Amerikanische Populärkultur: Der Einfluss von Stereotypen Essay

Words: 849
Topic: Kultur

Die amerikanische Kultur ist seit dem 18. Jahrhundert fest verankert, da sie größtenteils von den britischen und irischen Gemeinschaften übernommen wurde, die während der Kolonialzeit präsent waren. In ihrer Anfangsphase spiegelte sie die Bedürfnisse der Gesellschaft und die in ihr vorherrschenden Einstellungen wider. Diese Kultur war hauptsächlich konservativ und stark von der Religion beeinflusst. Im Laufe der Zeit wurde diese Kultur jedoch immer mehr säkularisiert, wobei die Verstädterung ihr größter Verfechter war (Browne, 2005).

Dies zeigt sich zum Beispiel in der amerikanischen Vorliebe für Einkaufszentren und Automobile. Die Originalität kann jedoch auch darin gesehen werden, dass in der Fernsehwerbung Frauen als nur zum Putzen oder Kochen geeignet dargestellt werden. In der Werbung halten Frauen Töpfe und Pfannen oder tragen Gummihandschuhe mit Seifenblasen in der Hand. Männer hingegen werden als männliche Individuen dargestellt und sind in Werbespots für Werkzeuge und Maschinen zu sehen.

Rituale und die daraus resultierenden Stereotypen beruhen hauptsächlich auf sozialen, wirtschaftlichen und politischen Faktoren. Soziale Faktoren wie die Zugehörigkeit zu Banden haben dazu geführt, dass Teile der Gesellschaft, z. B. Afroamerikaner oder Mexikaner, als gewalttätig wahrgenommen werden. Auch wurde die Tätowierungskunst als eine Form der Anerkennung in der Gesellschaft angesehen. Auch der wirtschaftliche Hintergrund wurde als Grundlage für die Stereotypisierung von Teilen der Gesellschaft herangezogen, z. B. wenn man davon ausgeht, dass Afroamerikaner weniger Kredit haben als ihre weißen Kollegen.

Dies zeigt sich darin, dass man in wohlhabenden Vierteln nicht so viele Afroamerikaner erwartet. Männer gelten in der Gesellschaft auch als Versorger, während Frauen von Männern abhängig sind. In der Politik gelten Männer als natürliche Führer, während Frauen gute Untertanen sind. Dies zeigt sich bei Wahlen, wo Frauen es schwer haben, sich gegen ihre männlichen Kollegen durchzusetzen, und am Arbeitsplatz, wo Führungspositionen den Männern vorbehalten sind.

Einige der populären Kunstformen wie Musik, Malerei und Tanz sind davon nicht verschont geblieben, da sie sich entwickelt haben und von verschiedenen Segmenten der Gesellschaft angenommen wurden, so dass auch Stereotypen übernommen wurden. So gelten einige Kunstformen als gewalttätig, bandenmäßig, wohlhabend oder locker.

Beim Tanz zum Beispiel wird angenommen, dass das Ballett wohlhabenden und überwiegend weißen Menschen vorbehalten ist, während “Breakdance” den Afroamerikanern in weniger wohlhabenden Teilen der städtischen Zentren vorbehalten ist. Auch die Verwendung von Farbe zur Schaffung von Kunst ist mit Stereotypen behaftet, da Kunst auf Leinwänden als wohlhabend gilt, während andere Formen wie Graffiti als eine Domäne der weniger wohlhabenden Gesellschaften angesehen werden. Tätowierkunst gilt als locker und meist bandenbezogen.

Persönliche Stereotypen sind auch in der zeitgenössischen amerikanischen Populärkultur weit verbreitet und dienen dazu, die Gruppenzugehörigkeit des Einzelnen, sein Ego oder das System zu rechtfertigen. Laut Petracca und Sorapure (2009) beruhen persönliche Stereotypen auf individuellen, idiosynkratischen Überzeugungen.

Wenn Sie z. B. in einem von Afroamerikanern dominierten Viertel überfallen werden, werden Sie Afroamerikaner nie wieder als solche wahrnehmen, da Sie sie immer mit Unsicherheit assoziieren werden. Ähnlich verhält es sich, wenn Sie eines Tages von bestimmten Lebensmitteln Magenbeschwerden bekommen, auch wenn dies auf unhygienische Bedingungen in dem betreffenden Restaurant zurückzuführen ist, wird Ihre Wahrnehmung dieser Lebensmittel für immer anders sein.

Stereotype haben sich in unserer Gesellschaft aufgrund unserer historischen Interaktionen hartnäckig gehalten. Zu den historisch am weitesten verbreiteten Stereotypen gehören die geschlechtsspezifischen und rassistischen, bei denen Frauen für schwächer als Männer gehalten werden oder Blonde für dümmer als Brünette. Diese Klischees wurden über Generationen weitergegeben und lassen sich am Arbeitsplatz nachweisen, wo Männer oder Brünette in Führungspositionen berufen werden, während Frauen oder Blondinen für Sekretariatsaufgaben geeignet sind.

Der Kampf gegen diese Stereotypen hat auch eine geschäftliche Perspektive, denn die meistverkauften Bücher und Zeitschriften sind diejenigen, die die Fähigkeiten oder Kräfte der Frauen betonen. In der Musik fällt es Frauen leichter, ihre Stärken zu besingen, um der von männlichen Musikern vermittelten Vorstellung einer perfekten Frau entgegenzuwirken, die ein gefühlsbetontes Wesen ist, das zu Hause auf den Mann wartet, nachdem er mit “männlichen” Aktivitäten fertig ist. Die Regierung und verschiedene Gruppen der Zivilgesellschaft bekämpfen dies jedoch langsam durch positive Maßnahmen.

Zusammenfassung

Stereotypen sind weit verbreitete Vorstellungen oder Überzeugungen über einen bestimmten Typus von Menschen oder ein bestimmtes Segment der Gesellschaft. Diese Vorstellungen stützen sich oft auf bestimmte Vorannahmen und sind oft einfach und standardisiert. Rituale sind Praktiken mit symbolischem Wert, die von Gemeinschaften durchgeführt werden und oft von den in der Gemeinschaft vorherrschenden Traditionen oder der Religion diktiert werden.

So sehr Stereotypen als Bevorzugung eines Teils der Gesellschaft gegenüber dem anderen angesehen werden, bedeutet das nicht, dass die Gruppe, die ungerecht beurteilt zu werden scheint, nicht genau diese Stereotypen propagiert. Ein Beispiel dafür ist die Frage, warum Frauen nicht für ihre Geschlechtsgenossinnen stimmen und anscheinend das gleiche Stereotyp glauben, dass sie schwächer sind als ihre männlichen Kollegen.

Affirmative Action wurde eingeführt, um Frauen zu ermutigen, um Führungspositionen zu kämpfen, da sie aufgrund einer Kultur, die Stereotypen propagiert, weniger motiviert waren, dies zu tun. Da Stereotypen zur menschlichen Natur gehören, können wir nur lernen, mit ihnen zu leben, und so sehr die Stereotypisierung in der Werbung auch zu sehen ist, so sehr wirken sie doch auf uns anziehend.

Referenzen

Browne, R. (2005). Profile der Populärkultur. Wisconsin. University of Wisconsin Press.

Petracca, M. und Sorapure, M. (2009) Common Culture. New Jersey: Prentice Hall