“Amerika” von Allen Ginsberg Essay

Words: 750
Topic: Literatur

Der Dolmetscher muss wichtige Anhaltspunkte prüfen, um die beabsichtigte Botschaft des Autors zu verstehen. Der Autor erwähnt zwei Schlüsselbegriffe. Der erste ist das Jahr 1956. Der zweite Begriff war Trotzkisten. Man kann also davon ausgehen, dass Ginsberg den wirtschaftlichen und sozialen Zustand der USA im Jahrzehnt nach dem Koreakrieg beschreibt.

Der Leser kann mit seiner Notlage mitfühlen. Die beste Art, auf dieses Gedicht zu reagieren, ist jedoch, den Leser an die Rede zu erinnern, die Präsident Kennedy 1963 hielt. Kennedy ermahnte in seiner Rede Menschen, die Ginsbergs Ansicht teilten, und erinnerte sie daran, dass die Regierung nicht dazu da sei, der amerikanischen Öffentlichkeit zu dienen.

Das Klagelied von Ginsberg

Historiker haben Beweise gefunden, die die Probleme der US-Wirtschaft im Jahrzehnt der 1950er Jahre aufzeigen (Brenner 54). Es war ein unerwartetes Ergebnis nach dem rasanten Wirtschaftswachstum, das durch die schnelle Industrialisierung der Vereinigten Staaten ausgelöst wurde. Viele waren nach dem stetigen Wirtschaftswachstum seit den 1940er Jahren überrascht (Brenner 54).

Die wirtschaftliche Stagnation könnte der Grund für Ginsbergs Wehklagen gewesen sein. Historiker fügten jedoch schnell hinzu, dass der besagte wirtschaftliche Abschwung nur vorübergehend war. Die Vereinigten Staaten waren aufgrund der während und nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Industrien ein wirtschaftliches Kraftzentrum.

Amerikanischen Unternehmen gelang es auch, ein Netz von Geschäftspartnerschaften in der ganzen Welt aufzubauen (Brenner, 55). Es ist verständlich, wenn die Menschen mit Ginsbergs Notlage mitfühlen. Andererseits sollte man sich fragen, warum er als Bürger des mächtigsten Landes der Welt nicht in der Lage war, seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Ginsbergs Hauptkritikpunkt war nicht der Mangel an wirtschaftlichen Möglichkeiten. Seine Haupttirade gegen die Regierung betraf das Thema Kommunismus. Ginsberg hatte nicht ganz unrecht, denn die Vereinigten Staaten sollten ein Land der Freien sein. Nach der US-Verfassung ist es illegal, die persönlichen Ansichten eines Menschen einem anderen Menschen aufzuzwingen. Andererseits sollte Ginsberg auch verstehen, warum die Regierung der Vereinigten Staaten paranoid gegen die Auswirkungen des Kommunismus in Amerika vorgegangen ist.

Ginsberg muss sich darüber im Klaren sein, dass der Kommunismus in den Vereinigten Staaten nicht Fuß fassen konnte, weil die Regierung alle Anstrengungen unternahm, um seine Entwicklung zu verhindern. Ginsberg muss auch verstehen, dass die Kernbotschaft des Kommunismus darin bestand, den Status quo zu zerstören (Lewy 139). Ginsberg sollte sich mit der Revolution befassen, die Russland, China, Vietnam und Kambodscha erfasste. In diesen vier Ländern hat der Kommunismus die Lebensweise der Menschen zerstört.

Kennedys Ermahnung

Der verstorbene Präsident John F. Kennedy muss an Nörgler wie Ginsberg gedacht haben, als er seine Rede schrieb, in der er das Volk zur Unterstützung der Regierung aufrief. Ginsberg hatte jedes Recht, sich zu beschweren. Man sollte ihn sogar dafür loben, dass er seine Meinung geäußert hat. Die Freiheit, seine Meinung zu äußern, ist der Grund, warum Amerika eines der großartigsten Länder der Welt ist. Andererseits müssen Ginsbergs Beschwerden in eine Form von konstruktiver Kritik umgewandelt werden.

Ginsbergs Tirade gegen die Regierung darf nicht als pointierte Tirade enden, ohne eine Lösung für das Problem anzubieten. Kennedy inspirierte Millionen amerikanischer Bürger, sich mit ihrem Leben auseinanderzusetzen und herauszufinden, was sie tun können, um ihren Mitbürgern zu helfen. Kennedys Behauptung war gerechtfertigt. Seine Rede inspirierte viele Menschen dazu, sich schwierigen Aufgaben zu stellen. Zum Beispiel inspirierte seine Rede die Mitarbeiter der NASA, ein erfolgreiches Programm zu entwickeln, das Armstrong, Aldrin und Collins auf den Mond schickte.

Schlussfolgerung

Ginsberg handelte im Rahmen seiner Rechte, als er sich über den Mangel an wirtschaftlichen Möglichkeiten in seinem Leben beklagte. Wenn man sich jedoch die wirtschaftliche Situation in den Vereinigten Staaten in dieser Zeit genauer ansieht, wirkt Ginsberg wie ein Jammerlappen. Ein Jammerlappen ist jemand, der nur die negativen Aspekte des Lebens sieht. Die Vereinigten Staaten sind eine der mächtigsten und reichsten Nationen der Welt. Daher haben ihre Bürger mehr Möglichkeiten als der Rest der Bevölkerung.

Mit anderen Worten, seine scharfe Tirade gegen die US-Regierung war nicht gerechtfertigt. Andererseits hatte Ginsberg Recht, als er seine Meinung zu den paranoiden Versuchen der Regierung äußerte, die Entwicklung des Kommunismus im Land zu bekämpfen. Dennoch sollte Ginsberg auch verstehen, warum die Regierung unnachgiebig darauf bedacht war, den Einfluss des Kommunismus im Lande auszurotten. Länder, in denen der Kommunismus Fuß fassen konnte, litten unter Anarchie.

Die blutigen Revolutionen in China, Russland, Kambodscha und Vietnam waren die direkte Folge kommunistischer Aufstände. Noch wichtiger ist, dass Ginsberg keine Lösungen anbietet. Er sollte auf den Rat des ehemaligen Präsidenten Kennedy hören. Er sollte sich das Problem ansehen und sich als Teil der Lösung anbieten.

Zitierte Werke

Brenner, Robert. The Economics of Global Turbulence. UK: Verso Publishing, 2006. Drucken.