“Annabel Lee” Multirhythmisches Gedicht von Edgar A. Poe Forschungspapier

Words: 814
Topic: Gedichte

Einleitung: Die Schönheit der multirhythmischen Poesie

Das Forschungspapier analysiert das Gedicht “Annabel Lee”, das von einem berühmten amerikanischen Dichter, Edgar Allan Poe, geschrieben wurde. Das Gedicht ist weithin bekannt, da es ein hervorragendes Beispiel für das Schreiben von mehrrhythmischen Gedichten darstellt. So besteht es aus sechs Strophen, die unterschiedliche Ausdruckstendenzen aufweisen.

Bei der Analyse dieses Gedichtes kann man feststellen, dass es eine breite Palette von Stilmitteln enthält. Folglich ist das Gedicht für die moderne Literaturanalyse von großem Interesse, denn es zeigt eine Verbindung zwischen den Themen der Poesie und den formalen Mitteln, die diese Themen veranschaulichen.

Der Stellenwert von “Annabel Lee” im literarischen Werk von Edgar Poe

Edgar Allan Poe wurde im Jahr 1809 in Massachusetts geboren. Als Student an der Universität von Virginia hatte der Dichter die wunderbare Gelegenheit, von den besten amerikanischen Schriftstellern zu lernen. Poes erste Gedichtsammlung “Tamerlane, and Other Poems” wurde veröffentlicht, als der Autor 18 Jahre alt war. Da das Buch viel positive Resonanz erhielt, begann der Dichter, seine Geschichten an zahlreiche Zeitschriften und Zeitungen zu verkaufen.

Später wurde Edgar Allan Poe Chefredakteur des Southern Literary Messenger und arbeitete für verschiedene Literaturzeitschriften wie das Broadway Journal und das Gentleman’s Magazine. Seine ausgefeilten literarischen Werke kennzeichnen Poe als einen Vorläufer der “Kunst um der Kunst willen” (Meltzer 17). Die Werke des Autors hatten daher einen starken Einfluss auf die Herstellung einer Verbindung zwischen Inhalt und literarischer Form.

Edgar Allan Poe bediente sich bei der Schaffung seiner Werke verschiedener Techniken. Die belletristischen und poetischen Werke des Autors sind vor allem durch ihre Rätselhaftigkeit gekennzeichnet. So wird Poe ein düsterer Schreibstil nachgesagt, der oft Angst und Verlegenheit hervorruft. Kein Wunder, dass der Autor als Vater der amerikanischen Horrorliteratur gilt. Seine Wirkung ist auch in dem analysierten Gedicht offensichtlich und wird vielleicht durch die Beschreibung von Annabelle in einer Gruft durch den Autor deutlich.

Daher enthalten Poes Werke eine gewisse emotionale Intensität, die den Leser anspricht. Außerdem thematisiert der Autor oft die menschliche Psyche. In seinen literarischen Werken reflektiert Poe über psychologische Erkundungen (“Poetry Foundation: Edgar Allan Poe” par. 5). Das Hauptmerkmal des Stils des Autors ist jedoch die Verwendung von Stilmitteln, die bestimmte Tatsachen und Ideen auf kreative Weise offenbaren. So besitzen Poes Schriften die Kraft, die Verbindungen zwischen einem Konzept und einer Form, die es verkörpert, aufzuzeigen.

Der Text ähnelt einer Ballade. Es hat eine vielseitige rhythmische Struktur, die jeder Strophe eine einzigartige Ausdruckskraft verleiht. So hat jeder Teil des Gedichts seine eigene Stimmung, obwohl die Idee der Liebe in jeder Strophe wiederholt wird. Die Themen, die der Dichter darstellt, behandeln verschiedene Themen. In erster Linie sind dies die Idee der Einheit mit der Natur, die Konzepte der ewigen Liebe und der Gefühle nach dem Tod sowie der Neid und der Tod.

Die wichtigsten Stilmittel, die das Gedicht emotional machen, sind Wiederholung und Personalisierung. Mit Hilfe von häufigen Wortwiederholungen und syntaktischen Konstruktionen unterstreicht der Autor seine starken Gefühle für Annabel: “von meinem Liebsten, meinem Liebling, meinem Leben und meiner Braut” (Poe 495). Man kann feststellen, dass das Gedicht viele Beispiele der Personalisierung enthält: “Wind kam heraus”, “Sterne gehen nie auf” (Poe 495). In diesem Fall hilft das Stilmittel dem Autor, das Eindringen der Naturkräfte in die menschlichen Gefühle zu demonstrieren. So erklärt Poe, dass die ewige Liebe eine starke Kraft hat. Deshalb kann nichts, außer der Natur, sie zerstören.

Da der Ausgang der Geschichte unheilvoll sein soll, verwendet Edgar Poe im Hauptteil des Gedichts negative Konnotationen, um das Ende vorherzusagen. Der Dichter verwendet vor allem das Verb “begehren”, das ein sündiges Verlangen bezeichnet. In diesem Zusammenhang dient das Wort auch als Vorahnung. Der Autor will damit sagen, dass die Liebenden nicht zueinander gehören sollten. Deshalb beabsichtigen göttliche Kräfte, ihre Liebe zu zerstören.

Edgar Poe setzt Assonanzen und Alliterationen ein, um die melodische Qualität der Worte zu verbessern. Die Assonanz ist zum Beispiel in der Zeile “es war vor vielen, vielen Jahren” zu erkennen. Der Name der Hauptfigur, Annabel Lee, ist mit Alliterationen versehen, was die zärtliche Haltung des Autors gegenüber dieser Frau zeigt.

Um seinen Gefühlen für Annabel Nachdruck zu verleihen, verwendet der Autor im folgenden Satz auch Understatement: “denn der Mond strahlt nie, ohne mir Träume von der schönen Annabel Lee zu bringen” (Poe 495).

Schlussfolgerung: “Annabel Lee” als Meisterwerk der amerikanischen Poesie

Das analysierte Gedicht ist ein hervorragendes Beispiel für emotionale Poesie. So ist es dem Autor gelungen, ein breites Spektrum von Gefühlen durch vielfältige rhythmische Muster und literarische Mittel darzustellen. Aus der Untersuchung der Stilelemente geht hervor, dass das Gedicht vor allem durch Wiederholungen, Personalisierung, Assonanz und Alliteration auffällt. Darüber hinaus gibt es einige Beispiele für Konnotation, Understatement und Vorahnung.

Zitierte Werke

Meltzer, Milton. Edgar Allan Poe: A Biography, Minneapolis, Minnesota: Twenty-First Century Books, 2013. Drucken.

Poe, Edgar Allan. “Literatur: Eine tragbare Anthologie”. Annabel Lee. Ed. Janet Gardiner. Boston, New York: Bedford/St. Martin’s, 2012. 494-495. Drucken.

Stiftung für Poesie: Edgar Allan Poe 2011. Web.