Amazons Verbraucher von physischen vs. digitalen Büchern Fallstudie

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Topic: Fallstudie

E-Books haben sich aufgrund des technischen Fortschritts und der zahlreichen Vorteile, die sie bieten, zu einer starken Kraft auf dem Verlagsmarkt entwickelt. Für die Verlage ist es einfacher, sie in großen Mengen zu produzieren, und für die Verbraucher, sie zu erwerben und zu nutzen. Amazon hat mit der Einführung seiner Kindle-Produktlinie erheblich zu diesem Trend beigetragen, der die bestehende Situation durcheinander gebracht und die Technologie populärer gemacht hat. Dennoch bevorzugen viele Menschen aus verschiedenen Gründen nach wie vor physische Bücher, die das Unternehmen ebenfalls vertreibt. Trotz der langen Geschichte und der zahlreichen Vorteile des Digitaldrucks dominiert dieser nicht den Markt. In diesem Aufsatz werden die Unterschiede zwischen den beiden Käuferkategorien anhand eines Rahmens für den vom Kunden gelieferten Wert untersucht.

Das Konzept des vom Kunden gelieferten Werts wird häufig verwendet, um die Beliebtheit eines Produkts bei den Verbrauchern zu bewerten. Laut Ike (2018) ist er die Differenz zwischen dem wahrgenommenen Wert des Angebots für einen potenziellen Käufer und den mit dem Kauf verbundenen Kosten. Es gibt vier Definitionen des Wertes, wie er von einer Person gesehen wird: ein niedriger Preis, die Übereinstimmung mit spezifischen Bedürfnissen, das Verhältnis von Qualität und Kosten und der Überblick über den Nutzen im Vergleich zu den Kosten (Ike 2018). In der Analyse werden die Einstellungen der Verbraucher beider Kategorien in Bezug auf jede der Metriken untersucht und die Faktoren ermittelt, die sie dazu bringen, ihre Präferenzen zu zeigen.

E-Books sind praktisch für die Besitzer tragbarer elektronischer Geräte, eine Kategorie, die die meisten Amazon-Nutzer umfasst. Sie sind billiger als physische Bücher, eine Eigenschaft, die sich in den Statistiken von Reddy und Reinartz (2017) widerspiegelt, wo eine höhere Anzahl digitaler Bücher zu geringeren Verkaufserlösen führte. Die Bücher entsprechen dem Bedürfnis nach einfachem und mobilem Zugang sowie nach Suche und Vorschlägen (Baye, Santos & Wildenbeest 2015), da Smartphones, Tablets und andere Geräte die Dateien öffnen können. Die E-Books von Amazon sind gut formatiert und enthalten dieselben Informationen wie die physischen Versionen, so dass sie einen hohen Gegenwert für den Preis bieten. Als solche bieten sie sofortigen Zugang zu Informationen oder Unterhaltung, ohne dass der Kunde einen höheren Preis zahlen oder einen Transport für das Buch organisieren muss.

Dennoch haben physische Bücher eine beträchtliche und engagierte Käuferschaft. Gilbert (2015) stellt fest, dass E-Books den Verkauf von Taschenbüchern wahrscheinlich nicht beeinträchtigen werden. Physische Bücher sind aufgrund der zusätzlichen Produktionskosten tendenziell teurer als digitale Bücher, was ein Nachteil ist. Laut Atasoy und Morewedge (2017) erfüllen sie jedoch das Bedürfnis nach psychologischem Eigentum im Gegensatz zum leihähnlichen Ansatz von Online-Verkaufsstellen. Physische Bücher haben auch einen dekorativen Aspekt, der ihnen im Gegenzug für einen höheren Preis zusätzliche Qualität verleiht. Daher sind Taschenbuchkonsumenten bereit, für ihr Buch zu zahlen und auf die Lieferung zu warten oder zu einer Buchhandlung zu fahren, da die Vorteile, die sie erhalten, diese Kosten überwiegen.

E-Books sind billiger als ihre physischen Pendants und enthalten dieselben Informationen, was sie theoretisch zur besseren Alternative macht. Außerdem sind sie leicht zu erwerben und leicht zu transportieren, so dass die Beschaffung und Lektüre eines Taschenbuchs nicht mehr so kompliziert ist. Unabhängig von den Verkäufen von E-Books bleiben physische Bücher jedoch beliebt, da sie eine Reihe von Vorteilen bieten. Das Gefühl des Besitzes und der dekorative Wert von physischen Büchern gehören zu den wichtigsten Faktoren, da digitale Optionen beide Anforderungen nicht erfüllen können. Viele Verbraucher sind bereit, die mit dem Kauf verbundenen Nachteile in Kauf zu nehmen, weil sie es sich leisten können und glauben, dass physische Bücher letztlich ein höherwertiges Produkt sind.

Referenzliste

Atasoy, O & Morewedge, CK 2017, ‘Digital goods are valued less than physical goods’, Journal of Consumer Research, vol. 44, no. 6, pp.1343-1357.

Baye, MR, Santos, BDL & Wildenbeest, MR 2015, ‘Searching for physical and digital media: The evolution of platforms for finding books’, in A Goldfarb, SM Greenstein & CE Tucker (eds), Economic Analysis of the Digital Economy, University of Chicago Press, Chicago, IL, pp. 137-165.

Gilbert, RJ 2015. E-books: A tale of digital disruption”, Journal of Economic Perspectives, vol. 29, no. 3, pp.165-184.

Ike, L 2018, Marketing: Traditional, digital and integrated, Xlibris, Bloomington.

Reddy, SK & Reinartz, W 2017, “Digitale Transformation und Wertschöpfung: Sea change ahead”, GfK Marketing Intelligence Review, vol. 9, no. 1, pp.10-17.