Antikriegsstimmung im Stück “Die Troerinnen” Essay (Filmkritik)

Words: 739
Topic: Literatur

Einführung

In der Antikriegsliteratur und in Filmen werden oft die Ereignisse eines Krieges dargestellt, um die Menschen dazu anzuregen, über die Folgen eines anderen Krieges nachzudenken. Das Stück “Die Troerinnen” des antiken griechischen Dramatikers Euripides ist ein gutes Beispiel für eine Tragödie, die verwendet werden kann und verwendet wurde, um die Ergebnisse des Krieges in einem allgemeinen Sinn zu zeigen. Das Originalstück wird oft als Kommentar zum Peloponnesischen Krieg angesehen, dessen Ergebnisse das Land des Autors betrafen. Viele Regisseure und Autoren haben sich auf dieses Stück bezogen, um dem Publikum die Schrecken des Krieges vor Augen zu führen. Michael Cacoyannis griff das Thema des Trojanischen Krieges in der Nachkriegszeit in Vietnam wieder auf, als er 1971 den Film Die Troerinnen drehte. Das Stück und der Film vermitteln durch eine Reihe allgemeiner Handlungsstränge und -elemente dieselbe ultimative Antikriegsbotschaft.

Die Ereignisse des Stücks

Das Stück schildert die Ereignisse nach dem Trojanischen Krieg aus der Sicht der Frauen von Troja. Die Zuschauer müssen nicht das Schlachtfeld sehen, um etwas über die Folgen des Krieges zu erfahren. Die verheerendsten Auswirkungen eines Krieges sieht man am besten durch die Augen derjenigen, die überlebt haben und mit den Folgen zurechtkommen müssen. Diese Frauen haben ihre Väter, Ehemänner und Kinder durch den Krieg verloren. Sie haben auch ihre Heimat und ihre Freiheit verloren. Dieses Stück konzentriert sich auf die Familie von Hector, um zu zeigen, dass Menschen aus verschiedenen sozialen Schichten vom Krieg betroffen sein können.

Hekuba, die Mutter von Hektor, die vor dem Krieg Königin von Troja war, soll Sklavin werden. Hekubas Position ändert sich drastisch von einer königlichen Stellung zur Sklaverei. Auch Hektors Frau, Andromache, ist davon stark betroffen. Abgesehen davon, dass sie Witwe ist, wird ihr gesagt, dass ihr Sohn sterben muss, weil er der letzte Mann Trojas ist. Andromache hat nicht die Möglichkeit, ihren Sohn zu begraben, da sie als Konkubine nach Griechenland geschickt wird. Außerdem wird eine von Hekubas Töchtern, Kassandra, ebenfalls einem Mann versprochen. Das Publikum sieht, dass Kassandra durch die Kriegsereignisse ihren Verstand verloren hat. Am Ende werden alle Frauen gefangen genommen und auf Schiffe verschleppt, von denen aus sie die Verbrennung ihrer Heimat beobachten.

Anti-Kriegs-Stimmung

Viele Kriegsfilme und -literatur konzentrieren sich lieber auf die positiven Ergebnisse des Krieges und blenden die tragischen Folgen aus, die nach jeder Schlacht unvermeidlich sind. Die Troerinnen hingegen zeigen nicht den Krieg selbst, sondern konzentrieren sich auf die Ereignisse, die nach dem Ende des Krieges eintraten. Indem der Autor die siegreiche Seite völlig ignoriert, gelingt es ihm, den Krieg als grausam, verheerend und vor allem unnötig darzustellen.

Das Publikum dieses Stücks sieht keine positiven Seiten des Trojanischen Krieges, die in Kriegs-Oden oft übertrieben dargestellt werden. Man sieht nur die Frauen, die alles verloren haben, und ihr brennendes Land. Die einzigen Figuren, die die Gewinnerseite repräsentieren, sind Talthybius und Menelaos. Beide Charaktere werden in einer eher negativen Weise dargestellt. Menelaos ist schwach und unentschlossen, während Talthybius ein anständiger Mann ist, der keine Lust hat, Befehle zu missachten. Die Absicht des Stücks war nicht, über die Notwendigkeit des Krieges zu diskutieren, sondern das unausweichliche Leid zu zeigen, das ihm folgt.

Das Stück zeigt, dass der Krieg viel mehr Folgen hat als den Tod der Soldaten. Das Hauptargument gegen den Krieg ist, dass der Krieg das Leben all derer zerstört, die von ihm betroffen sind. Die Auswirkungen des Krieges sind lang anhaltend. Für viele dieser Frauen hat der Trojanische Krieg ihr ganzes Leben bestimmt und sie zu Sklavinnen und Konkubinen gemacht. Jede trojanische Frau erlitt das gleiche Schicksal, unabhängig von ihrem Status. Der Tod von Astyanax, dem Sohn von Andromache, ist ebenfalls symbolisch, denn er zeigt, dass es für das trojanische Volk keine Zukunft gibt. Dieses Thema wird durch das Feuer fortgesetzt, das das Land Troja verzehrt, als die gefangenen Frauen nach Griechenland aufbrechen, um ihr neues Schicksal zu akzeptieren.

Schlussfolgerung

Die Antikriegsstimmung in dem Stück Die Troerinnen beschreibt die Folgen des Trojanischen Krieges mit der Absicht, dem Publikum die unvermeidlichen Konsequenzen zu zeigen, die jedem Krieg folgen. Der Schwerpunkt des Stücks verlagert sich vom Schlachtfeld des Krieges selbst auf die Hauptopfer – die Frauen der Verliererseite, die einen großen Verlust erlitten haben. Der Krieg hat diese Frauen, ihre Häuser und ihre Kinder nicht verschont. Dieses Stück ist universell, denn es kann auf jeden größeren Konflikt angewandt werden, unabhängig von der Zeit, in der es spielt. Trojan Women zeigt, dass der Krieg eine zerstörerische Kraft ist, die sich auf das Leben vieler Generationen auswirkt.