Amerikanische Zukunft: Die Standpunkte von Jimmy Carter und Mark Twain Aufsatz

Words: 657
Topic: Politik und Regierung

Antichinesische Vorurteile

In dem Stück von Mark Twain werden mehrere Vorurteile gegenüber Chinesen in Amerika aufgezeigt. In den Minen werden Chinesen von der Einwanderung abgehalten, indem ihnen doppelt so hohe Steuern auferlegt werden, wie sie andere Menschen zahlen. Wenn ein Chinese bei einem Raubüberfall erwischt wird, wird er getötet (durch Erhängen), aber jede andere Gruppe von Menschen, die gefunden wird, wird nur aus dem Lager verjagt. In vielen Teilen der Pazifikküste wird jedes Verbrechen, das nicht schnell genug aufgeklärt wird, einem Chinesen in die Schuhe geschoben, und der unglückliche Chinese wird getötet. Und während sich Chinesen in San Francisco für nur 50 Cent impfen lassen können, sind sie gezwungen, sich am Kai impfen zu lassen, wo sie 10 Dollar an den staatlich bestellten Offizier zahlen müssen (Mark, N.D.).

Satire

Nach dem Oxford English Dictionary ist Satire die Kunst oder Praxis, sich über Menschen, Institutionen usw. lustig zu machen und sie lächerlich zu machen, um zu zeigen, wie dumm, böse oder inkompetent sie sind (Hornby, 1995:1042). Dieses Stück von Mark Twain ist satirisch, weil er unter dem Vorwand, das Polizei- und Mediensystem zu loben, in Wirklichkeit auf die Ungereimtheiten innerhalb dieser Systeme hinweist. Er scheint auch mit dem Jungen zu sympathisieren, der den Chinesen steinigt, aber bei genauerer Analyse des Werks wird deutlich, dass er in Wirklichkeit gegen die Steinigung ist.

Inkompetenz der Polizei

Mark Twain macht sich über verschiedene Eigenschaften der Polizei lustig. Er weist auf ihre Tendenz hin, unschuldige Chinesen zu verhaften, während die wahren Verbrecher frei herumlaufen. Er macht sich auch über ihre groben Ungereimtheiten lustig. Während sie zum Beispiel vorgeben, sich nach Kräften zu bemühen, Gesetzesbrecher zu fassen, schüren sie in Wirklichkeit nur die Vorurteile gegen Chinesen. Jede noch so kleine Verhaftung durch die Polizei muss beklatscht und in den Medien verbreitet werden, um ihr gigantisches Ego zu stärken (Mark, N.D.).

Der Standpunkt von Jimmy Carter

Präsident Jimmy Carter beschreibt mehrere Probleme in Amerika. Dazu gehört das allmähliche Nachlassen des Engagements des Durchschnittsamerikaners für Frieden, wirtschaftliche und soziale Freiheiten, die Umwelt und die Menschenrechte. Er weist auch darauf hin, dass die persönliche Meinungsfreiheit gefährdet ist und dass unorthodoxe Auffassungen immer weniger toleriert werden. Besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass sich die politischen Führer über internationale Vereinbarungen zu Waffen und Gerechtigkeit hinweggesetzt haben. In diesem Zusammenhang weist er auf die Tatsache hin, dass Amerika, traditionell ein Pazifist, heute den Krieg als eine der ersten Optionen zur Lösung internationaler Krisen betrachtet. Amerika scheint entschlossen zu sein, seine Vorherrschaft über den Rest der Welt auszuüben, koste es, was es wolle. Bei alledem wird die Mehrheit der Amerikaner davon abgeschirmt, das hässliche Gesicht zu erkennen, das Amerika dem Rest der Welt zeigt (Jimmy, N.D.).

Jimmys Vorschläge

Jimmy Carter schlägt mehrere Lösungen für die aufgezeigten Probleme vor. Der Grundgedanke dabei ist, dass Amerika aufwachen und ein Vorbild für den Rest der Welt sein sollte. Es sollte ein Verfechter von Frieden, Freiheit und globaler Einheit werden. Die politische Spaltung innerhalb des Landes sollte überwunden und die edle Geschichte Amerikas wiederbelebt und genährt werden. Andere Länder sollten in der Lage sein, sich an Amerika zu wenden, wenn es um Sicherheitsfragen und andere Formen souveräner Auseinandersetzungen geht (Jimmy, N.D.)

Persönliche Meinung

Die Vorschläge von Jimmy Carter sollten beherzigt werden. Denn obwohl Amerika derzeit souverän ist, ist es dennoch anfällig für dieselben globalen Probleme, die es ignoriert. Die derzeitige Wirtschaftskrise ist hierfür ein gutes Beispiel. Kein Staat, wie mächtig er auch sein mag, kann es sich leisten, allein und getrennt vom Rest der Welt zu stehen. Die globale Zusammenarbeit ist wichtig, wenn die souveränen Einheiten vorankommen sollen. Das Streben nach Frieden ist also keine Frage der Wahl – es ist eine Notwendigkeit, wenn Amerika überhaupt eine Zukunft haben soll.

Referenz

Hornby A.S. (1995) “Oxford Advanced Learners Dictionary” 5. Auflage Oxford University Press, Seite 1042

Jimmy Carter (N.D.) “Das ist nicht das wahre Amerika” Bereitgestellt als PDF

Mark Twain (N.D.), “Schändliche Verfolgung eines Jungen”, bereitgestellt als PDF