Abnormes Verhalten von psychotherapeutischen Klienten Essay

Words: 612
Topic: Psychologie

Psychotherapie

Bei der Arbeit von Therapeuten gibt es eine Reihe von Situationen, in denen von Fachleuten erwartet wird, dass sie Probleme im Zusammenhang mit dem abnormen Verhalten ihrer Klienten lösen. Zu den potenziellen Problemen gehören die Fälle, in denen die Klienten sich nicht an die besprochene Strategie halten oder die Fachleute daran hindern, die Psychotherapiesitzungen effektiv durchzuführen. Der Fall von Susan ist ein Beispiel für eine solche Situation.

In dem Fall, um den es in dieser Aufgabe geht, ist eine Klientin namens Susan nicht zu ihrer vierten Sitzung bei ihrem Spezialisten erschienen. Schlimmer noch, sie hat die Terminprobleme ihres Therapeuten nicht berücksichtigt, und der Therapeut wurde nicht über die veränderten Pläne dieser Klientin informiert. Gemäß der Aufgabenstellung hat ein Spezialist mindestens fünf Optionen, um mit der Abwesenheit des Klienten umzugehen. Die erste Option, die darin besteht, den Fall von Susan wegen Nichteinhaltung zu schließen, scheint nicht der beste Weg zu sein, um das Problem zu lösen. Zunächst einmal gibt es zahlreiche Gründe, die Klienten dazu veranlassen können, die Sitzungen nicht zu besuchen.

Zu letzteren können Probleme mit Ehepartnern, Kindern oder anderen Verwandten, die Kündigung eines Mitarbeiters, gesundheitliche Probleme und andere Umstände gehören, die manchmal nicht kontrolliert werden können. Außerdem ist es wichtig zu bedenken, dass es für manche Menschen mit psychischen Problemen schwierig ist, endgültige Entscheidungen zu treffen. Es ist möglich, dass Susan nicht weiß, ob sie weiterhin eine Psychotherapie besuchen möchte oder nicht. In Anbetracht der zahlreichen Gründe, die zu dieser Situation führen könnten, scheint die erste Option nicht angemessen zu sein. Die zweite Option besteht darin, ihr ein Formblatt zu schicken, in dem sie darüber informiert wird, dass sie den Therapeuten innerhalb der nächsten 30 Tage kontaktieren soll. Diese Option mag angemessen erscheinen, wenn es sich um Klienten handelt, die Bedenken über die Qualität der Arbeit ihres Therapeuten äußern und dann nicht zu den nächsten Sitzungen erscheinen. Im vorliegenden Fall ist die Haltung der Klientin gegenüber ihrem Therapeuten und den vorangegangenen Sitzungen unklar. Deshalb ist die Möglichkeit, die Option zu nutzen, ein strittiger Punkt.

Die nächsten Optionen sind sehr unterschiedlich in Bezug auf die vorgeschlagenen Lösungen. Die Option, eine herzliche Nachricht an den Klienten zu schreiben, könnte eine gute Entscheidung sein, wenn es dem Therapeuten und dem Klienten gelungen ist, eine gute Beziehung aufzubauen, und der Therapeut sicher weiß, dass eine solche Handlung nicht als übermäßige Vertrautheit angesehen werden würde (Pope & Vasquez, 2016). Es gibt noch eine weitere Option, die auf der Grundlage der in diesem Fall präsentierten Informationen am geeignetsten erscheint. Sie besteht darin, den Patienten bei der Anmeldung anzurufen. Letzteres kann als eine gute Möglichkeit angesehen werden, mit der Abwesenheit des Patienten umzugehen, da es dem Therapeuten hilft, zu zeigen, dass er sich um mögliche Probleme der Klienten kümmert. Schließlich gibt es auch die Möglichkeit, die Abwesenheit der Patientin zu ignorieren und ihr eine SMS zu schicken, um sie über den Termin des nächsten Besuchs zu informieren. Ich denke nicht, dass die vorgeschlagene Lösung für den Fall geeignet ist, da das Ignorieren der Abwesenheit von Klienten die Wirksamkeit weiterer Psychotherapiesitzungen erheblich beeinträchtigen kann.

Wenn ich als Susans Therapeut mit dieser Situation umgehen müsste, würde ich die vierte Möglichkeit (sie anzurufen, um sich zu melden) vorziehen, um mehr über die Gründe zu erfahren, warum sie an der letzten Sitzung nicht teilgenommen hat. Gleichzeitig möchte ich herausfinden, ob die Klientin weiter mit mir arbeiten möchte. Wenn die Kundin nicht ans Telefon geht oder mich nicht per E-Mail oder Kurznachricht informiert, schicke ich ihr ein formloses Schreiben mit der Bitte, sich so bald wie möglich zu melden.

Referenz

Pope, K. S., & Vasquez, M. J. (2016). Ethik in Psychotherapie und Beratung: A practical guide (5th ed.). Hoboken, NJ: John Wiley & Sons.