Amerikanische Diversität in Metaphern Essay

Words: 941
Topic: Kultur

Bei der Beschreibung der Vielfalt menschlicher Unterschiede in den Vereinigten Staaten kann der Faktor der Einwanderung, der eine große Rolle bei der sozialen Entwicklung des Landes spielt, nicht außer Acht gelassen werden. Vergleicht man die Zahl der Menschen, die 1950 und 2011 einen dauerhaften Aufenthaltsstatus erhielten, so ist der Unterschied groß: 205.717 im Jahr 1951 und 1.062.040 im Jahr 2011 (Jahrbuch 2011 der Einwanderungsstatistik: Office of immigration statistics, 2012). In 60 Jahren hat sich viel verändert. Viele Menschen gehen auf der Suche nach einem besseren Leben nach Amerika. Manchmal hat man den Eindruck, dass die USA im Vergleich zu den Einwanderern viel weniger Ureinwohner haben. Die USA waren so etwas wie eine Oase, in der ein besseres Leben versprochen wurde, und deshalb zogen die Menschen in der Zukunft dorthin, und jetzt wandern viele Menschen aus der ganzen Welt in die USA ein, um ein besseres Leben zu führen und ihre Verwandten zu unterstützen, die zu Hause geblieben sind. Mit Blick auf die USA und ihre gesellschaftliche Vielfalt greifen viele Wissenschaftler auf zahlreiche Metaphern zurück, um die aktuelle Situation in Bezug auf Einwanderung und Vielfalt zu beschreiben. Mit der Bezeichnung der USA als Mosaik, Schmelztiegel, Salatschüssel oder Kaleidoskop wollen verschiedene Wissenschaftler ihre Vision der Situation in den USA zum Ausdruck bringen.

Vincent und Parrillo (2010) haben in ihrem Buch Strangers to These Shores: Race and Ethnic Relations in the United States (Rassen- und ethnische Beziehungen in den Vereinigten Staaten) die Vielfalt der USA als Mosaik bezeichnet. Damit ist eine Vielzahl ethnischer und kultureller Gruppen in den USA gemeint, wobei der Autor auch die Vielfalt und die Besonderheiten der Ehe hervorheben wollte. Im modernen Amerika leben Menschen aus verschiedenen Nationen und ethnischen Gruppen. Sie leben in der gleichen Umgebung und heiraten, wodurch ihre ethnische Zugehörigkeit zweifelhaft wird. Die moderne Gesellschaft ist wie ein Mosaik, in dem sich Nationalitäten, Kulturen und traditionelle Eigenheiten vermischen. Daher ist es unmöglich, von der amerikanischen Kultur als etwas Nationalem zu sprechen. Es ist schwierig, die reine amerikanische Kultur von der Vielfalt anderer Kulturen zu unterscheiden. In der amerikanischen Bevölkerung mischen sich verschiedene Rassen, ethnische Zugehörigkeiten und religiöse Eigenheiten. Diese Vielfalt bringt viele Konflikte auf dem Gebiet der nationalen Zugehörigkeit mit sich.

Wenn Jacoby (2004) von der amerikanischen Vielfalt als einem Schmelztiegel spricht, meint er damit, dass die Menschen, die in die USA kommen, ihre kulturellen Eigenheiten verlieren und gleichzeitig diejenigen der amerikanischen Vielfalt teilen. Es ist wie Eis, das im Saft schmilzt. Diejenigen, die in den USA leben, tragen einige Besonderheiten der kulturellen Traditionen der Neuankömmlinge in sich, und diejenigen, die in die USA kommen, besitzen nach einigen Jahren des Lebens dort nicht mehr deren kulturelle Eigenheiten. Die kulturellen Traditionen der Neuankömmlinge verschmelzen gleichsam mit der Vielfalt des Landes, und gleichzeitig übernehmen sie einige spezifische Merkmale der US-Bevölkerung. Wenn man also über den Schmelztiegel und den Multikulturalismus und seine Besonderheiten in den USA spricht, sollte man feststellen, dass es unmöglich ist, den Wandel zu ignorieren und zu vermeiden, dass man wie Millionen anderer Einwanderer verschmilzt.

Einige Wissenschaftler betrachten die Vielfalt in den USA als eine Salatschüssel, die besagt, dass Einwanderer ihre kulturelle Identität in dem neuen Land, in dem sie leben, beibehalten. Flora Davis (1999) war eine der ersten Wissenschaftlerinnen, die die amerikanische Vielfalt als “Salatschüssel” bezeichnete. Sie wollte damit zum Ausdruck bringen, dass die USA nicht als Schmelztiegel verstanden werden und dass die Veränderungen eine neue Struktur der amerikanischen Gesellschaft geschaffen haben. Flora Davis (1999), die eine Untersuchung über Gesellschaft und Vielfalt durchführte, stellte fest, dass es einigen Menschen, die in die USA kamen, gelang, ihre nationalen Eigenheiten zu bewahren und ihre Traditionen und Kultur zu erhalten. Diese Tendenz wurde von verschiedenen Menschen genutzt, weshalb sie zu dem Schluss kam, dass die Zeit des Schmelztiegels vorbei war. Die Menschen begannen, sich ihrer kulturellen Zugehörigkeit zu erinnern und versuchten, sie auf dem neuen Territorium zu bewahren.

Lawrence H. Fuchs (1990) nannte die amerikanische Gesellschaft ein Kaleidoskop und wollte damit die Tendenz hervorheben, dass sich sowohl die Einwanderer als auch die Gesellschaft anpassen und verändern. Im Vergleich zum Schmelztiegel, in dem die amerikanische Mischkultur vorherrscht, bedeutet Kaleidoskop, dass alle Teilnehmer des Austauschs kultureller Eigenheiten ähnliche Probleme bekommen. Es ist wichtig, die Besonderheiten des Kaleidoskops wie das Teilen und den Austausch zu betonen. In diesem Fall tauschen sowohl die Vertreter der kulturellen Vielfalt der USA als auch diejenigen, die ihre persönliche Vorstellung von Kultur an einen neuen Ort mitgebracht haben, ihre Vorstellung von Kultur aus und erhalten neue Merkmale. Daher hat die chinesische Ethnie in den USA andere Traditionen als ihre Familie in China, selbst wenn beide Vertreter derselben Kultur ihre Traditionen beibehalten wollten. Ein Kaleidoskop setzt Veränderungen voraus, und diese lassen sich nicht ausblenden. Die Befürworter dieser Vision sind sich sicher, dass es unmöglich ist, in einem anderen Land zu leben, ohne sich kulturell zu assimilieren.

Daher gibt es vier Hauptvisionen der amerikanischen Vielfalt, die durch Metaphern wie Mosaikvielfalt, Schmelztiegel, Salatschüssel und Kaleidoskop ausgedrückt werden. Jede dieser Metaphern ist richtig und kann auf die jeweilige Situation angewandt werden, da diese Begriffe und ihre Bedeutung den aktuellen Stand der Dinge in den USA perfekt beschreiben.

Referenzliste

Jahrbuch der Einwanderungsstatistik 2011: Office of immigration statistics. (2012, September). Homeland Security. Web.

Davis, F. (1999). Moving the Mountain: The Women’s Movement in America since 1960. Champaign: University of Illinois Press.

Fuchs, L. H. (1990). Das amerikanische Kaleidoskop: Rasse, Ethnizität und die bürgerliche Kultur. Middletown: Wesleyan University Press.

Jacoby, T. (2004). Reinventing the Melting Pot: The New Immigrants And What It Means To Be American. London: Basic Books.

Vincent, D., & Parrillo, N. (2010). Strangers to These Shores: Race and Ethnic Relations in the United States. New York: Allyn & Bacon.