Alkohol: Sollten die USA das Trinkalter auf 18 Jahre senken? Forschungspapier

Words: 1110
Topic: Politik und Regierung

Die Einführung: einige grundlegende Punkte des Alkoholproblems

Bei der Analyse des Trinkalters möchte ich auf einige grundlegende Aspekte des so genannten Alkoholproblems hinweisen. Zunächst einmal muss man zugeben, dass genetische Faktoren beim Alkoholismus sowie Persönlichkeitsmerkmale und soziale Aspekte als die Schlüsselpunkte des Alkoholkonsums bei Minderjährigen gelten.

So haben spezielle Untersuchungen gezeigt, dass es eine starke Interdependenz zwischen Vererbung und Alkoholkonsum gibt. So ist Leigh Sexton (2011) der Meinung, dass “Kinder, deren biologische Eltern Alkoholiker waren, bei der Geburt in alkoholfreie Familien adoptiert wurden, dennoch ein höheres Maß an Alkoholabhängigkeit aufwiesen als adoptierte Kinder ohne alkoholische Eltern” (Abs. 2).

Auch Persönlichkeitsmerkmale sind zu analysieren, da man der Meinung ist, dass antisoziale Züge und mangelndes Selbstvertrauen als Ursachen für die Alkoholabhängigkeit gelten.

Mit anderen Worten, verschiedene Persönlichkeitsanomalien oder -störungen werden als Hauptgründe für Alkoholmissbrauch angesehen. Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich hervorheben möchte, ist, dass Eltern, die ihre Kinder in einem alkoholabhängigen Elternhaus erziehen, das Risiko des Alkoholkonsums ihrer Kinder erhöhen.

Am interessantesten ist jedoch die Tatsache, dass Alkoholmissbrauch auch weggelassen werden kann. Es kann keinen Alkoholmissbrauch geben, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder mit 15 oder 16 Jahren zu trinken beginnen, ist immer noch hoch. “Alkoholkonsum im Teenageralter verdoppelt fast das Risiko des Alkoholmissbrauchs im Vergleich zu denjenigen, die erst in ihren Zwanzigern zu trinken beginnen” (Sexton, 2011, Abs. 5).

Gesellschaftliches Trinken ist einer der kompliziertesten Fälle von Alkoholmissbrauch. So wird das Trinken unter jungen Leuten als wünschenswert und sogar als normaler Vorgang angesehen. In den meisten Fällen gibt es Freunde, die die Person zum Trinken ermutigen. Andererseits ist es auch sehr wichtig, auf das Verhalten der Familie zu achten. Manchmal erwähnen die Eltern, dass die Idee, ein kühles Bier zu trinken, sehr attraktiv zu sein scheint. Die Kinder wiederum verstehen solche Botschaften als normalen Wunsch, den Durst zu stillen.

Die Aussage der These

Die Alkoholsucht von Jugendlichen hängt meist mit einer mangelnden Persönlichkeitsentwicklung, mangelndem Selbstvertrauen, altersbedingten Problemen und instabilen Familienverhältnissen zusammen. Daher erscheint die Idee, das Mindestalter für den Alkoholkonsum auf 18 Jahre herabzusetzen, völlig absurd. Die Analyse einiger Untersuchungen kann helfen, die Frage zu klären und die richtige Entscheidung zu treffen.

Der Körper: Alkohol, Kindererziehung und psychische Störungen

Im Allgemeinen wird der Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen als das schwerwiegendste Problem angesehen, das es zu lösen gilt. Prof. David J. Hanson (2011) sagt: “In nationalen Fernsehsendungen berichtete Califano Horrorgeschichten über Alkoholmissbrauch unter College-Studenten und brachte ihn mit Übergriffen, Vergewaltigungen und sogar Mord in Verbindung” (Abs. 2).

Einige wichtige Daten zeigen, dass 60 % der Geschlechtskrankheiten im Zustand des Alkoholrausches erworben werden. 90 % der Vergewaltigungen finden statt, wenn das Opfer betrunken ist. 95% der illegalen Handlungen sind alkoholbedingt.

Prof. David J. Hanson (2011) stellt fest, dass “ein durchschnittlicher junger Mensch zwischen seinem zweiten und seinem achtzehnten Geburtstag 100.000 Bierwerbespots gesehen hat. Aber stellen Sie sich vor – zwischen dem zweiten und dem achtzehnten Geburtstag liegen sechzehn Jahre oder etwa 5.844 Tage” (Abs. 5).

In den späten achtziger Jahren wurde in allen fünfzig Bundesstaaten der USA der Alkoholkonsum für Personen unter 21 Jahren verboten. Das Gesetz wurde erlassen, als man eine höhere Zahl von Verkehrstoten mit alkoholabhängigen Personen unter 21 Jahren in Verbindung brachte. Viele minderjährige Jugendliche konsumieren jedoch weiterhin Alkohol und leiden unter alkoholbedingten Problemen” (Hingson & Kenkel, n.d., Abs. 1). Der Alkoholkonsum von Minderjährigen ist also eines der Hauptprobleme, mit denen sich die amerikanische Gesellschaft auseinandersetzen muss.

Die interessantesten Fakten scheinen jedoch eher zweideutig zu sein. So sind die Alkoholprobleme gering, “wenn Kinder von ihren Eltern Alkohol bekommen” (Hanson, 2011, Absatz 6). Andererseits treten größere Probleme auf, wenn Jugendliche vom Alkohol ferngehalten werden. Mit anderen Worten: Eine solche Prävention bewirkt das Gegenteil. Ich nehme jedoch an, dass es von den Erziehungsgrundsätzen abhängt, ob sich ein Kind auf das Verhalten und die Vorbilder seiner Eltern verlässt oder nicht.

Aus diesem Grund möchte ich auf drei grundlegende Prinzipien der Erziehung hinweisen. So ist es erstens notwendig, ein gutes Trinkverhalten an den Tag zu legen; die Eltern sollten erwarten, dass die Kinder ihre Lebensweise kopieren. Daher sollten die Eltern über ihr eigenes Handeln nachdenken. Schließlich können verschiedene Massenmedien genutzt werden, um die positiven und negativen Folgen des Alkoholkonsums aufzuzeigen. Natürlich sollten die Eltern geeignete Massenmedienprogramme verwenden.

Unter Berücksichtigung der Untersuchungen von Patrick M. O’Malley, Ph. D., Lloyd D. Johnston, Ph. D., und Jerald G. Bachman, Ph. D., kann man feststellen, dass Alkoholkonsum unter Jugendlichen ein echtes Problem ist. So ergab die Monitoring the Future-Studie von 1997, dass 54 Prozent der Achtklässler (von denen fast alle 13 bis 14 Jahre alt sind)

gaben an, in ihrem Leben Alkohol konsumiert zu haben (d. h. mehr als nur ein paar Schlucke)” (O’Malley, Johnston & Bachman, 1998, S. 86). Die am weitesten verbreiteten Alkoholprobleme bei Jugendlichen sind Kommunikationsschwierigkeiten, d. h. zwischenmenschliche Probleme, gesundheitliche Probleme und medizinische Probleme. Außerdem treten zahlreiche psychische Störungen auf.

So ist beispielsweise zu bedenken, dass zwischen dem psychischen Zustand einer Person und der Alkoholabhängigkeit bzw. dem Alkoholkonsum eine gewisse Interdependenz besteht. “In einer US-amerikanischen Studie wurde festgestellt, dass 19,9 % der Allgemeinbevölkerung eine oder mehrere psychiatrische Störungen aufwiesen, bei denjenigen mit Alkoholmissbrauch oder -abhängigkeit stieg diese Zahl jedoch auf 36,6 %” (Institute of Alcohol Studies, 2007, S. 3).

Ein weiterer wichtiger Punkt, den ich hervorheben möchte, sind die Störungen, die Alkoholabhängigkeit verursachen. Die häufigsten sind Depressionen, Angstzustände, Zwangsstörungen, manisch-depressive Erkrankungen und Schizophrenie. Junge Menschen leiden meist an den ersten drei Störungen.

Ich habe darauf hingewiesen, dass es psychische Krankheiten gibt, die Alkoholabhängigkeit verursachen; andererseits muss ich aber auch feststellen, dass der gegenteilige Effekt ebenfalls möglich ist. So gibt es viele Fälle, in denen junge Menschen aufgrund von Alkoholkonsum die oben genannten Störungen entwickeln. Auch die antisoziale Persönlichkeitsstörung ist eine der am weitesten verbreiteten Folgen der Alkoholabhängigkeit.

Die Schlussfolgerung: keine Erlaubnis zur Senkung des Mindestalters für den Alkoholkonsum

Es ist kein Geheimnis, dass Alkohol bekanntermaßen eine beliebte psychoaktive Droge ist. In den meisten Fällen konsumieren Jugendliche Alkohol, um sich zu entspannen. Andere beliebte Varianten sind, glücklich zu sein, sich weniger ängstlich zu fühlen (weniger gehemmt, weniger deprimiert), sich anzupassen, zu feiern, Freunde zu finden, selbstbewusst zu werden und Probleme zu vergessen. Wenn man die Gründe analysiert, kann man verstehen, welche psychologischen Probleme auftreten können.

Schließlich sind bei der Analyse von Alkoholabhängigkeit und -missbrauch auch die Grundlagen der Erziehung sowie die sozialen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen des Alkoholkonsums bei Minderjährigen zu berücksichtigen.

Referenzen

Hanson, D. (2011). Alkohol. Probleme und Lösungen. Web.

Hanson, D. (2011). Kinder, Alkohol und Kindererziehung. Web

Hingson, R., & Kenkel, D. Soziale, gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen des Alkoholkonsums bei Minderjährigen. Web.

Institut für Alkoholstudien. (2007). Alkohol und psychische Gesundheit. Web.

O’Malley, P., Johnston, L., & Bachman, J. (1998). Alkoholkonsum unter Jugendlichen. Web.

Sexton, L. (2011). Genetik vs. Erziehung bei Alkoholmissbrauch. Web.