Amerikanische Geschichte in “Memoirs of a Wobbly” von Henry McGuckin Essay

Words: 557
Topic: Vereinigte Staaten

Sie litten unter immensen finanziellen Engpässen. Der Autor zählt mehrere Fälle auf, in denen finanzielle Engpässe bei der Durchführung der Aktivitäten der Gewerkschaft zu beobachten waren. Auch wenn er es nicht direkt ausspricht, geht es aus dem Auszug eindeutig hervor. Wirksame Revolutionen können nur dann erfolgreich sein, wenn die Ressourcen ausreichen, um die Aktionen der Gewerkschaft zu unterstützen; es ist ratsam, eine breite und stabile Ressourcenbasis zu schaffen, da dies eine solide Grundlage für den Agitationsprozess darstellt. Der Autor schildert, wie es schwierig wurde, Mittel für die Beauftragung eines Anwalts zur Verteidigung der verhafteten Mitglieder aufzubringen (Chaplin 1948).

Revolutionen können mit friedlichen Mitteln herbeigeführt werden. In den Memoiren organisierten die Arbeiter friedliche Streiks ohne militärische Angriffe (Chaplin 1948). Der Autor geht davon aus, dass die Reaktionen der Arbeiter nicht konfrontativ und friedlich waren und nicht auf lebensbedrohlichen Verhaltensweisen beruhten. Als er der Brandstiftung beschuldigt wurde, antwortete er, dass ihre Aktivitäten nicht darauf abzielten, Leben zu gefährden oder Eigentum zu zerstören

Ein weiterer Aspekt der Revolution war die Tatsache, dass sie nicht so formell war. Ein genauer Blick in das Buch zeigt eine wenig organisierte, aber fast effiziente Art und Weise, ihre Aktivitäten durchzuführen. Den Akteuren fehlte es an formellen und eindeutigen Rollen und Verantwortlichkeiten, die sie zu spielen hatten. Dies ist ein hervorstechender Aspekt des Kampfes, der in dem Auszug zu sehen ist. Die Gewerkschaften führten ihre Aktivitäten willkürlich durch, ohne sich von einem bestimmten Ethos und Aktionsplan leiten zu lassen.

Ein Beispiel ist seine Tätigkeit in der Färberei in Minneapolis. Er sagt, dass sein Kollege weitgehend unzuverlässig war. Ihre Aktivitäten waren meist stochastisch.

Die Widerstandsfähigkeit der Gewerkschaftsmitglieder – insbesondere der Gewerkschaftsführer – ist ein herausragendes Schauspiel, das sich in den Memoiren leicht erkennen lässt. Wenn es darum geht, eine abweichende soziale Haltung zu ändern, bildet die Widerstandskraft eine wichtige Grundlage (Chaplin 1948). Im Laufe des Buches erweist sich der Autor als widerstandsfähiger und leidenschaftlicher Verfechter dessen, woran die Arbeiter glauben. Die Agitatoren des Wandels wurden mehrfach ins Gefängnis geworfen, unter zahlreichen Umständen eingeschüchtert und immer wieder verfolgt, aber sie kämpften weiter für den Kurs, an den sie glaubten. Ihre Ausdauer trug allmählich Früchte.

Ein herausragender Aspekt, den der Autor in seinen Memoiren dargestellt hat, ist die Tatsache, dass die Gewerkschaftsarbeit über das Bildungsniveau der Führungspersönlichkeiten in den Klassenzimmern hinausgeht. Der Autor hatte nur sehr wenig Berufserfahrung. Eine kleine Hintergrundrecherche über den Autor zeigt einen Mann mit einem weniger als bescheidenen Bildungsniveau. Er brach die Schule ab, als er noch sehr jung war, bevor er sich schließlich für die Gewerkschaftsarbeit engagierte. Daraus lässt sich schließen, dass Aktivismus mehr als nur eine Schulbildung erfordert, um ausgeführt werden zu können. Er erfordert vielmehr ein inhärentes Selbstopfer – freiwillig. Der Autor verließ die Schule, um Arbeit zu finden; er wagte sich jedoch in die Gewerkschaft.

In dem Buch wird die Rolle der Sicherheitsbeamten bzw. Ordnungskräfte bei der Unterdrückung von Unruhen unter den aufgewühlten und unterdrückten Arbeitnehmern aufgezeigt. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Ordnungshüter immer wieder mit Brutalität gegen die Arbeiter vorgingen, die gerechte und faire Arbeitsbedingungen forderten (Brettel 1999).

Die lokalen Verwaltungsbeamten waren bei der Lösung von Beschäftigungsfragen voreingenommen. Man kann davon ausgehen, dass die Vollzugsbeamten auf Geheiß wohlhabender Arbeitgeber arbeiteten.

Referenzliste

Brettell, R. R. (1999). Moderne Kunst, 1851-1929: Kapitalismus und Repräsentation. Oxford: Oxford University Press.

Chaplin, R. (1948). Wobbly: die raue Geschichte eines amerikanischen

radikal. Chicago: University of Chicago Press