Abnorme Psychologie: Posttraumatische Belastungsstörung – Essay (Kritisches Schreiben)

Words: 591
Topic: Psychologie

In den Jahren nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zu einem weit verbreiteten Problem, das heute in der Psychologie und der einschlägigen Literatur intensiv erforscht wird.

Der Zusammenhang zwischen dieser Störung und früheren Traumata sowie die Methode zur Verringerung der Auswirkungen von PTBS durch psychologische Behandlung und Medikamente wurden von verschiedenen Wissenschaftlern untersucht. Obwohl seit der offiziellen Anerkennung der Krankheit im Jahr 1980 eine beträchtliche Anzahl von Forschungsarbeiten zu diesem Thema durchgeführt wurde, stammt der größte Teil unseres Wissens über PTBS von zurückgekehrten Kriegsveteranen.

Darüber hinaus deuten einige dieser Forschungsarbeiten darauf hin, dass die Unterschiede im Ausmaß der Störung auf die unterschiedliche Art des von der betreffenden Person erlebten Traumas zurückzuführen sind. Dieser Beitrag ist eine kritische Studie eines von Fachleuten begutachteten Artikels über PTBS, die darauf abzielt, die Art der empirischen Forschung über PTBS zu verstehen und Rückschlüsse auf die Wirksamkeit dieser Forschungen zu ziehen.

Die PTBS-Forschung hat auch versucht, die Auswirkungen früherer Traumata auf PTBS-Opfer und deren Auswirkungen auf die spätere Traumaexposition zu verstehen. In einer von Breslau, Chilcoat, Kessler & Davis (1999) durchgeführten Studie wurde versucht, die Auswirkungen von Kindheitstraumata auf traumatisierte Vietnam-Veteranen zu ermitteln. Die Studie umfasste eine große Stichprobe von 2181 Personen, die per Telefon befragt wurden.

Sie verwendeten zufällig ausgewählte Indextraumata, um PTBS zu erkennen. Die Ergebnisse der Studie wiesen darauf hin, dass Personen, die in der Kindheit traumatische Erfahrungen gemacht hatten, ein größeres Risiko für spätere Traumata und eine größere Gefahr für eine PTBS aufwiesen. Die empirische Studie wies also darauf hin, dass eine Person, die in der Kindheit Gewalt erlebt hatte, im Erwachsenenalter mit größerer Wahrscheinlichkeit an einer PTBS erkrankte.

Die Studie zeigt, dass die Intensität der PTBS von der Anzahl früherer traumatischer Ereignisse in der Kindheit der Betroffenen, der Häufigkeit des traumatischen Ereignisses und der Art des früheren Traumas beeinflusst wird. Die empirische Forschung legt nahe, dass eine höhere Anzahl von Traumaexpositionen zu einer höheren Wahrscheinlichkeit einer PTBS bei den Betroffenen führt. Sie zeigten auch, dass eine einmalige Traumaexposition kein hohes Risiko für das Auftreten der Störung darstellt.

Darüber hinaus ergab die Untersuchung, dass das Risiko einer PTBS bei Personen höher ist, die in der Vergangenheit ein- oder mehrmals übergriffiger Gewalt ausgesetzt waren. Die Untersuchung ergab auch, dass bei übergriffiger Gewalt wie Vergewaltigung oder Kampf in der Kindheit ein höheres Risiko besteht, innerhalb von etwa 5 Jahren an PTBS zu erkranken.

Die Datenanalyse wurde bei 1922 zufällig ausgewählten Befragten durchgeführt, die seit ihrem fünften Lebensjahr ein Trauma erlebt hatten. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das Risiko einer PTBS von der Art des Indextraumas abhing. Dabei war das Risiko bei gewalttätigen Übergriffen am größten. Außerdem zeigte die Untersuchung keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Alter und PTBS.

Die Forschungsergebnisse stützen die ursprüngliche Hypothese, dass frühere traumatische Erlebnisse das Risiko einer PTBS bei nachfolgenden Traumata erhöhen. Die Untersuchung zeigt, dass Personen, die in ihrer Kindheit einem Angriffstrauma ausgesetzt waren, stärker mit einer PTBS assoziiert sind. Die Einschränkung der Studie besteht jedoch darin, dass die Hypothese aus früheren Untersuchungen zur PTBS stammt.

Die Forschung zeigt, dass Opfer, die bereits früher traumatisiert waren, ein höheres Risiko für eine PTBS im Falle eines nachfolgenden Traumas haben. Die empirische Forschung mit einer großen Zahl von Befragten zeigt, dass die Auswirkungen früherer Traumata bei tätlicher Gewalt größer sind. Auch diese Forschung bestätigt die Ergebnisse von Breslau et al. (1999).

Referenzen

Breslau, N., Chilcoat, H., Kessler, R. C., & Davis, G. C. (1999). Frühere Traumaexposition und PTSD-Auswirkungen eines nachfolgenden Traumas: Results from the Detroit Area Survey of Trauma. American Journal of Psychology, 156(6) , 902-907.