Amerikanische Literatur: “Ein Junge, den es nicht mehr gibt” von Harry Mazer Essay

Words: 547
Topic: Amerikanische Literatur

In dem Buch A Boy No More von Harry Mazer geht es um einen jungen Mann namens Adam Pelko, der mit dem Trauma des Angriffs auf Pearl Harbor leben muss, bei dem er seinen Vater auf dem US-Schiff Arizona verlor. Als er zusammen mit seiner Schwester und seiner Mutter nach San Diego umzieht, steht der junge Mann vor der Herausforderung, seine verstörende Vergangenheit zu rekonstruieren.

Zu allem Überfluss erhält er über seinen besten Freund Mori einen beunruhigenden Brief über die unglücklichen Ereignisse in Hawaii, in dem er um seine Hilfe bei der Freilassung seines inhaftierten Vaters japanischer Abstammung gebeten wird. Adams macht sich auf den Weg nach Fresco, um Moris Onkel die Nachricht von der Verhaftung seines Bruders zu überbringen.

Adams’ anschließende Reisen nach Fresco öffneten ihm die Augen für die tiefen Ressentiments, die die amerikanische Gesellschaft gegenüber den Japanern hegte. In Fresco angekommen, ist Adam überrascht, dass die gesamte Familie seines Freundes in dem japanischen Gefangenenlager in Manzanar festgehalten wurde.

Reflektierende Analyse

Adam ist mit mehreren Dilemmas konfrontiert. Zum einen hat er seinen Vater bei dem Angriff auf Pearl Harbor verloren, bei dem die Japaner die Aggressoren waren. Außerdem ist sein bester Freund Davi zufällig ein Amerikaner japanischer Herkunft. Drittens ist die allgemeine Stimmung in der Öffentlichkeit von offener Verachtung gegenüber allen Menschen japanischer Herkunft geprägt. Daher war es sehr riskant, nach Manzanar zu fahren, wo die Amerikaner japanischer Abstammung inhaftiert waren.

Und schließlich hatte Adam Angst, seinen besten Freund für immer zu verlieren, wenn er nicht auf seinen Notruf reagierte. Adam, der seit seiner Kindheit mit Davi befreundet war, war sich sicher, dass die meisten Amerikaner japanischer Abstammung im Internierungslager nichts mit dem Angriff auf Pearl Harbor zu tun hatten. Adam muss die schwere Entscheidung treffen, die Freundschaft über die Loyalität gegenüber dem pauschalen Gesetz zur Inhaftierung von “Japanern” zu stellen. Adam macht sich gegen den Willen seiner Mutter auf die furchtbare Reise nach Manzanar.

Der Autor schildert auf interessante Weise die Entwicklung eines traumatisierten Jungen zu einem jungen Mann in einem Land, in dem die Bürger japanischer Abstammung mit Verachtung und offener Diskriminierung im Namen einer gemeinschaftlichen Bestrafung behandelt werden. Infolge des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor wurde die Nation durch die Zerstörung verkrüppelt, und die Ressentiments richteten sich gegen die Amerikaner japanischer Abstammung.

Der Leser kann leicht die offenen Schuldgefühle und Vorurteile gegenüber den Mitgliedern der Gesellschaft japanischer Abstammung entdecken, um die Mentalität der Schuldzuweisung zu rechtfertigen.

Trotz der Herausforderungen, die eine Ausbildung, ein schlecht bezahlter Job, die Pflege seiner Mutter und seiner Schwester und die Aufrechterhaltung einer Beziehung zu einer älteren Freundin mit sich bringen, schafft es Adam, die Reise nach Manzanar anzutreten, die mehr als zwei Tagesmärsche entfernt ist, ohne seine Mutter darüber zu informieren. Diese Entscheidung führt zu einem sehr ernsten Konflikt zwischen Adam und seiner Mutter, da sie die gleiche öffentliche Meinung vertritt, die die Inhaftierung der Amerikaner japanischer Herkunft unterstützt.

Persönliche Überlegungen

In dem Buch A Boy No More ist es dem Autor gelungen, das Leben junger Menschen während des Zweiten Weltkriegs zu schildern, als die Gesellschaft durch einfache Vorurteile gegenüber den Japanern gespalten war. Obwohl Adam seinen Vater durch die japanischen Invasoren verloren hat, setzt er sich über die ethnische Diskriminierung hinweg, um seinem japanischstämmigen Freund zu helfen. Er tut dies gegen den Willen seiner Mutter.