Amerikanische Geschichte aus drei Blickwinkeln Essay

Words: 626
Topic: Geschichte

Einführung

Die Ansichten verschiedener Historiker über die Ereignisse, die sich insbesondere in ein und demselben Gebiet abgespielt haben, können sehr unterschiedlich sein. In dieser Hinsicht bieten die drei in dem Buch Thinking Through the Past: A Critical Thinking Approach to US History von Hollitz vorgeschlagenen drei Lektüren bieten lediglich ein Ausmaß an Gemeinsamkeiten und Unterschieden. Das bedeutet, dass die gesellschaftliche Atmosphäre in den Vereinigten Staaten dynamisch war und von verschiedenen, zu jener Zeit vorherrschenden Meinungen beeinflusst wurde. Es zeigt auch, dass die Menschen als Individuen die Realität der Welt mitgestalten. Es ist also an der Zeit, sie im Detail zu analysieren.

Hauptteil

Zunächst einmal ist es wichtig zuzugeben, dass die erste Ähnlichkeit in allen drei Lesarten auftritt. Es handelt sich um die “Hungerzeit” des Winters 1609-1610. Diese Zeit war eine Herausforderung für die puritanischen Engländer, die als erste auf den amerikanischen Kontinent kamen und Virginia gründeten. Hier behaupten alle drei Autoren, dass sowohl die Invasoren als auch die amerikanischen Ureinwohner versuchten, sich gegenseitig einige Eigenschaften zu entlehnen. Alle drei Historiker zeigen, dass dies eine Zeit war, in der die Europäer in ihrer Fähigkeit zu überleben scheiterten. Durch den Anbau von Feldfrüchten wurde die Gefahr des Verhungerns weiter verringert.

Die zweite Ähnlichkeit besteht darin, dass John Smith den Neuankömmlingen half, mit den Eingeborenen von Virginia, den Powhatans, zu verhandeln (wenn auch aggressiv). In diesem Punkt verdoppeln alle drei Autoren diese bekannte Figur der amerikanischen Geschichte. Andererseits wird John Smith in allen drei Beispielen als mutig und mit Führungsqualitäten beschrieben.

Betrachtet man die Unterschiede, so ist es merkwürdig, dass die Ansichten der Autoren in Bezug auf die Dürre von 1607 auseinandergehen. David S. Muzzey schreibt, dass die Kolonisten zu dieser Zeit einen Mangel an Wasservorräten hatten und an “brackigem Wasser von James” starben (13). Thomas A. Bailey nennt ein anderes Datum für den Beginn der Besiedlung durch die Kolonisten (er bezieht sich auf 1608). In seinem Werk wird beschrieben, dass angeblich Indianer die Vergiftung des Wassers in Jamestown provoziert hatten.

Ein weiterer Unterschied besteht in der Tatsache, dass John Smith mit den Indianern verhandelt hat. Sie ist in jeder Lesung anders. In der ersten Lesart wird hervorgehoben, dass die Indianer sich darauf beschränkten, die Punkte des Konsenses zu finden. Lediglich der gleiche Gedanke findet sich in der zweiten Lesart. Nur in der dritten Lesart wird hervorgehoben, dass beide Lager bei den Verhandlungen friedliche Punkte ausfindig machen. Es wird festgestellt, dass die Indianer den Europäern Lebensmittel gaben und ihnen beibrachten, wie man Getreide anbaut. Im Gegenzug sollten die Europäer den Indianern Pistolen und Gewehre geben (17).

Schlussfolgerung

Solche Bereiche der Voreingenommenheit können lediglich durch den sozialen Rahmen behandelt werden. Es ist klar, dass David S. Muzzey von der ethnischen Vielfalt in den Vereinigten Staaten umgeben war. Dies könnte dazu führen, dass er Vorurteile gegenüber anderen kulturellen Einheiten nährt. Indem er die Geschichte berührte, konnte er den Wahrheitsgehalt von Ereignissen so verändern, dass er eine negative Reflexion der öffentlichen Meinung hervorrief. Thomas E. Bailey schrieb seine historische Abhandlung zu einer Zeit, als die Rassentrennung Schritt für Schritt aufgehoben wurde. In dieser Hinsicht legt er mehr Gewicht auf das Kontingent der Menschen, die “durch Erlasse angespornt” wurden (14). Mary Beth Norton et al. konzentrierte sich mehr auf die echten Völker, die den amerikanischen Kontinent bewohnten. Er benennt vor allem das Stammesleben der Indianer und ihre kulturelle Entwicklung. Alles in allem ist es unvermeidlich, dass die Beschreibung und Analyse der Geschichte im Laufe der Zeit verschiedene Veränderungen erfährt, die durch die Voreingenommenheit der verschiedenen Historiker verursacht werden. In diesem Fall dient die Geschichte als Waffe, um die öffentliche Meinung dazu zu bringen, den Fakten zu glauben, die möglicherweise abweichen.

Zitierte Werke

Hollitz, John. Thinking Through the Past: A Critical Thinking Approach to US History, Vol. I. Ed. 4. NY: Wadsworth Publishing, 2010.