Amerikanisierung Essay

Words: 687
Topic: Einwanderung

Die Amerikanisierung war eine euphorische Bewegung, die darauf abzielte, die Einwanderer in Amerika in die amerikanische Lebensweise zu integrieren. Die Opfer der Amerikanisierung wurden gezwungen, die amerikanischen Werte und die amerikanische Kultur zu übernehmen. Die Amerikanisierungsbewegung geriet in die Kritik, weil sie die Segregation zu propagieren schien.

Einige behaupteten, dass die Bewegung auch rassistische Züge trug (Finzsch et al. 30). Die Bewegung begann Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und war während des Ersten Weltkriegs sehr aktiv. Die Einwanderer wurden im Rahmen des Amerikanisierungsprozesses als Militärangehörige in die amerikanischen Streitkräfte eingezogen. Einige schwerwiegende soziale Kräfte waren für die Entstehung und die Stärke der Amerikanisierungsbewegung verantwortlich (Finzsch et al. 36).

Die Kampagnen und die Unterstützung der Regierung für die Bewegung waren die Hauptursache für ihren Aufstieg. Die Behörden verpflichteten die Einwanderer zu einer staatsbürgerlichen Erziehung, die ihnen amerikanische Werte und Verantwortung vermittelte. Offensichtlich gab es einen politischen Grund für diese Bewegung.

Die damalige Regierung befürchtete, dass die neuen Einwanderer, die in großer Zahl gekommen waren, sich nicht an die amerikanische Kultur und die sozialen Gepflogenheiten anpassen würden. Dies war Grund genug für die Regierung, Organisationen für die Kampagne und Erziehung der Einwanderer zu gründen. Außerdem glaubten die amerikanischen Ureinwohner, dass die Einwanderer nicht in der Lage sein würden, sich schnell in die amerikanische Gemeinschaft zu integrieren (Sollors 61).

Dies barg die Gefahr eines sozialen Konflikts in der amerikanischen Gesellschaft in sich. Infolgedessen bildeten sich private Bürgerbewegungen, die sich für die Förderung der amerikanischen Kultur und Werte unter den Einwanderern einsetzten. Außerdem wollte die Regierung der Vereinigten Staaten nicht, dass der Einfluss des sozialistischen und kommunistischen Charakters, der in der Sowjetunion bereits Wurzeln schlug, in Amerika wirksam wurde (Sollors 54). Faktoren, die die soziale und politische Integrität der Vereinigten Staaten bedrohten, förderten die Bemühungen der Behörden um die Assimilierung der Einwanderer.

Auch die einheimischen Gruppen, insbesondere die Indianer, waren Ziel der Kampagnen. Die Amerikanisierungsbewegungen und die Behörden versuchten, die Indianer von ihrer einheimischen Lebensweise auf europäische soziale Werte umzustellen. Dies geschah durch europäische Bildung und Technologie. Obwohl die Assimilierung der Ureinwohner bereits im frühen neunzehnten Jahrhundert begonnen hatte, erreichte die Dynamik des Prozesses zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ihren Höhepunkt, als die Einwanderer amerikanisiert wurden (Pickus 60).

Die meisten der Einwanderer aus Europa waren Analphabeten und sprachen oder verstanden kein Englisch. Das Sozialsystem sah die Notwendigkeit, eine einheitliche Bürgerschaft mit einer gemeinsamen Sprache, vorzugsweise Englisch, zu schaffen. Damit Handel und Industrie florieren konnten, war der Industrielle der Meinung, dass das Sozialsystem ein europäisches Modell sein musste.

Die Gewerkschaften engagierten sich in Programmen zur Amerikanisierung der Einwanderer. Außerdem versuchten religiöse Einrichtungen wie die christlichen Kirchen, die bereits ein wesentlicher Bestandteil der amerikanischen Kultur waren, die Einwanderer zu indoktrinieren, um sie zu amerikanisieren (Pickus 50). Die Befürworter der Amerikanisierung argumentierten, dass dieser Prozess die Einwanderer in die Lage versetzte, die Schwierigkeiten der Eingliederung in die neue Gesellschaft zu bewältigen.

Das Bestreben, Einwanderer und amerikanische Ureinwohner in die europäische Mainstream-Kultur zu integrieren, wird in der heutigen Gesellschaft als allgegenwärtig angesehen. Die Bildung, die den Einwanderern angeboten wurde, damit sie Englisch lernen, wurde als Untergrabung des sprachlichen Erbes der Kultur der Einwanderer angesehen (Finzsch et al. 29). Die von den Behörden und Bewegungen angewandten Zwangsmethoden dienten nicht der Assimilierung der Einwanderer, sondern führten häufig zu Ressentiments gegenüber der europäischen Kultur.

Der beabsichtigte Patriotismus wurde auf diese Weise nicht verwirklicht. Der einzige Grund, der die Einwanderer dazu brachte, sich in Amerika niederzulassen und dort zu leben, war der Druck, der sie dazu gezwungen hatte, aus ihrer Heimat nach Amerika auszuwandern. Die Amerikanisierungskampagne der Regierung wurde als ein politischer Trick der Regierung angesehen, um Stabilität und Macht durch den Einsatz von Zahlen zu erhalten (Sollors 40). Das Thema der Amerikanisierung ist aufgrund seiner Ungewöhnlichkeit bis heute umstritten.

Zitierte Werke

Finzsch, Norbert, und Dietmar Schirmer. Identität und Intoleranz: Nationalismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und den Vereinigten Staaten. Washington, D.C.: Deutsches Historisches Institut; 1998. Drucken.

Pickus, Noah M. Jedidiah. Wahre Treue und Loyalität: Einwanderung und amerikanischer Staatsbürger-Nationalismus. Princeton, N.J.: Princeton University Press, 2005. Drucken.

Sollors, Werner. Mehrsprachiges Amerika: Transnationalismus, Ethnizität und die Sprachen der amerikanischen Literatur. New York: New York University Press, 1998. Drucken.