Amerikanische Demokratie: Bundesregierung vs. Rechte der Bundesstaaten Essay

Words: 341
Topic: Geschichte

Der Konflikt, der sich in den 1790er Jahren zwischen den Befürwortern der Bundesregierung und den Verfechtern der Rechte der Bundesstaaten bildete und der angeblich durch die unterschiedlichen Standpunkte im Rahmen der Artikel der Konföderation ausgelöst wurde, hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die amerikanische Geschichte. Die Debatte war von zwei polarisierenden Seiten geprägt: Die Befürworter der Föderalisten plädierten für eine starke Zentralregierung, die im Interesse von Handel und Industrie handeln konnte, während die Gegner der Föderalisten für eine dezentralisierte Agrarrepublik eintraten, die keine Tyrannei aufrechterhalten und die Freiheiten der Bundesstaaten nicht einschränken durfte (The Formation, o.J.). Die Befürworter des Föderalismus wollten eine Regierung, die vom Volk für das Volk im Einklang mit der amerikanischen Verfassung geschaffen wurde, während die Gegner des Föderalismus für eine Regierung eintraten, die von den Staaten für die Staaten geschaffen wurde (Patterson, 2008).

Während die Antiföderalisten eine starke Bundesregierung für unnötig hielten, weil sie der Überzeugung waren, dass die Staaten besser in der Lage seien, dem Volk zu dienen als die nationale Regierung, waren die Befürworter von der Überzeugung geleitet, eine Regierung zu schaffen, die dem Volk und den Staaten dient. Dieser Konflikt führte schließlich zu einem Regierungssystem, das auf föderalistischen Grundsätzen beruht, d. h. der Staat ist für lokale Angelegenheiten zuständig, während die nationale Regierung für nationale Angelegenheiten zuständig ist. Bestimmte Befugnisse überschneiden sich jedoch (Patterson, 2008), wie in Artikel III der Verfassung vermerkt. In diesem Schema ist vermerkt, dass der Oberste Gerichtshof für alle Staaten zuständig ist, um Fälle zu entscheiden, die die Grenzen der Staaten überschreiten.

Heute gibt es nicht mehr so viele Konflikte zwischen den Bundesstaaten und der nationalen Regierung, nicht nur, weil die nationale Regierung mehr Macht über die nationale Politik hat, sondern auch, weil sich die Staaten durch die Übertragung von Macht stabilisiert haben (Patterson, 2008). Beispielsweise haben die meisten Bundesstaaten heute mehr Mitspracherechte als die nationale Regierung, wenn es um aktuelle Themen wie Homo-Ehen und Rauchverbote geht.

Referenzliste

Patterson, T.E. (2008). Die amerikanische Demokratie. 8th ed. New York: McGraw-Hill.

Die Bildung einer nationalen Regierung. (n.d.). Web.