Anger by Hans-Siebert Von Heister Essay

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Topic: Gemälde

Einführung

Der Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts war in ganz Europa von Revolutionen und Massenunruhen geprägt. Aber der Erste Weltkrieg war ein Ereignis, das die Gesellschaft zutiefst in Erstaunen versetzte und die Weltanschauung von Millionen von Menschen auf der ganzen Welt veränderte. Es entstanden zahlreiche neue Strömungen in verschiedenen Kunstsparten. Der Expressionismus ist eine von ihnen. Hans-Siebert von Heister ist einer der Vertreter dieses Malstils. Die Arbeit widmet sich Spekulationen über das Medium und den Stil eines seiner Werke, die Besonderheiten seines Standorts im Museum, der Inhalt des Bildes wird im Hinblick auf die vorherrschenden geometrischen Formen, die Farbpalette, die Position der dargestellten Figur und die Ähnlichkeit mit anderen Werken analysiert.

Hans-Siebert von Heister war Teilnehmer der Novembergruppe, der deutschen Vereinigung expressionistischer Künstler und Architekten, die sich kurz nach dem Krieg bildete. Das berühmteste Werk des Autors ist Zorn, das 1920 entstand und ausgestellt wurde. Das Bild ist in Öl auf Leinwand ausgeführt.

Die konkrete Ausgestaltung des Inhalts

Obwohl das Kunstwerk der modernen Malerei zuzuordnen ist, repräsentiert es dennoch den klassischen Expressionismus. Dieser Stil basiert auf der subjektiven Perspektive, die die Realität verzerrt, um beim Betrachter eine emotionale Wirkung hervorzurufen und die Ideen des Autors möglichst anschaulich zu vermitteln. Nichts sollte den Betrachter davon ablenken, eine reine emotionale Botschaft von der Leinwand zu erhalten. Deshalb wird das Bild im Los Angeles Country Museum of Art vor einem monotonen grauen Hintergrund gezeigt. Dadurch wird die Wirkung, die das Meisterwerk hervorruft, noch verstärkt.

Wenn man das Gemälde zum ersten Mal sieht, kann man sich erschrecken. Das Kunstwerk stellt eine menschlich aussehende Figur dar, die dem Betrachter mit dem Gesicht zugewandt sitzt. Aber die Form dieser Figur ist übermäßig verworren und scharf, was in starkem Kontrast zu der Glätte und Rundheit der menschlichen Figur steht. Dies drückt die Idee der Aggressivität des Zorns und den extrinsischen Charakter dieses Gefühls für einen Menschen aus.

Die Palette des Bildes ist der markanteste Teil der zeitlichen Darstellung dieses Kunstwerkes. “Die Farbe muss als das bemerkenswerteste Merkmal des Gemäldes erscheinen. Für den flüchtigen Blick erscheint das Bild monochrom.” (Sampthon, 211) Die vorherrschende Farbe ist das feurige Rot, das den Hintergrund für die im Vordergrund sitzende Figur des Zorns bildet. Rot symbolisiert das tödliche Feuer des Krieges, der gerade über Europa hereinbrach. Außerdem ist Rot auch die Farbe des Blutes und des Zorns. Auch aus psychologischer Sicht ist diese Farbe diejenige, die die emotional ausdrucksstärksten Gefühle wie Liebe, Leidenschaft und Wut hervorruft. So scheint die Figur des Zorns aus dem Feuer des Krieges hervorzugehen. Der Zorn wird hauptsächlich in weißen, orangen und rötlichen Farben dargestellt. Dafür gibt es zwei Erklärungen. Der Autor brauchte eine geeignete Farbpalette, um den visuellen Eindruck zu unterstützen, oder er wollte zum Ausdruck bringen, dass der Zorn noch viel stärker und glühender ist als der Krieg. Die Wut ist weißglühend und symbolisiert, dass die letzten Funken des Kriegsfeuers bald erlöschen werden, aber die Wut, die durch den menschlichen Hass und die Aggressivität entsteht, ist in dieser Flamme gehärtet. Daher wird es mehr Zeit brauchen, bis sie erkaltet und vollständig erlischt. Betrachtet man die Lokalisierung der Farben, so kann man eine gewisse Regelmäßigkeit feststellen. Die Palette beginnt mit dem kalten Blau in der rechten Ecke, geht über in das heiße Rot, Orange und Karminrot in der Mitte und endet mit Schwarz an der Spitze. Sie drückt ausdrücklich die Atmosphäre jener Zeit aus, als die ruhige und himmelblaue Vergangenheit in das alles verzehrende Feuer des Krieges überging, das nur die schwarze Asche der Zukunft der Menschheit hinterließ.

Bei näherer Betrachtung kann man feststellen, dass die Hände und Finger der Figur deutlicher, detaillierter und lebendiger sind als andere Körperteile. Dies trägt dazu bei, dass der Autor geschickt ein Bild der sich dem Betrachter nähernden Figur schafft. Die linke Hand und das rechte Bein des Angers scheinen näher zu sein als die anderen Teile des Körpers. Das erweckt den Eindruck, dass die Figur auf die Gelegenheit wartet, das nächste Opfer anzugreifen und zu packen.

Schlussfolgerung

Betrachtet man andere Kunstwerke desselben Stils und Themas, so lassen sich zahlreiche Berührungspunkte in der Art und Weise erkennen, wie der Sinn und die Botschaft des Werks wiedergegeben werden. Der Schrei von Edvard Munch, der viel früher entstand, als die Leinwand diskutiert wurde, unterstützt ebenfalls “die Idee des stummen Schreis der gefürchteten Menschheit angesichts der nahenden Tragödie” (Ware, 56). Außerdem ist die Farbpalette des Bildes eher mit der von Anger vereinbar. Die vorherrschenden Farben sind heißes Orange und Rot, aber es gibt noch mehr blaue Farbe auf der Leinwand. Eine weitere helle Ähnlichkeit mit der Zweitbesetzung des Bildes ist Fighting Forms von Franc Marc. Die Farbpalette ist heller und lebhafter, aber die dominierenden Farben sind Rot und Schwarz. Die Pinselführung ist eher verwischt und undeutlich, aber der Name des Bildes und der Inhalt, der starke Emotionen hervorruft, beweisen immer noch, dass dieses Werk als Reaktion auf die erste globale Tragödie der Menschheit geschaffen wurde.

Zitierte Werke

Sampthon, Antonius. Die Anatomie des Expressionismus. New York: Study Books, 1971.

Ware, Dorian. Expressionismus und moderne Kunst. London: Limited, 1980.