Andre Dubus “Das dicke Mädchen” Essay

Words: 927
Topic: Literatur

“Das dicke Mädchen” von Andre Dubus illustriert das Hauptproblem der modernen Zivilisation, nämlich das Problem des Übergewichts. Der Autor nutzte dieses Thema, um das globale Problem der Kultur nicht nur in Amerika, sondern in der ganzen Welt zu zeigen. Es gelang ihm, den inneren Kampf eines kleinen Mädchens zu veranschaulichen, dessen Leben ein ständiger Widerstand gegen die Gesellschaft ist. Andre Dubus hat lediglich versucht, sich auf die innere Welt von Louise zu konzentrieren und nicht auf ihren Körper.

Das Grundthema dieser Kurzgeschichte ist die Interaktion im Inneren eines Menschen, verbunden mit dem widersprüchlichen Wunsch, zu essen und gleichzeitig in guter Form zu sein. Die Autorin unterstreicht die Idee, dass innere Schönheit viel wichtiger ist als der Körper, indem sie Louises Seele und den Reichtum ihres Weltbildes zeigt. Das Hauptziel der Autorin war es, die Leiden von Menschen zu veranschaulichen, die aufgrund ihres dicken Körpers anders behandelt werden.

Der Kontrast der körperlichen Erscheinung wird am Beispiel von Louise, einem ziemlich dicken Mädchen, und ihrer Mutter, die als schlanke und elegante Frau beschrieben wird, verdeutlicht. Ironische Äußerungen ihrer Mutter über ihr Gewicht werden beobachtet, um die Bedeutung der körperlichen Form für sie zu verdeutlichen. Um seine Ideen zur Offenlegung des Hauptproblems zu entwickeln, verwendet der Autor eine Reihe von stilistischen und literarischen Mitteln. Um die Bedeutung von Louises Position zu verstärken, verwendet Dubus Übertreibungen – “Louise beäugte den Brotkasten, die Speisekammer, den Kühlschrank”. (125) Der Autor versucht, Louise mit ihren Freundinnen zu vergleichen, die zu jener Zeit Models waren. Andre Dubus verwendet eine Reihe von kognitiven Metaphern, um die Lebendigkeit und die Bedeutung des Essens für Louise darzustellen.

Die Beschreibung der Idealformen von Louise brachte ihr Leiden und ihre innere Instabilität zum Ausdruck. Die Autorin verwendet eine Reihe von assoziierten Epitheta, um dem Leser eine detaillierte Charakterisierung der Gesellschaft zu geben, von der Louise umgeben war: “dünn, flachbrüstig, schlaksig… Joan”. (126) Die Autorin hebt hervor, wie allgemein akzeptierte Normen ihre innere Welt beeinflussten und ihre Wahrnehmung der Umwelt veränderten.

Andre Dubus wollte zeigen, dass diejenigen, die in unserer Gesellschaft anders behandelt werden, immer Angst haben, sich engen Freunden gegenüber zu öffnen; sie leben ständig in ihrer eigenen Welt. “Louise lebte in einer kleinen Stadt in Louisiana” (129) Das gleiche wird am Beispiel von Louise deutlich, deren Freunde ihr zwar sehr nahe standen, sie aber nie kannten. “Sie isst nie…” (127) Diese Übertreibung unterstreicht, dass Louise ihre wahren Wünsche nie preisgab und versuchte, alles heimlich zu tun. Mit Hilfe von kognitiven Metaphern machte Dubus alle unbelebten Dinge um Louise herum lebendig und mit mehr Macht für sie – “Die Wände hörten auf, sie zu beobachten… sie fühlte, dass sie ihre Freunde waren”. (p.128)

Dennoch wollte der Autor vor allem die Schönheit von Louises Seele unterstreichen, die mit jedem Jahr tiefer und freundlicher wurde. Um dies zu zeigen, verwendet die Autorin fantasievolle Metaphern – “sie (ihre Augen) waren in der Tat Fenster einer zarten Seele, einer guten Wärme”. (129) Dieser Gedanke zieht sich durch die ganze Geschichte und unterstreicht die Bedeutung unserer inneren Welt im Gegensatz zu unserer physischen Erscheinung und Form.

Der Zustand, schlank und zart zu sein, wird für Louise als ein negativer Moment ihres Lebens beschrieben. Die Autorin argumentiert, dass das Einhalten einer Diät die Menschen nervös und reizbar macht. Deshalb wird die Zeit von Louises Diät von der negativen Seite her beschrieben, und die Autorin verwendet viele Äußerungen mit einer negativen Konnotation. “Ich hasse es… es ist schrecklich…” (132) Dubus betont, dass es nicht das wichtigste Ziel unseres Lebens ist, schlank zu sein und so auszusehen wie alle anderen, sondern dass die Gesellschaft alle Menschen gleich wahrnehmen sollte, ohne auf ihr Gewicht und ihre Schönheit Rücksicht zu nehmen. Die in der Geschichte verwendeten metaphorischen Äußerungen zeigen, dass man sich niemals verstellen und vor der Realität verstecken sollte, da dies keine Freude am Leben bringen würde. “…sie hatte den falschen Zug genommen und war an einem Ort angekommen, wo sie niemand kannte und wo sie nicht hingehörte…” (136)

Andre Dubus wollte zeigen, dass die Verstellung gegenüber der Realität und der Versuch, den Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden, ein ganzes Leben lang Leiden verursachen kann. Früher oder später nimmt jeder Mensch seine Maske ab und zeigt seine wahre Persönlichkeit. “Jetzt wuchs ihr Körper wieder…” (137) veranschaulicht die Idee des Autors. Die Autorin betont, dass die Frage des Gewichts zwischen Louise und Richard im Mittelpunkt stand, vor allem für Richard. Mit ihren Worten “Ich habe nie gewusst, wie grausam du warst” (138), veranschaulicht die Autorin die wahren Werte, die Richard in ihrer Familie verkörperte. Seine Einstellung änderte sich mit der Veränderung von Louises Körper, was zu Enttäuschung und Leid führte.

Zum Abschluss der Analyse des Textes “Das dicke Mädchen” ist es wichtig festzustellen, dass das Problem des Übergewichts in unserer Gesellschaft wirklich wichtig ist. Aber die Menschen sollten verstehen, dass es denjenigen, die dieses Problem haben, eine Menge Leid und Schmerz bringt.

Um dies zu beweisen, hat der Autor in seiner Kurzgeschichte diese Frage aufgeworfen und veranschaulicht, dass unsere innere Welt und unsere Seele weitaus wichtiger sind als unsere körperliche Erscheinung und Form. Aus der durchgeführten Analyse geht hervor, dass es der Protagonistin der Geschichte gelang, zwei Leben zu führen – ein Leben, in dem sie sie selbst war, und ein künstliches Leben, in dem sie sich bemühte, die Anforderungen und Regeln der Gesellschaft zu erfüllen. Es war klar, dass sie früher oder später zu sich selbst zurückkehren und beginnen würde, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Diese Geschichte ist aus kultureller Sicht sehr wichtig, da sie die moderne Gesellschaft und ihre Werte aufzeigt und dazu beiträgt, anschauliche Fehler in menschlichen Beziehungen zu erkennen.