Analytische Philosophie: Die Ansichten von Wittgenstein und Aye Essay

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Topic: Philosophie

Die Philosophie ist ein Versuch des Menschen, die Vorgänge in der Welt logisch zu erklären. Es gibt zahlreiche Zweige der Philosophie, darunter Naturphilosophie, Geschichte und Logik. Es gibt jedoch einen speziellen Zweig, die analytische Philosophie. In diesem Beitrag werden die Ideen von Ludwig Wittgenstein und Alfred Ayer als die grundlegenden Ideen der analytischen Philosophie betrachtet.

Zunächst muss man feststellen, dass Ludwig Wittgenstein als eine der zentralen Figuren der analytischen Philosophie gilt. Der Schwerpunkt seiner Überlegungen lag auf den Begriffen der logischen und analytischen, apriorischen und notwendigen Wahrheit. Nach Wittgenstein ist die logische Wahrheit die Aussage oder Annahme, die in allen gegebenen Kontexten und in allen möglichen Welten, in denen sie gemacht werden kann, wahr ist. Gleichzeitig wird die analytische Wahrheit von Wittgenstein als eine Erklärung für die Wahrhaftigkeit der logischen Wahrheit angesehen. Wenn Wittgenstein argumentiert, dass eine logische Wahrheit wahr ist, so beweist er dies durch den Verweis auf ihre analytische Natur. Soweit die Aussage “Alle Menschen atmen die Luft” aufgrund der Wahrhaftigkeit ihrer Bestandteile wahr ist, ist sie analytisch. Wenn sie wahr ist, ist sie also logisch und gleichzeitig analytisch.

Die von Wittgenstein vorgeschlagene Beziehung zwischen der a-priori-Wahrheit und der notwendigen Wahrheit ist jedoch eine andere. Die beiden genannten Begriffe werden als gegensätzliche Phänomene behandelt. Die apriorische Wahrheit wird als ein unbegründetes Phänomen betrachtet, das ungeachtet aller Kontroversen, die sich daraus ergeben können, geglaubt werden sollte. Andererseits steht die notwendige Wahrheit in ihrem Wesen dem Konzept der logischen Wahrheit von Wittgenstein nahe, da sie als eine Aussage betrachtet wird, die unter keinen Umständen und in keinem Kontext oder in keiner Welt, wie Wittgenstein es ausdrückt, geleugnet werden kann.

Des Weiteren weisen die Ideen von Alfred Ayer Ähnlichkeiten und Unterschiede zu den Ansichten von Wittgenstein auf. Die Gemeinsamkeiten betreffen die Definitionen und praktischen Realisierungen der apriorischen und notwendigen Wahrheiten. Nach Ayer ist eine apriorische Wahrheit nur eine theoretische Bedeutung, die keine tatsächliche, auf Fakten und empirischen Forschungsdaten beruhende, besitzt. Zugleich wird die notwendige Wahrheit nach Ayer mit der logischen Wahrheit verglichen und verbunden. Er ist der Ansicht, dass eine notwendige Wahrheit ihrem Wesen nach logisch ist, bzw. dass die logische Wahrheit durch eine Notwendigkeit bestimmt ist.

Dennoch vertritt Ayer unterschiedliche Ansichten über das Verhältnis zwischen logischen und analytischen Wahrheiten. Für Ayer ist eine logische Wahrheit, wie bereits erwähnt, durch die Notwendigkeit bestimmt, während eine analytische Wahrheit eine reine Form ohne jede praktische oder faktische Bedeutung ist. Eine analytische Wahrheit ist eine Summe der Wahrheiten der Symbole, aus denen sie besteht, und da sie keinen empirischen Beweis hat, kann diese Wahrheit nicht praktisch überprüft werden. In dieser Hinsicht spielen Konventionen in Ayers Denken eine wichtige Rolle, denn sie sind der bestimmende Faktor, der eine Aussage als wahr oder falsch ausweist. Mit anderen Worten: Konventionen bestimmen die Verwendung von logischen Konstanten, die logische Wahrheiten bilden. Folglich werden logische Wahrheiten hauptsächlich durch Konventionen geschaffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ansichten von Wittgenstein und Ayer zu den grundlegenden Fragen der analytischen Philosophie ähnliche und unterschiedliche Punkte aufweisen. Was die logischen und notwendigen Wahrheiten betrifft, so sind sich beide Autoren über deren Universalität einig. Auch die apriorische Wahrheit eint die Gelehrten, diesmal in ihrer Ablehnung ihrer Überprüfbarkeit. Das Konzept der analytischen Wahrheiten ist jedoch der Hauptunterscheidungspunkt in ihren Ansichten, da Wittgenstein es als eine unbestreitbare Wahrheit ansieht, während Ayer es aufgrund der Unmöglichkeit, eine analytische Wahrheit empirisch zu überprüfen, anzweifelt.