Apologie und Analecten: Ein gescheiterter Versuch des Märtyrertums und die Neugestaltung von Lebenswelten Essay

Words: 648
Topic: Philosophie

Philosophen haben auf viele verschiedene Arten versucht, die Welt zu verändern. Zwei der berühmtesten, Sokrates und Konfuzius, haben dies vielleicht getan, indem sie für ihr eigenes Leben plädierten oder einfach weltliche Ideen auf besondere Weise zum Ausdruck brachten. In der Apologie versucht Sokrates nicht nur, sich gegen einen Rat von Athenern zu verteidigen, sondern er versucht auch, sich selbst zu einer Art Märtyrer zu machen. Sokrates tut dies, indem er sich selbst als göttliches Wesen ausruft, das niemanden finden konnte, der mehr Wissen hat als er. Andererseits ist Konfuzius der Ansicht, dass ein östlicher Ausdruck universeller Ideale überzeugender ist als ein westliches Pendant. Obwohl vertraute Themen bei Aristoteles und Platon auftauchen, wird Konfuzius von einigen für die einflussreichere Rhetorik gehalten.

In der Apologie versucht Sokrates, sein Leben zu retten, doch nach der Entscheidung des Gerichts beschließt er, dass sein Leben mehr bedeutet als die physische Natur und begrüßt den Tod. Sokrates’ Argumentation ist in zwei Abschnitte unterteilt, von denen sich der eine mit den früheren Anklägern und der andere mit den aktuellen befasst. Die Tatsache, dass er nicht in der Lage war, die erste dieser beiden Gruppen zum Schweigen zu bringen, lässt nur vermuten, dass seine Verteidigung von Anfang an nicht sehr überzeugend war. In der Tat müssen die überzeugendsten Verteidigungen nicht wiederholt werden. Der zweite Fehler in Sokrates’ Argumentation besteht darin, dass er erst dann mit Zuversicht spricht, wenn er Meletus direkt angreift. Da die Zuversicht in Teilen der Apologie immer mehr schwindet, beginnt Sokrates, verzweifelt um sein Leben zu kämpfen; nicht das, was man von einem wahren Märtyrer erwarten würde. Er wirft seinen Anklägern nicht nur vor, die Athener betrogen zu haben, sondern behauptet auch, die Ankläger hielten sich selbst für übermenschlich. Später in der Apologie sagt Sokrates jedoch, dass er, obwohl der Gott von Delphi gesagt habe, er sei der Weiseste, dies nicht geglaubt habe, bis er sich unter seinesgleichen umgesehen habe. Er führt weiter aus, dass er sein Wissen durch eine göttliche Fügung gefunden habe. Schließlich erörtert Sokrates die Tatsache, dass er nie ein öffentliches Amt bekleidet hat, sondern nur privat gelehrt hat, und dennoch behauptet er, dass er nur Wissen gelehrt hat, das von allen gehört wurde. Eine Entschuldigung ist nichts anderes als der leichtfertige Versuch eines gealterten Mannes, sich zu verteidigen, wobei der Angeklagte nur die Argumente der Ankläger unterstreicht.

Umgekehrt versucht Konfuzius, den östlichen Ausdruck universeller Ideale zu beeinflussen. Er tut dies durch VII:15, indem er sagt, dass das Glück in der Akzeptanz der Bedingungen der eigenen Umgebung zu finden ist, nicht in unterschiedlichen Leistungsgraden. Auch wenn sich Aristoteles und Platon in Einzelheiten unterscheiden, ist die Vorstellung, dass man durch ein bestimmtes Maß an Leistung im Leben glücklich wird, nicht so überzeugend wie die Idee von Konfuzius. Die östliche Philosophie konzentriert sich auf die Akzeptanz, während die westliche Philosophie das Handeln in den Vordergrund stellt. Akzeptanz erfordert kein Handeln, und daher mögen manche Akzeptanz als faul ansehen. Handeln um des Handelns willen führt jedoch in den meisten Fällen zu noch komplexeren Problemen. Die Vermeidung weiterer Probleme würde daher darin bestehen, mit anderen Mitteln und ohne zusätzlichen Energieaufwand zu handeln. Die östliche Philosophie beeinflusst den Wandel in größerem Maße durch eine natürliche Abgrenzung der Energie. Konfuzius hat dies schließlich erkannt und ist damit der überzeugendste der drei.

Philosophen versuchen auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlichem Maße, ihre Zuhörer durch subtile persönliche Ideale zu überzeugen. Das ist für den Menschen ganz natürlich; daher entwickeln diejenigen, die dies verstehen und begrüßen, überzeugendere Argumente. Konfuzius tat dies, indem er sich selbst nicht widersprach und versuchte, die Umwelt zu manipulieren. Im Gegensatz zu Sokrates entschied er sich dafür, seine Umwelt durch persönliche Überlegungen zu formen und nicht durch Selbsterhaltung. Wenn Sokrates versuchte, das Gefühl eines Märtyrers zu erlangen, so tat er dies in der Apologie nicht. Konfuzius hingegen tat dies in den Analects auf großartige Weise.

Referenzen

Konfuzius. (n.d.) Analects.

Sokrates. (n.d.) Apologie.