“A Room of One’s Own” von Woolf V. und “A Vindication of the Rights of Woman” von Wollstonecraft M. Essay

Words: 655
Topic: Feminismus

Das Problem des Feminismus hat sich in der Geschichte der Entwicklung der Frauen immer wieder gezeigt. Es gab zahlreiche Widersprüche in Bezug auf die Gleichberechtigung der Frauen in der Gesellschaft, in der alle Führungsrollen an Männer vergeben werden. In dieser Hinsicht haben viele Schriftstellerinnen ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht und gezeigt, dass Frauen menschliche Wesen sind, die den gleichen Status wie Männer verdienen. A Room of One’s Own von Virginia Woolf und A Vindication of the Rights of Woman von Mary Wollstonecraft sind der eindeutige Beweis für die feministische Philosophie, die die Sichtweise der Schriftstellerinnen auf die weibliche Führung offenbart. Beide Geschichten sind aufgrund des zunehmenden Interesses an Feminismusstudien sehr wertvoll.

A Room of One’s Own von Wolf ist der berühmteste Aufsatz, der sich auf die Erörterung des Zusammenhangs zwischen “Frauen” und “Fiktion” konzentriert und damit eine Theorie der Beziehungen zwischen Geschlecht und Schreiben aufstellt. In diesem Essay spricht Wolf das Thema der Bildung an, die in Bezug auf die Geschlechter ungleich verteilt ist. Die Schriftstellerin ist empört über die Art und Weise, wie die Männer die Rolle der Frauen in der Geschichte unterschätzen. In diesem Zusammenhang erklärt der Autor: “… die Männer schreiben nur noch mit der männlichen Seite ihres Gehirns. Es ist ein Fehler, wenn eine Frau sie liest, denn sie wird unweigerlich nach etwas suchen, das sie nicht finden wird” (Wren et al. 2004, S. 116). Zur gleichen Zeit sehen wir die Zeile: “Der normale und angenehme Zustand des Seins ist der, in dem die beiden in Harmonie miteinander leben und geistig zusammenarbeiten” (Wren et al. 2004 S. 115). Hier widerspricht sich die Autorin selbst, denn einerseits ist sie gegen den Einfluss des Mannes auf den Geist der Frau, andererseits versucht sie, sich auf halbem Wege zu treffen, um den goldenen Mittelweg zu finden. Wie im vorangegangenen Werk offenbart A Vindication of the Rights of Woman die feministischen Ansichten der Autoren. Im Gegensatz dazu unterstützt sie die Idee, dass es eine Gleichstellung von Frauen und Männern geben muss, allerdings nur in bestimmten Lebensbereichen. In diesem Zusammenhang schreibt Wollstonecraft: “Die Frauen, so argumentiere ich in Analogie, werden durch dieselbe Neigung, den gegenwärtigen Augenblick zu genießen, degradiert und verachten schließlich die Freiheit, die sie sich nicht mühsam genug erkämpft haben” (Wren et al. 2004, S. 230). Hier betont die Autorin, dass Frauen die gleichen moralischen Werte besitzen sollten wie Männer. Sie bezeichnet die Frauen nicht als vernünftige Frauen, sondern als rationale Geschöpfe. Andererseits hält es die Autorin für notwendig zuzugeben, dass, obwohl “das Geschlecht außer Frage steht”, “die Linie der Unterordnung in den geistigen Kräften niemals überschritten werden darf” (Wren 2004 S. 230).

Beide feministischen Schriftstellerinnen erkennen die Tatsache an, dass Frauen beim Zugang zur Bildung eher eingeschränkt sind. In ihrem Werk veranschaulicht Virginia Woolf diese Tatsache, um ihre Theorie der ungleichen Bildung zu belegen, indem sie behauptet, nur arme Männer seien große Dichter. Diese Aussage schließt die Möglichkeit für Frauen, zu schreiben und zu lesen, aus, da ihre kreative Arbeit nicht ernst genommen wurde. Wollstonecraft stimmt der Aussage zu, indem sie betont, dass “… die Menschen wahrscheinlich nicht dazu verleitet wurden, die Bildung in einem falschen Licht zu sehen, sondern sie als den ersten Schritt zur Bildung eines Wesens betrachteten, das allmählich zur Vollkommenheit fortschreitet…”.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass beide literarischen Werke den unverhohlenen Protest der Autorinnen gegen die männerorientierte Bildung widerspiegeln. So plädiert Virginia Woolf in ihrem Werk dafür, dass Männer und Frauen den gleichen Zugang zur Bildung haben müssen. Sie behauptet, dass den Frauen Bildung verweigert wurde, weil sie nicht über den entsprechenden materiellen Status verfügten. Das zweite Werk stellt Wollstonecrafts Vision einer Frau als “vernünftiges Geschöpf” dar, die es verdient, in Bezug auf die Bildung mit den Männern gleichgestellt zu sein. Schließlich wird in beiden literarischen Werken der Konflikt um die Führungsrolle der Frau als Folge der weiblichen Minderwertigkeit thematisiert.

Referenzliste

Wren, T. J., Hicks, D. A., Price, T. L. (2004). Traditionelle Klassiker zur Führung. UK: Edward Elgar Publishing.