, Großbritannien und Australien. University of Michigan, Transportation Research Institute. Web.

Schoettle, B. und Sivak, M. (2014b). Die öffentliche Meinung über selbstfahrende Fahrzeuge in China, Indien, Japan, den USA, Großbritannien und Australien. University of Michigan, Transportation Research Institute. Web.