Amerikanische Geschichte: Der Bürgerkrieg (1861-1865) Essay

Words: 911
Topic: Geschichte

Einführung

Die amerikanische Geschichte gilt als die neugierigste der Welt. Traditionell begann die amerikanische Geschichte mit einer Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1776. Grund für diese Erklärung waren die Drohungen der britischen Regierung gegenüber dem amerikanischen Selbstverwaltungssystem. Die Unabhängigkeitserklärung führte 1775 zu einem Krieg, der der Befreiung der Amerikaner diente.

Mit der militärischen und finanziellen Unterstützung Frankreichs gewannen die Patrioten die Amerikanische Revolution. Im Jahr 1789 wurde der Kriegsheld George Washington aufgrund der Verfassung zum ersten Präsidenten der Bundesregierung ernannt. Unter dem Einfluss der europäischen Gemeinschaft erwies sich die Bewältigung des Umfangs der Zentralregierung für das amerikanische Volk als Herausforderung.

In den 1790er Jahren kam es zur Gründung politischer Parteien und später zum Kampf um die zweite Unabhängigkeit im Jahr 1812. Dies führte zu einer Ausdehnung des US-Territoriums nach Westen. Auf diese Weise gelang es den USA, die Modernisierer zu überwinden, die nur an der Vertiefung ihrer Wirtschaft interessiert waren, anstatt den Amerikanern bei der Erweiterung ihres Territoriums zu helfen.

Die große Nachfrage nach Baumwolle in den Südstaaten förderte die Sklaverei von Afrikanern, obwohl sie in den Nordstaaten illegal war. Im Jahr 1860 wurde Abraham Lincoln zum Präsidenten gewählt, was in den Sklavenstaaten eine Krise auslöste, da er die Ausweitung des Sklavenhandels ablehnte. Einige der Sklavenstaaten spalteten sich ab und gründeten 1861 die Konföderierten Staaten von Amerika. Dies löste den Amerikanischen Bürgerkrieg aus, der von 1861 bis 1865 dauerte[1].

Der Bürgerkrieg

In der amerikanischen Geschichte ist der Bürgerkrieg das folgenreichste Ereignis, das jemals in den USA stattgefunden hat. Dieses ikonische Ereignis definierte die amerikanische Nation neu, denn es war ein Kampf, der darauf abzielte, die Union, d. h. die Vereinigten Staaten von Amerika, zu erhalten. Seit der Inkraftsetzung der Verfassung gab es unterschiedliche Meinungen über die Rolle der Bundesregierung.

Die Föderalisten waren der Ansicht, dass die Bundesregierung die Macht behalten müsse, um zu verhindern, dass die Union zusammenbricht. Die Antiföderalisten hingegen waren der Meinung, dass die Souveränität der neuen Staaten in ihren Ländern verbleiben sollte. Die Antiföderalisten vertraten die Ansicht, dass jeder Staat das Recht habe, seine eigenen Gesetze zu erlassen, und dass es nicht richtig sei, sie anzuklagen, wenn sie sich an die Vorgaben der Bundesregierung hielten.[2]

Nördliche Interessen gegen südliche Interessen

Mit der Einführung der Sklaverei wurden die Nordstaaten vollständig gegen die Südstaaten aufgewogen. Der Hauptgrund dafür waren die wirtschaftlichen Interessen des Nordens und des Südens, die einander entgegengesetzt waren. Darüber hinaus waren die Südstaaten weitgehend auf den arbeitsintensiven Baumwollanbau in großem Maßstab angewiesen.

Die Nordstaaten hingegen waren eher eine Produktionsregion, die aus Rohstoffen Fertigwaren herstellte. Die im Süden tief verwurzelte Kultur der Plantagenära förderte die Sklaverei, weil sie ihnen eine kostengünstige Arbeitsquelle bot. Der Kompromiss beider Gruppen bestand in der Befürchtung, dass eine von ihnen ungleich mehr Macht erlangen könnte. So befürchteten die Nordstaaten, dass sie eine ungleiche Machtposition in der Nation erlangen würden, wenn es mehr Sklavenstaaten gäbe.[3]

Ursachen des Bürgerkriegs

Die Ursachen des Amerikanischen Bürgerkriegs, der über 618.000 Opfer forderte, lassen sich bis in die frühen Tage der Geschichte der USA zurückverfolgen, als die Spannungen eskalierten. Die Hauptursache war der Unterschied in den wirtschaftlichen und sozialen Möglichkeiten zwischen dem Norden und dem Süden. Der Süden war hauptsächlich von der Baumwolle abhängig, was bedeutete, dass er dringend billige Arbeitskräfte, höchstwahrscheinlich Sklaven, benötigte, da er sich zu einer Monokulturwirtschaft entwickelte. Die Nordstaatler hingegen waren ausschließlich auf Industrieprodukte angewiesen.

Diese Ungleichheit, die zwischen den beiden Ländern bestand, war der Hauptunterschied in ihrer Wirtschaft. Die zweite Ursache waren die Auseinandersetzungen zwischen den Befürwortern von Staatsrechten und den Befürwortern von Bundesrechten. Das Auftauchen dieser beiden Lager, die unterschiedliche Meinungen hatten, entfachte den Krieg.

Drittens wurde der Amerikanische Bürgerkrieg durch Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern der Sklaverei ausgelöst. Eine weitere Ursache für den Amerikanischen Bürgerkrieg war das Anwachsen der Abolitionsbewegung. Die Tatsache, dass die Nordstaatler gegen die Sklaverei waren, führte zu einer Zunahme der Abolitionisten, die gegen die Sklavenhalter waren. Als schließlich Abraham Lincoln zum Präsidenten gewählt wurde, löste dies den Bürgerkrieg aus, da die Südstaatler glaubten, er würde die Interessen der Nordstaatler begünstigen, weil er gegen die Sklaverei war.[4]

Die Folgen des Bürgerkriegs

Die Kapitulation von General Robert E. Lee am 9. April 1865 bedeutete das Ende der Konföderation. Der Krieg war damit jedoch noch nicht vollständig beendet, denn es kam weiterhin zu kleineren Gefechten. Diese endeten erst, als der letzte General, Stand Watie, am 23. Juni 1865 kapitulierte.

Abraham Lincolns Vision des Wiederaufbaus der Nation trug keine großen Früchte, da sie aufgrund seiner Ermordung am 14. April 1865 nicht verwirklicht werden konnte. Die radikalen Republikaner verhängten eine Militärherrschaft über die Südstaatler, die sie mit aller Härte durchsetzten, bis Rutherford B. Hayes sie 1876 beendete. In der amerikanischen Geschichte ist der Bürgerkrieg ein einschneidendes Ereignis und vor allem ein Ereignis, das die Sklaverei offiziell beendete.[5]

Schlussfolgerung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Bürgerkrieg ein wichtiges Ereignis in der Geschichte des amerikanischen Volkes war. Darüber hinaus ist seine ikonische Bedeutung sehr wichtig, da die Befürworter der Sklaverei als Sieger hervorgingen, weil ihr Wunsch, die Sklaverei zu bekämpfen, erfüllt wurde. Darüber hinaus trug er zur Befreiung der Menschen bei, die eine andere Meinung hatten, und gab ihnen Gründe, für bessere Ideale zu leben[6].

Literaturverzeichnis

Foner, Eric. The Fiery Trial: Abraham Lincoln und die amerikanische Sklaverei. New York: W.W. Norton, 2010.

Kelly Martin. “Überblick über die Amerikanische Bürgerkriegs-Sezession”. About. Web.

Kelly Martin. “Top Five Causes of the Civil War: Leading up to Secession and the Civil War”. About. Web.

Der Geschichtskanal. “Amerikanischer Bürgerkrieg.” Geschichte. Web.

Fußnoten