Analyse des Führungsstils einer Krankenschwester (Kritisches Schreiben)

Words: 1277
Topic: Gesundheit und Medizin

Einführung

Eine wirksame Führung ist entscheidend für das Erreichen von Unternehmenszielen, was im Gesundheitswesen oft mit verschiedenen Herausforderungen verbunden ist. Die Pflegepraxis ist durch Probleme wie den Mangel an Pflegefachkräften, ein schwieriges Arbeitsumfeld, ein geringes Ansehen des Berufs und eine unzureichende Kostenerstattung gekennzeichnet (Sullivan, 2012). Daher müssen Führungskräfte in der Pflege all diese Probleme angehen und sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter motiviert sind und sich für die Ziele ihrer Organisation einsetzen. Dieser Beitrag enthält eine kurze Analyse des Führungsstils einer Pflegefachkraft und seiner Effektivität.

Berechtigungsnachweise und Zuständigkeiten

Die befragte Pflegefachkraft ist Taiwo Ajiboye, BSN. Die Krankenschwester ist seit sieben Jahren in der Pflegepraxis tätig und hat vor drei Jahren mit der Besetzung der Führungsposition begonnen. Zu den zugewiesenen Aufgaben gehören die Planung der Patientenversorgung, das Leistungsmanagement des Personals, die Entwicklung von Schulungsprogrammen, die Budgetierung, die Zeitplanung sowie die Überarbeitung und Festlegung von Verfahren und Standards. Smith (2015) stellt fest, dass eine der wichtigsten Aufgaben von Führungskräften darin besteht, die Mitarbeiter zu inspirieren und ein möglichst günstiges Arbeitsumfeld für die Belegschaft zu schaffen. Frau Ajiboye ist sich dieser Aufgaben und Ziele bewusst und versucht, sie effektiv zu erfüllen. Die Interviewpartnerin stellt fest, dass einige dieser Aufgaben eine Herausforderung darstellen, da sie sich mit verschiedenen Themen gleichzeitig befassen muss. Die Pflegedienstleiterin berichtet auch, dass Kommunikation und Konfliktmanagement zwei Bereiche sind, die besondere Aufmerksamkeit und zusätzliche Anstrengungen erfordern.

Führungsstil der befragten Person

Aufgrund der Schilderungen der Interviewpartnerin kann man davon ausgehen, dass sie den transaktionalen Führungsstil anwendet. Dieser Ansatz ist gekennzeichnet durch den Fokus auf Zusammenarbeit sowie Belohnung und Bestrafung (Sullivan, 2012). Die Interaktion und der Austausch zwischen der Pflegedienstleitung und den Mitarbeitern sind ökonomisch. Das Verhalten der Parteien ist von ihren Interessen und Zielen geprägt, und die Kommunikation spielt in diesem Prozess eine zentrale Rolle. Frau Ajiboye wendet in ihrer Praxis die primären Prinzipien der transaktionalen Führung an.

Bei der Bewältigung von Konflikten berücksichtigt die befragte Person beispielsweise die Interessen aller Beteiligten und versucht, einen Kompromiss zu finden. Saeed et al. (2014) stellen fest, dass Führungskräfte je nach ihrem Führungsstil unterschiedliche Konfliktmanagementinstrumente einsetzen. Transaktionale Führungskräfte greifen häufig auf Kompromisse zurück, die eng mit dem Prinzip der Zusammenarbeit verbunden sind. Dieser Ansatz ist recht effektiv, da er die Führungskraft in die Lage versetzt, Konflikte zu lösen und die ordnungsgemäße Leistung der Mitarbeiter sowie das Erreichen der Unternehmensziele sicherzustellen. Die größte Einschränkung dieser Methode ist jedoch das hohe Risiko, dass die Beteiligten mit bestimmten Punkten unzufrieden sind, was später zu neuen Konflikten und Spannungen sowie zu einer hohen Fluktuation führen kann. Um mögliche negative Folgen abzumildern, ist es wichtig, die Situation zu überwachen und einzugreifen, falls ein neuer Konflikt auftritt.

Ein weiteres Beispiel für den Einsatz transaktionaler Führung ist die Art und Weise, wie die befragte Person die Zeitplanung handhabt. Die leitende Krankenschwester behauptet, dass es ziemlich schwierig ist, Zeitpläne zu erstellen, die alle Krankenschwestern zufrieden stellen können. Eine wirksame Zusammenarbeit ist der Schlüssel für die erfolgreiche Bewältigung dieser Aufgabe. Die Leiterin berichtet, dass sie bestimmte Vorteile bietet, die für die Krankenschwestern wertvoll sein könnten. Sullivan (2012) betont, dass die Konzentration auf die Bedürfnisse der Menschen von wesentlicher Bedeutung ist, da sie die Gefolgschaft motivieren kann, sich weiterhin für die Ziele der Organisation einzusetzen. Dies ist eine wirksame Strategie, da das Engagement des Pflegepersonals aufgrund der verbesserten Arbeitszufriedenheit zunimmt.

Darüber hinaus kann die Budgetierung als Beispiel für die Anwendung des transaktionalen Stils dienen. Die befragte Person stellt fest, dass die Zusammenarbeit das wichtigste Prinzip bei der Budgetierung ist. Die Führungskraft versucht, Feedback zu erhalten, um die Ressourcen sinnvoll zu verteilen. Diese Methode ist recht effektiv, da sich die Mitarbeiter befähigt fühlen, was zu ihrem Engagement beiträgt. Außerdem werden ihre Bedürfnisse befriedigt, was sie motiviert, gute Leistungen zu erbringen und effektiv mit der Führungskraft zusammenzuarbeiten. Manning (2016) betont ebenfalls, dass transaktionale Führungsmethoden einen positiven Einfluss auf das Engagement der Mitarbeiter haben. Die Mitarbeiter erkennen an, dass die Führungskraft sich auf ihre Bedürfnisse konzentriert, und sie versuchen, gute Leistungen zu erbringen, da dieses Verhalten zu zusätzlichen Vorteilen führt.

Es ist auch möglich, auf den Einsatz von Führungsfähigkeiten zu achten, um die Stärken und Schwächen des angewandten Führungsstils zu ermitteln. Motivierung ist eine der Fähigkeiten, die effektive Führungskräfte entwickeln sollten. Motivation umfasst Aktivitäten wie die Konzentration auf die Bedürfnisse und Interessen der Menschen, die Bereitstellung von Belohnungen sowie die Festlegung klarer und erreichbarer Ziele (Sullivan, 2012). Der befragten Person gelingt es, ihre Mitarbeiter mit Hilfe der oben genannten Praktiken zu motivieren. Die Pflegedienstleiterin gibt auch an, dass sie häufig Rückmeldungen erhält, die darauf hindeuten, dass das Personal richtig motiviert ist.

Delegieren ist eine weitere wichtige Fähigkeit, die Führungskräfte entwickeln sollten, und es ist auch die Fähigkeit, um die sich die Befragten am meisten Sorgen machen. Die leitende Krankenschwester hat oft Schwierigkeiten zu delegieren, weil sie das Gefühl hat, dass ihr bestimmte Fähigkeiten und Kenntnisse fehlen. Zu einer effektiven Delegation gehört es, das Feedback des Personals einzuholen und zu akzeptieren, die Aufgaben den richtigen Personen zuzuordnen, Prioritäten zu setzen und den Mitarbeitern zu vertrauen (Sullivan, 2012). Die Pflegedienstleitung geht davon aus, dass sie Vertrauen zu den Mitarbeitern aufbauen und ihnen mehr Freiheiten geben muss.

Kommunikation

Effektive Kommunikation ist ein weiterer Pfeiler erfolgreicher Führung, daher ist es wichtig, auch diesem Aspekt Aufmerksamkeit zu schenken. Die befragte Person gibt an, dass es ihr gelingt, effiziente Methoden einzusetzen, die eine gute Zusammenarbeit gewährleisten. Was die formelle Kommunikation betrifft, so stellt die Führungskraft fest, dass das bestehende Informationssystem genutzt wird, um die wichtigsten Botschaften zu übermitteln. Dabei stellt die Befragte fest, dass es noch einige Probleme gibt, da die Krankenschwestern und -pfleger möglicherweise nicht rechtzeitig auf die erforderlichen Daten zugreifen. Eine mögliche Empfehlung zur Verbesserung der Situation kann die Entwicklung eines spezifischen Verfahrens für die Verbreitung der wichtigsten Informationen sein. Es kann von Vorteil sein, sich an IT-Fachleute zu wenden, um ein effektiveres Verfahren zur Information des Personals zu entwickeln.

Auch die informelle Kommunikation gibt Anlass zur Sorge, da die Führungskraft das Gefühl hat, dass zwischen ihr und den Mitarbeitern eine beträchtliche Distanz besteht. Diese Distanz kann auf lange Sicht zu einem Mangel an Vertrauen in die Führungskraft führen (Manning, 2016). Es kann notwendig sein, einige teambildende Maßnahmen zu entwickeln, um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Schließlich erwähnt die Führungskraft, dass die mündliche Kommunikation ein wichtiger, aber schwieriger Aspekt bei der Entwicklung angemessener Beziehungen zu den Mitarbeitern ist. Der Befragte betont, dass der Zeitmangel die Menschen bei dieser Art der Kommunikation unkonzentriert macht, was zu ineffektivem Delegieren und geringer Leistung führt. Es kann ratsam sein, mündliche und schriftliche Kommunikation zu kombinieren, da letztere die Erreichung der gesetzten Ziele gewährleisten kann.

Zusammenfassung

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die befragte Person eine transaktionale Führung anwendet, die sich als wirksam erwiesen hat. Obwohl der transaktionale Ansatz die Führungskraft in die Lage versetzt, ein effektives Arbeitsumfeld zu entwickeln, hat die Pflegefachkraft gewisse Bedenken. Die Pflegedienstleiterin sollte ihre Delegationsfähigkeiten verbessern und sich dabei auf Konzepte wie Vertrauen und Befähigung konzentrieren. Die verbale Kommunikation ist ein weiterer verbesserungswürdiger Bereich, da die Führungskraft feststellt, dass das Pflegepersonal nicht aufmerksam und reaktionsschnell genug ist, was zu geringer Leistung und anderen Problemen führt. Diese Situation kann mit Hilfe der Entwicklung bestimmter Kanäle für die Übermittlung verschiedener Arten von Informationen verbessert werden.

Referenzen

Manning, J. (2016). Der Einfluss des Führungsstils der Pflegedienstleitung auf das Arbeitsengagement des Pflegepersonals. JONA: The Journal of Nursing Administration, 46(9), 438-443. Web.

Saeed, T., Almas, S., Anis-ul-Haq, M., & Niazi, G. S. K. (2014). Führungsstile: Relationship with conflict management styles. International Journal of Conflict Management, 25(3), 214-225. Web.

Smith, C. (2015). Exemplarische Führung: Wie Stil und Kultur organisatorische Ergebnisse vorhersagen. Pflegemanagement (Springhouse), 46(3), 47-51. Web.

Sullivan, E. (2012). Effektive Führung und Management in der Pflege (8. Aufl.). New Jersey, NJ: Pearson Prentice-Hall.