Abtreibung als Thema der Gesundheitsethik Term Paper

Words: 578
Topic: Ethik

Debatten über Abtreibung gibt es in jeder Gesellschaft. In letzter Zeit haben mehrere Menschen in Frage gestellt, ob es ethisch vertretbar ist, dass Regierungen Abtreibungen legalisieren. Während andere den Zugang zur Abtreibung als ein Recht der Frauen betrachten, argumentieren Kritiker, dass Abtreibung immer falsch ist und verboten werden sollte.

Nach Ansicht einiger Personen sollte ein Schwangerschaftsabbruch nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt sein (Batchelor, 2002). Dieser Beitrag konzentriert sich auf Theorien zur Abtreibung und eine Fallstudie mit dem Ziel, die Abtreibung als gesundheitsethisches Problem zu beleuchten.

Nach Ansicht von Don Marquis wäre es für Sarah moralisch falsch, ihre Schwangerschaft abzubrechen. In dem Artikel Why Abortion is Immoral (Warum Abtreibung unmoralisch ist) behauptet Marquis, dass eine Abtreibung nur dann erlaubt sein sollte, wenn es sich um eine Vergewaltigung handelt, innerhalb der ersten zwei Wochen, und wenn die Schwangerschaft nachweislich das Leben der Mutter gefährdet (Marquis, 1989).

Ausgehend von Marquis’ Argumenten würde Sarah unethisch handeln, wenn sie ihre Schwangerschaft abbricht, da ihr Fötus 5 Wochen alt ist und ihr Leben nicht gefährdet. Nach Marquis sollten Abtreibungsfälle wie Mordfälle behandelt werden, außer in den von ihm oben beschriebenen Situationen.

Er behauptet, dass die Tötung eines Fötus ebenso unethisch ist wie die Tötung eines Erwachsenen. In seinem gesamten Artikel argumentiert er, dass die Tötung eines Fötus aus der Analyse der Auswirkungen des Todes einer erwachsenen Person heraus verstanden werden sollte. Er ist der Ansicht, dass die Abtreibung einem Fötus sein wertvolles Leben nimmt.

Auch wenn die Schwangerschaft ihr Studium beeinträchtigt, sollte sie bedenken, dass das künftige Leben des Fötus wertvoller ist als die verlorene Zeit in ihrem Studium. Ebenso kann sie ihr Studium nach der Geburt fortsetzen. In Anbetracht der mit einer Abtreibung verbundenen Folgen und Risiken wäre es falsch, die Schwangerschaft abzubrechen.

Im Gegensatz zu Marquis vertritt Susan Sherwin die Auffassung, dass jede Frau die Möglichkeit haben sollte, abzutreiben. Aus ihrer Sicht ist es moralisch richtig, dass Sarah ihre Schwangerschaft abbricht. Ihrer Meinung nach sollten Abtreibungsfragen wie andere Probleme behandelt werden, z. B. Ungleichheit und andere soziale Probleme, die das Wohlergehen von Frauen untergraben.

Sie vertritt die Auffassung, dass Föten nicht als Menschen betrachtet werden sollten, da sie noch nicht genügend soziale Bindungen entwickelt haben. Um Fälle von Abtreibung zu vermeiden, schlägt Sherwin vor, dass die Regierung und andere zuständige Stellen die Frauen stärken sollten, damit sie sich nicht für eine Abtreibung entscheiden. Sie ist der Ansicht, dass es nur sehr wenige Fälle von Abtreibung geben würde, wenn die Armut bekämpft wird, indem sichergestellt wird, dass Frauen gleiche Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten.

Auch wenn Föten noch nicht so weit entwickelt sind wie Erwachsene, sollte Sherwin bedenken, dass Föten die Grundlage für unsere zukünftigen Generationen bilden. So wie wir uns um die Beseitigung von Problemen bemühen, die unser künftiges Leben gefährden, sollten wir uns auch um Probleme kümmern, die das künftige Leben von Föten gefährden.

Aus den beiden oben analysierten Theorien sowie den Theorien des Kantianismus, des Utilitarismus und der Fürsorgeethik geht hervor, dass die Abtreibungsfrage sowohl in unserer Gesellschaft als auch im Gesundheitswesen ein kontroverses Thema bleiben wird.

Trotz der Kontroversen bin ich der Meinung, dass die Argumente von Marquis und nicht die von Sherwin angemessen sind. Im Gegensatz zu Marquis ist Sherwin der Ansicht, dass Abtreibung nur in Fällen erlaubt sein sollte, in denen der Fötus das Leben der Mutter gefährdet oder es sich um eine Vergewaltigung handelt.

Referenzen

Batchelor, E. (2002). Abtreibung, die moralischen Fragen. New York: Pilgrim Press.

Marquis, D. (1989). Warum Abtreibung unmoralisch ist. Zeitschrift für Philosophie, 86. (1), 183-202.