Amerikanische Verfassungsdebatten im Jahr 1787 Essay

Words: 1100
Topic: Geschichte

Einführung

Die Mitglieder des US-Verfassungskonvents debattierten lange und intensiv über die Form der Exekutive der Nation. Es gab wenig Begeisterung für ein System, das Georg III. durch eine einheimische Exekutive ersetzen könnte, die sich als ebenso bedrohlich erweisen könnte, aber es gab Bedenken, dass die neue Nation eine Exekutive haben sollte, die in der Lage ist, im Interesse der Nation entschlossen zu handeln, wenn es nötig ist. Obwohl die Trennung von Kirche und Staat im Laufe der Zeit von Staat zu Staat erfolgte, bilden die Debatten über Recht und Religion auf dem Verfassungskonvent von 1787 die ideologische Grundlage für die Trennung von Kirche und Staat. Diese Debatten fügten sich nahtlos in die wachsende ideologische Erkenntnis ein, dass alle privaten Handlungen vor den Bedrohungen durch den öffentlichen Sektor geschützt werden mussten.

Analyse

Die beiden großen Gruppen auf dem Verfassungskonvent waren die Föderalisten und die Anti-Föderalisten. Die Anti-Föderalisten glaubten wirklich, dass eine starke nationale Regierung die individuellen Freiheiten bedrohte. Die Föderalisten waren der Meinung, dass das Land scheitern und zerfallen würde, wenn die nationale Regierung nicht genügend Macht hätte, um die zahlreichen Probleme zu bewältigen. Während des Ratifizierungsprozesses der Verfassung gab es zwischen den Föderalisten und den Antiföderalisten in mehreren Fragen Meinungsverschiedenheiten.

Die Föderalisten zeigten eine verständliche Tendenz, ihre Befürwortung einer starken nationalen Regierung zu reflektieren. Die Antiföderalisten standen eher im Einklang mit ihrem kompromisslos republikanischen Anliegen. Die Debatte zwischen den Föderalisten und den Antiföderalisten bestand aus zwei gemeinsamen Normen: zum einen, dass die geplante neue Verfassung der Bundesregierung praktisch die gesamte rechtliche Befugnis über die Armee einräumte, und zum anderen, dass die Bundesregierung überhaupt kein Recht haben durfte, den Bürgern das Tragen von Waffen zu verbieten. Der Unterschied zwischen den Föderalisten und den Anti-Föderalisten bestand nur in der Frage, ob eine waffentragende Bevölkerung den Schutz der Freiheit wirksam zusichern konnte.

Die Debatte zwischen Föderalisten und Anti-Föderalisten ist eine Debatte zwischen einer Staatsform und der Föderation. Ihre Ansichten können nicht miteinander in Einklang gebracht werden, da sie sich auf völlig unterschiedliche politische Ontologien stützen: Sicherheit und Individualismus auf der Seite der Föderalisten stehen politischer Freiheit und einem Verständnis für die Notwendigkeit der Erneuerung auf der Seite der Anti-Föderalisten gegenüber. Während die Gründungsangst der Föderalisten ein Misserfolg war, war die ursprüngliche Angst der Anti-Föderalisten ein Verlust.

Der verfassungsrechtliche Rekurs der Antiföderalisten ist eher als Erneuerung denn als Abhilfe gedacht. Der antiföderalistische Konstitutionalismus ist ein Höhepunkt der Geschichte, kein Neubeginn der Zeit. Die Föderalisten ihrerseits machten aus ihren britischen Sympathien keinen Hehl. Sie gingen die Probleme von der Annahme aus, dass die Vereinigten Staaten zu einer zivilen Gesellschaft nordatlantischer Nationen gehörten. Sie betonten die Rolle von Regierungen und Institutionen bei der Sicherung von Eigentum und Freiheit und unterstrichen den nationalen Zusammenhalt als Grundlage für internationale Legitimität.

Die Föderalisten versuchten, nach europäischen Regeln zu spielen, was ihnen im Ausland Verachtung einbrachte und im eigenen Land kritisiert wurde. Eine konkurrierende antiföderalistische Vision wandte sich von der traditionellen europäischen Staatskunst ab. Nach ihren Gesetzen waren die Menschen in ihrer natürlichen Einfachheit frei und glücklich und neigten nicht dazu, sich gegenseitig zu töten oder auszurauben. Sie brauchten keine Monarchen oder Zwangsregierungen, um ihre Sicherheit zu genießen und ihrem Eigentum nachzugehen. Der antiföderalistische Ansatz wurde zur vorherrschenden Sprache der amerikanischen Außenbeziehungen und zu einem wichtigen Element der amerikanischen nationalen Identität.

In beiden Lagern gab es prominente Persönlichkeiten. Die Föderalisten waren reich, kenntnisreich und von der Idee einer autoritären, einheitlichen Regierung überzeugt. Ihre Spitzenkandidaten waren in der Regel bedeutende Männer wie Benjamin Franklin, James Madison, John Jay, George Washington und Alexander Hamilton. Sie traten für eine logische, kompetente Regierung ein, die ihre wirtschaftliche Stellung schützen konnte. Bei den Anti-Föderalisten handelte es sich meist um Viehzüchter, Hypothekengläubiger und andere Personen aus der Unterschicht, die sich der Verwaltung ihres Staates verschrieben hatten, zu denen auch Samuel Adams und Patrick Henry gehörten.

Einer der Haupteinwände der Antiföderalisten gegen die Verfassung war das Fehlen einer Bill of Rights, die der Gemeinschaft elementare Rechte verliehen hätte. Sie fürchteten auch die Kontrolle, die einer eher dominanten Regierung übertragen werden würde. George Mason, Patrick Henry und Thomas Paine waren die wenigen Auserwählten der antiföderalistischen Partei. Patrick Henry war gegen die Verfassung, weil sie seiner Meinung nach gegen die Unabhängigkeitserklärung verstieß.

Schlussfolgerung

Die Debatten der Föderalisten und der Antiföderalisten sind heute sicherlich am deutlichsten in der Zweiparteienstruktur der Vereinigten Staaten zu erkennen. Konventionell befürworteten die Föderalisten eine solide zentrale Verwaltung, während die Antiföderalisten für mehr staatliche Freiheiten eintraten. Die Antiföderalisten befürchteten, dass die Föderalisten eine solide, dominante Regierung aufbauen und alle Befugnisse an den Staat abgeben würden.

Sie waren der Meinung, dass die föderalistische Organisation zu viel Kontrolle über die Menschen ausüben würde. Paradoxerweise verabscheuten beide Gruppen politische Parteien, aber im Laufe der Zeit wurden aus den Föderalisten die Demokraten und aus den Anti-Föderalisten die Republikaner. Auch heute noch sind sich diese beiden Parteien in vielen Fragen nicht einig, und eine davon ist das Gesundheitswesen. Die Demokraten strebten eine Regierung an, die das Gesundheitspaket beschließt, aber die Republikaner behaupteten, dass dieser Plan der Bundesregierung zu viele Befugnisse geben würde. Die Republikaner forderten, dass es jedem einzelnen Staat überlassen bleiben sollte, zu regeln, ob es einen delegierten Gesundheitsplan geben sollte oder nicht. Letztendlich ist der Vorschlag der Demokraten zur Gesundheitsversorgung immer noch umstritten.

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