Amerikanische Wirtschaftsgeschichte von 1790-1860 Bericht (Bewertung)

Words: 495
Topic: Geschichte

Probleme und Lösungen: die US-Wirtschaft 1790-1860

Die industrielle Revolution hatte die Verkehrsinfrastruktur in den Vereinigten Staaten bis 1790 beeinflusst. Das Problem war ein zweifaches: ein unterentwickeltes Transportsystem (z. B. Straßen) und ein Mangel an Transportmitteln. Kanalsysteme und Eisenbahnen lösten vor allem das erste Problem, während die Erfindung der Dampfmaschine zu einer umfassenden Lösung des zweiten Problems führte (Heilbroner und Singer 68). Züge und andere Transportmittel waren die wichtigsten Faktoren, die zur Entwicklung der Wirtschaft des Landes zwischen 1790 und 1860 beitrugen.

In den Anfängen des Bankensystems in den Vereinigten Staaten waren die Probleme der Banken von grundlegender Bedeutung. Das erste große Problem war die völlige Politisierung der Banken, die zu Instrumenten der politischen Kräfte wurden, um bestimmte Ziele zu verfolgen. Ein weiteres Problem war das Fehlen einer einheitlichen nationalen Währung. Jede Bank gab eigene Banknoten heraus und versah sie mit ihrem eigenen Design (Heilbroner und Singer 67). Die Regierung kontrollierte nur die Ausgabe von Münzen. Die Probleme wurden wie folgt gelöst: Mehrere Staaten verabschiedeten Gesetze zum “freien Bankwesen”, um Politisierung und Korruption zu vermeiden, und die Bundesregierung übernahm wieder die Kontrolle über das Verfahren zur Gründung von Banken und führte eine einheitliche Währung ein.

Wirtschaftsgeschichtliches Konzept

Hamilton stand für die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft als zentralisierte und hochindustrialisierte Wirtschaft, während Jefferson die Republik mit starker Dezentralisierung und dem agrarischen Sektor der wirtschaftlichen Entwicklung befürwortete. Das zunehmende Tempo der industriellen Revolution hatte seine Vorteile für die amerikanische Wirtschaft, ebenso wie die Konzentration auf die Landwirtschaft. Die aufstrebenden Städte, neue Arbeitsplätze und das Wachstum des industriellen Potenzials der US-Wirtschaft waren die unterstützenden Argumente für die Industrialisierung in Amerika.

Der wachsende Bedarf an Nahrungsmitteln in der sich entwickelnden Wirtschaft und einfachere Methoden zur Gewinnung der Ergebnisse waren jedoch ebenfalls starke Argumente (Heilbroner und Singer 156). Douglas North stellte mit seiner “Baumwollthese” fest, dass die britische Nachfrage nach US-Baumwolle der “Treibstoff” für die US-Wirtschaft in den Jahren 1815-1840 war. Die Geschichte zeigt, dass seine Aussage nicht weit von der Wahrheit entfernt war. Die Entscheidung für die landwirtschaftliche Doktrin hätte dem Land kurzfristig bessere Ergebnisse beschert, während die Konzentration auf die Entwicklung der industriellen Infrastruktur der US-Wirtschaft langfristig einen Schub und ein stabiles Wachstum hätte bescheren sollen.

Quantitative Analyse

Um die Frage zu beantworten, inwieweit die USA in den ersten Jahren ihrer Entwicklung industrialisiert waren, muss man die Situation der Wirtschaft bis zu diesem Zeitpunkt verstehen. Der Arbeitsmarkt erlebte einen Aufschwung durch den Zustrom von Einwanderern und das Entstehen neuer Städte, die für ihre Entwicklung eine große Zahl von Arbeitskräften benötigten. Andererseits gab es angesichts des landwirtschaftlichen Charakters der frühen US-Wirtschaft, der unterentwickelten Verkehrsinfrastruktur und der Probleme im Bankensektor Probleme mit der Kapitalbildung, der Zugänglichkeit von Ressourcen und der Finanzierung von Großprojekten (Heilbroner und Singer 160). Man kann sagen, dass das Land bis zu den 1820er Jahren kaum industrialisiert war.

Zitierte Werke

Heilbroner, Robert L., und Alan Singer. The Economic Transformation of America, 1600 to the Present. 4. Auflage. Boston: Wadsworth Publishing, 1998. Drucken.